Fazit der Reise Botswana Wild Parks

von Susanne Schlesinger

Die Tour Botswana Wild Parks ist zwar eine Trucksafari, bietet jedoch vom Standard der Unterkünfte her ein hohes Niveau und eignet sich sehr gut als Anfängertour nach Botswana auch für Teilnehmer, die wie ich gern ein festes Dach und eine ordentliche Dusche haben möchten.  Botswana ist ein tolles Land und bietet neben sehr freundlichen Menschen auch vielfältige Landschaften und Tierwelt.

Die Route der Tour ist gut durchdacht, ideal von der Länge der Fahrstrecken und hat viele Highlights. Da die Entfernungen nicht so weit sind wie in Namibia, bleibt Zeit für Entspannung und um die schönen Unterkünfte, wie das Hyena Pan Camp, die Nata Lodge oder das Rainbow Hotel auch zu genießen. Die einfache Unterkunft am Anfang der Reise im Khama Rhino Sanctuary und die beiden Zeltnächte im Okavango-Delta lassen sich verkraften, denn davor und danach gibt es immer wieder schöne Lodges mit ordentlichen Duschen.

Für das Okavango-Delta würde ich empfehlen, eine kleine Reisetasche sowie einige ältere Kleidungsstücke in gedeckten Farben einzupacken. Bei den Mokorofahrten und bei den Pirschwanderungen werden die Hosen schmutzig. Unbedingt sollte auch ein langärmeliges T-Shirt, ein Sonnenhut und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor mitgenommen werden. Durch die reflektierende Wasseroberfläche ist die Sonneneinstrahlung sehr hoch und man verbrennt sich leicht (auch auf den Pirschfahrten).

Bei der Tour wird optional ein Rundflug über das Okavango-Delta für den Tag angeboten, an dem man aus Moremi zurückkehrt. Das ist jedoch relativ stressig, denn die Fahrzeiten sind meist sehr optimistisch geschätzt. Man muss in Hyena Pan sehr zeitig aufbrechen und hat keine Möglichkeit, die Rückfahrt als Pirschfahrt zu gestalten (und dann sieht man natürlich die Löwen!). Es ist aber grundsätzlich möglich. Entspannter wäre es, wenn die Tour in Maun begonnen wird und die Gäste einen Tag vorher anreisen, um den Rundflug vor Beginn der Tour zu machen. Dann wiederum verpasst man aber die Nashörner im Khama Rhino Sanctuary.

Trotz der hohen Temperaturen sollte eine warme Fleecejacke, ein Schal und eine Mütze nicht fehlen, denn am Morgen ist es auf dem offenen Safarifahrzeug bei langen Fahrten und in Moremi sehr kalt. Festes, wasserabweisendes Schuhwerk mit guter Sohle ist selbstverständlich, zusätzlich leisten einfache Flipflops oder Plastiksandalen im Okavango-Delta gute Dienste.

In der Regenzeit muss man mit gelegentlichen Schauern rechnen und auch die Tierbeobachtungen mögen nicht so vielfältig ausfallen, trotzdem gibt es genug zu sehen, auch Raubkatzen. Auf jeden Fall sollte man die 30-35 US-Dollar für die zusätzliche Pirschfahrt in Chobe investieren, es lohnt sich. Generell ist der Chobe Nationalpark einer der besten Orte mit einer großen Vielfalt und Tierdichte.

Botswana ist von den Lebensmittelpreisen her kaum günstiger als Deutschland. Für Getränke und nicht enthaltene Mahlzeiten (oder die Knabbereien zwischendurch) sollte man deshalb etwas mehr Geld einplanen. Tipp: Für einen stilechten Gin&Tonic kann man in Maun im Getränkeladen kleine Flaschen Gordon’s kaufen, dazu gibt es Tonic in Dosen. Das ist günstiger als die Preise an der Bar der Lodges. Die lokalen Biersorten schmecken alle recht gut, ebenso Iron Brew (eine cola-ähnliche Limonade) und Ginger Beer (eine herbe Ingwerlimonade). Wie erwähnt haben sonntags die Getränkeläden geschlossen. In den Supermärkten wird kein Alkohol verkauft. Botswanische Pula bekommt man in Wechselstuben oder an Geldautomaten.Sie sind nur im Land erhältlich und man kann sie nicht zurücktauschen. Am besten gibt man deshalb das Restgeld als Trinkgeld an den Fahrer oder Guide.

In Victoria Falls lassen sich alle Aktivitäten auch spontan buchen. Rundflüge würde ich immer vom Wetter abhängig machen. Sie sind mit rund 200-250 US-Dollar recht teuer und wenn es dann während der 20 Minuten gerade regnet, bekommt man nicht so viel zu sehen. Wir haben den Rundflug nicht gemacht, meine Kollegen Doreen und Ulrike waren jedoch sehr begeistert. Doreen hat 2012 einen Microlightflug von Livingstone (sambische Seite der Wasserfälle) unternommen, Ulrike ist im letzten Jahr mit dem Helikopter über die Victoriafälle geflogen.

Trinkgelder sind grundsätzlich freiwillig, werden aber gern genommen und sind zumeist auch redlich verdient. Man muss aber bedenken, dass man etwas mehr benötigt, weil sich mehrere Guides und auch die Poler an der Tour beteiligen.

Ich würde diese Reise jederzeit wieder machen und gern auch in der Nebensaison. Es ist schön, viel Platz im Truck zu haben und auch im Restaurant oder in der Stadt nicht mit einer großen Truppe unterwegs zu sein. Nicht unbedingt notwendig wäre es für mich gewesen, eine deutschsprachige Tour auszuwählen, aber Prince war ein wirklich guter Übersetzer, der auch Spaß an der deutschen Sprache hatte und immer etwas lernen wollte.

Zu den Victoriafällen möchte ich gern noch einmal irgendwann und am liebsten bei Vollmond und mit einer Übernachtung im Victoria Falls Hotel!

Haben Sie Lust auf diese oder eine andere Trucksafari bekommen? Wir haben vielfältige Angebote als preiswerte Camping- oder komfortablere Lodge-Reise. Gern beraten wir Sie!

ein Kommentar

Roswitha

04.08.2016 um 13:53

Da kriegt man wirklich Lust!

Antwort von Outback-Africa

War auch ganz toll!