Ankunft in Johannesburg und Tourbeginn

von Susanne Schlesinger

20.02.2016
Johannesburg empfängt uns mit schwüler Hitze und Sonnenschein. Am Flughafen werden wir von Prince willkommen geheißen, der sich als deutscher Übersetzer für unsere Tour vorstellt. Er ist recht jung, aber sichtlich motiviert und hat ein breites Grinsen im Gesicht, das sofort gute Laune macht. Woher er so gut deutsch kann, wird er uns noch verraten. Einige andere Gäste werden eingesammelt, sie gehen auf eine „Safari und Wandern“-Tour durch Südafrika, die ebenfalls morgen beginnt.

Road Lodge, Rivonia

Bis zum Stadtteil Rivonia sind es rund 30 Minuten Fahrzeit über den Autobahnring. Viel sieht man von Johannesburg dabei nicht. Die Rivonia Road Lodge ist ein großes, modernes Gebäude. Die meisten Gäste bleiben hier nicht lange, die Lodge ist Start- und Zielpunkt vieler Touren. Die Zimmer sind recht klein, es gibt eine Dusche und eine separate Toilette mit winzigem Waschbecken. Die Klimaanlage kämpft gegen die feuchte Hitze an, die wie eine Dunstglocke über der Stadt liegt. Im Aufenthaltsraum gibt es eine Kaffeebar, einige Automaten für Getränke und Snacks und kostenloses W-LAN.

Wir treffen uns mit Wendy von „Knit-a-Square“ und übergeben unsere Hilfsgüter, die wir in zwei großen Taschen auf den Flug mitgenommen haben. Später holt uns Jayne von Sunway Safaris zu einem privaten Barbecue in ihrem Haus ab. Wir wollen gerade die Lodge verlassen, als ein sintflutartiger Gewitterregen losbricht. Blitze zucken über den verdunkelten Himmel, es kracht und donnert im Sekundentakt. Jayne sagt, dass diese heftigen Gewitter hier nichts Besonderes sind. Johannesburg liegt im Landesinneren und hat kontinentales Klima. In der Regenzeit zwischen November und April entladen sich deshalb hier häufig heftige Gewitter, wenn die feuchte Luft stark aufgeheizt wird. So schnell das Gewitter gekommen ist, so schnell ist es wieder vorbei und wir sitzen gemütlich bei Jayne und ihrem Mann Johan im Garten. Traditionell essen die Südafrikaner sehr gern viel Fleisch, dazu gibt es Salat und Wein. Ein perfekter erster Abend!

Am nächsten Morgen treffen wir uns morgens zum Briefing, dann geht’s los. Mit uns sind zunächst nur Felix aus Hamburg und natürlich Prince und Jeffyas, unser Fahrer unterwegs. Zwei weitere Teilnehmer werden dann morgen in Maun zusteigen.

630 Kilometer liegen vor uns, zum Glück auf gut ausgebauten Straßen. Wir machen es uns im Truck gemütlich und lernen uns erst einmal kennen. Auf den Straßen durch Limpopo ist nicht viel Verkehr, wir kommen gut voran und erreichen bald die Grenze. In Botswana einzureisen ist recht einfach, man bekommt einen Stempel in den Pass und muss keine Gebühren zahlen. Lediglich die Papiere für den Truck und Jeffyas‘ Fahrerlaubnis werden gründlich inspiziert. Unser Tagesziel ist das Khama Rhino Sanctuary auf halbem Weg nach Maun.

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