Rivernest Lodge, Maun

von Susanne Schlesinger

Wir erreichen die Rivernest Lodge am Rand von Maun und Jeffyas parkt den Safari-Truck, den er liebevoll „Kudu“ nennt, in dem gesicherten Innenhof. Keine einfache Aufgabe, denn ein großes Sonnendach ragt weit über den Parkplatz und der Truck ist passt nicht unter den massiven Metallstreben hindurch. Jeffyas meistert die Herausforderung aber mit Bravour. Rivernest ist als Unterkunft neu bei den Sunway-Touren im Programm. Die vorherige Lodge, das Crocodile Camp, ist sehr heruntergewirtschaftet und deshalb geschlossen. Die Rivernest Lodge besteht aus verschiedenen massiven Chalets, die jeweils zwei Wohneinheiten beherbergen. Wir haben ein Familienzimmer mit zwei Schlafzimmern, Bad und einer Küchenzeile. In anderen Zimmern steht statt der Betten eine Couchecke im vorderen Bereich und es gibt nur ein Doppelbett. Kühlschrank, eine Mikrowelle und ein Wasserkocher lassen darauf schließen, dass die Lodge auch Selbstversorger beherbergt. Im Zentrum der Anlage ist ein kleiner Pool. Von einer Holzplattform, auf der wahrscheinlich in der Hochsaison Liegen stehen, kann man den Fluss sehen, der an dem Gelände vorbeifließt, vorausgesetzt, er führt Wasser. Im Moment sieht man nur das trockene Flussbett.

Wir treffen die beiden anderen Mitreisenden unserer Gruppe, Hans und Anita aus Österreich. Sie sind mittags mit dem Flugzeug in Maun angekommen.

Später beim Abendessen berichten wir von den Nashörnern, die wir am Morgen gesehen haben und die beiden sind etwas enttäuscht. Ihr Reisebüro hatte ihnen nicht gesagt, dass die Tour eigentlich schon in Johannesburg beginnt. Ihre Chance, die „Big Five“ zu sehen, ist mit dem späteren Einstieg dahin, denn es gibt leider keine Nashörner in den anderen Wildparks.

Das Abendessen selbst ist eine merkwürdige Mischung aus verschiedenen Gerichten und Beilagen. Wir sind die einzigen Gäste an diesem Abend und ein Büffet lohnt sich für uns nicht, deshalb sollen wir einfach sagen, was wir auf den Tellern haben möchten. Man könnte an der Qualität und am Service noch viel verbessern. Im Vergleich zu den anderen Unterkünften der Tour schneidet die Lodge deshalb schlechter ab, obwohl die Zimmer eigentlich sauber und in Ordnung sind. Liebe geht eben durch den Magen, auch bei Lodges.

Adapterchaos oder „Das Runde muss in das Eckige“

Seit dem Buch „Hummeldumm“ ist die Frage nach einem passenden Adapter ein sogenannter „Running Gag“ für eigentlich jede Reise. Ich glaubte mich mit zwei britischen Adaptern (dreipolig mit eckigen Zapfen) gut vorbereitet und in Johannesburg passte es auch wunderbar. In Khama passten diese leider nicht. Hier gab es nur dreipolige Steckdosen runden Löchern. Kein einziger Adapter des Weltsteckers passt in diese Steckdosen. In Maun gingen wir deshalb mit Prince, unserem Guide, in einen Laden und kauften einen entsprechenden Adapter. Kein großes Ding.

In der Rivernest Lodge angekommen machten wir dann eine spannende Entdeckung. Die Mikrowelle der Küchenzeile besitzt einen britischen Stecker und man hat dementsprechend eine britische Steckdose mit eckigen Löchern installiert. Der Wasserkocher wiederum ist mit einem botswanischen Stecker mit runden Zapfen ausgestattet, für den es keine Steckdose in der Küche gibt, sondern nur eine irgendwo im Zimmer. Man muss also den Wasserkocher immer aus der Küche wegtragen. Typisch afrikanische Logik. In den Schlafzimmern wiederum gab es britische und botswanische Steckdosen. Man kann jedoch zugutehalten, dass durchgängig Strom vorhanden war (in der Endoro Lodge in Tansania, in der ich im letzten Jahr übernachtet habe, gab es ja 14 Steckdosen und keinen Strom). Deshalb mein Tipp: Bei Beginn der Reise entweder ein passendes Adapterset mit runden und eckigen dreipoligen Steckern kaufen oder alle Akkus zu Reisebeginn voll aufladen (evtl. noch einen Akku kaufen) und in Maun einen passenden Adapter kaufen (rund zwei bis drei US-Dollar).

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