Fazit der Tour Sambia und Malawi- auf den Spuren Livingstones

von Susanne Schlesinger

Die Reise nach Sambia und Malawi war meine dritte Trucksafari mit Sunway („Vom Kap nach Windhoek 2012“ und „Botswana Wild Parks 2016“) und ich habe es wieder sehr genossen. Ich mag diese Art zu reisen – nicht zu schick, aber auch nicht zu basic. Sambia und Malawi bieten viele Highlights und neue Seiten Afrikas. Speziell Malawi ist ein ganz tolles Reiseland mit freundlichen Menschen, wunderschönen Landschaften und dazu noch unglaublich günstigen Preisen (zumindest was die Getränke und das Essen angeht). Sambia bietet sich als klassisches Safariland an und punktet durch die wildreichen Nationalparks und natürlich die Victoria-Fälle, die immer wieder ein gigantischer Anblick sind.

Die Tour bietet in den 16 Tagen viele Höhepunkte, erfordert aber sehr viel Geduld und Sitzfleisch, denn die Etappen ziehen sich teilweise über zwei Tage fast reiner Fahrtstrecken ohne große Sehenswürdigkeiten. Mir macht langes Sitzen nichts aus, für sehr aktive Teilnehmer, die sich bewegen müssen, könnte es dagegen anstrengend werden. Hinzu kommt, dass es zwar eine Reise mit festen Unterkünften ist, aber doch einige Campingnächte enthalten sind. Während bei der Botswana-Tour die zwei Nächte im Okavango-Delta einfach erforderlich waren, weil es dort keine Lodge gibt, ist es hier teilweise eher lästig und auch nicht sonderlich schön, campen zu müssen. Zudem gehört auch der Zeltaufbau und -abbau dazu, teilweise im Halbdunkel, was ungewohnt und schwierig ist. Trotzdem ist die Reise für Teilnehmer mit durchschnittlicher Fitness gut geeignet. Die Wanderung in Mulanje ist etwas anstrengend durch Wärme und Feuchtigkeit, aber trotzdem gut zu bewältigen, und man hat ja Zeit. Für die Kanutour muss man auch keine besondere Fitness mitbringen (und kann aufs Motorboot umsteigen). Siehe auch Tipps und Hinweise weiter unten.

Wir hatten sehr viel Glück und konnten mehrmals in feste Unterkünfte upgraden, aber in der Hochsaison könnte das schwierig werden. Natürlich kann man sich darauf einstellen, aber ich denke, wer wie ich ein Bett und eine Dusche schätzt und vielleicht auch nicht mehr so jung und gelenkig ist, wird nicht so viel Spaß an Campingnächten haben und diese lieber vermeiden wollen, vor allem, wenn man die schöneren Unterkünfte direkt vor der Nase hat (wie z.B. in Kuti oder im Mvuu Camp). Auch die Zeltnacht am Anfang auf der Insel am Sambesi müsste meiner Meinung nach nicht unbedingt sein. Die Kanutour hätte es als Tagesausflug auch getan und man müsste die ganze Ausrüstung nicht mühsam mitschleppen.

Meine absoluten Highlights waren die Victoria-Fälle (immer wieder schön), South Luangwa, Liwonde, aber auch Mulanje und natürlich der herrliche Malawi-See. Die wunderschöne Landschaft, die tollen Tiersichtungen und die schönen Unterkünfte sind absolut traumhaft.
 

Eine Premierentour wie diese Reise hat immer ein bisschen Expeditionscharakter (auch wenn es eine sehr luxuriöse Expedition war). Sicherlich gibt es die eine oder andere Schwierigkeit oder Ungereimtheit, die bei den kommenden Touren wohl ausgeräumt und verbessert wird.

Als Wunsch äußerten alle Teilnehmer, dass es ein Anschlussprogramm oder eine reine Malawi-Rundreise geben müsste. Es würde sich anbieten, weil der Truck so weit von der Basis in Johannesburg entfernt ist. Grace und Gee sind drei Tage nach Johannesburg zurückgefahren. Es wäre also ökonomisch sinnvoll und wirklich schön, noch mehr von Malawi zu sehen.

Noch einige Tipps:

Für die Kanutour und auch für die Campingübernachtungen hat sich ein wasserdichter Packsack als „kleines Gepäck“ bewährt. Diese Säcke gibt es in unterschiedlichen Größen im Onlinehandel oder Sportgeschäften.

Ebenfalls sinnvoll sind ein UV-dichtes langärmeliges T-Shirt, ein Hut und Badeschuhe, außerdem Sunblocker 50+ für den Nasenrücken, Handrücken und alle unbedeckten Hautstellen. Die Sonne ist wirklich erbarmungslos auf dem Wasser und gerade in den Wintermonaten hier in Deutschland ist es für die Haut sehr intensiv. 

In South Luangwa und Liwonde lohnt es sich, in die zusätzlichen Pirschfahrten zu investieren, ebenso wenn möglich in das Upgrade bei den Unterkünften im Mvuu Camp.

Nicht zu empfehlen ist ein Upgrade auf dem Campingplatz auf halber Strecke zwischen Lusaka und South Luangwa – die Chalets sind nicht sauber, teilweise direkt an den Sanitäranlagen des Campingplatzes und zudem überteuert.

Für Mumbo Island sollte man darauf achten, die Kamera, Handys usw. vorher noch einmal zu laden. In allen anderen festen Unterkünften war es kein Problem, wenn man einen UK-Adapter hat (drei Zapfen, der obere rechteckig).

Es gibt relativ wenige Möglichkeiten zum Einkaufen, deshalb sollten bei den wenigen Stopps die Getränkevorräte großzügig eingekauft werden. In Sambia sind die Getränke teurer (ungefähr deutsches Niveau), in Malawi sehr günstig. Bier, Amarula, Savanna usw. gibt es in den Supermärkten. (siehe auch Renés Artikel zu den Getränken in Malawi).

Als Anfängertour ist „Sambia und Malawi – auf den Spuren Livingstones“ nicht zu empfehlen. Dafür gibt es andere Trucksafaris mit kürzeren Fahrstrecken und mehr Aktivitäten unterwegs. Wer aber Spaß an Trucksafaris hat und sein Länderportfolio mit neuen Eindrücken erweitern will, findet auf dieser Reise viel Interessantes und auch Einmaliges zu entdecken. Und ein bisschen fühlt man sich wie David Livingstone im 21. Jahrhundert.

Vielen Dank an unsere Partner Sunway Safaris, das ich an der Tour teilnehmen durfte.
 

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