Mit Quadbikes über die Makgadikgadi-Salzpfannen - Reisebericht Botswana

von Marco Penzel

Jack’s Camp, 10.05.2012
Dieses Motorrad kann nicht umfallen, denn es hat vier Räder. Es ist ein Quad und leicht zu fahren. Einfach Gas geben und los. Nur dem Vordermann sollte man sich nicht zu weit nähern, denn er zieht eine weißgraue Staubwolke hinter sich her. Wir sind unterwegs auf den Makgadikgadi-Salzpfannen. Zunächst ist der Weg noch von goldbraunem Gras gesäumt, dann fahren wir ins Nichts. Die Pfannen, das ist eine ganz flache Landschaft: rund um uns herum ein schnurgerader Horizont, kein Baum, kein Strauch, kein Hügel. Es gibt nur eine Fahrspur, und von der dürfen wir nicht abkommen, darauf legt unser Guide ganz besonderen Wert. Spaßtouren kreuz und quer sind hier verpönt. Man würde die Spuren mindestens ein halbes Jahr lang bis zur nächsten Regenzeit sehen, die Erosion hätte einen neuen Angriffspunkt.

Wir steigen ab und lassen uns von dieser unglaublichen Weite und Leere begeistern. Beliebt sind hier Fotos aus der Froschperspektive, bei der der Fotografierte nach oben springt und am besten noch die Beine anzieht. Im Bild sieht das dann aus, als würde man über dem Horizont schweben oder gerade dabei sein, auf dem Mond zu landen. Die blauen Turbane, die uns vor der Tour zum Schutz vor Sonne und Staub um die Köpfe gebunden wurden, lassen die Bilder noch ein bisschen witziger aussehen.Die Sonne nähert sich dem Horizont, wir müssen bald wieder umkehren. Mit dieser Quadbike-Tour hat sich ein Teil eines Traumes für mich verwirklicht. Teil zwei steht noch aus, aber dafür fehlt diesmal leider die Zeit. Jack's Camp, San Camp und Camp Kalahari organisieren auf Wunsch für Ihre Gäste so genannte Sleep Outs. Dabei wird ein Bett mitten auf die Weite der Salzpfanne gestellt. Man schläft unter nichts anderem als einem gewaltig großen Sternenzelt.

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