Fototermin mit den Erdmännchen - Reisebericht Botswana

von Marco Penzel

Jack’s Camp, 11.05.2012''

Ooch süß!'' oder ''niedlich'', lauten die Kommentare zu den Fotos von Erdmännchen (oder Surikate), die aufrecht stehend mit den kleinen, angewinkelten Vorderpfoten und spitzer Nase ihre Umgebung beobachten. Die Tiere leben vielerorts in der Kalahari. Aber sie sind normalerweise sehr scheu. Nur sehr selten bekommt man die Chance, ein Foto von wild lebenden Erdmännchen zu machen.Besucher von Jack's Camp, San Camp und Camp Kalahari bekommen diese Gelegenheit. In der Umgebung der drei exklusiven Camps am Rande der Makgadikgadi-Salzpfannen im Osten Botswanas leben mehrere Erdmännchen-Familien, die an den Besuch von Menschen gewöhnt sind.

So weiß unser Guide heute Morgen schon genau, wohin er fahren muss. Sein Kollege hat die Gruppe schon aufgespürt. Die Erdmännchen-Familie präsentiert sich aufrecht stehend auf einem Hügel, genau wie man es von den Bildern kennt. Wir steigen aus und gehen vorsichtig auf sie zu. Bis auf zwei, drei Meter können wir uns den Tieren nähern, ohne dass sie ausreißen. Wenn wir uns dann zu ruckartig bewegen, gehen die meisten von ihnen in Deckung - um wenige Augenblicke später wieder neugierig aus den Erdlöchern hervorzuschauen. Nachdem die Tiere das eine oder andere Gigabite auf den Speicherkarten unserer Kameras gefüllt haben, schickt uns der Guide hinter den Hügel.

Und tatsächlich posieren die Tiere mit uns zusammen für ein Gruppenbild. Es folgen Einzelaufnahmen à ein Mensch mit den Erdmännchen. Manchem klettern sie sogar aufs Bein oder die Schulter, wenn diese eine bessere Übersicht versprechen. Langsam werden die Tier etwas unruhiger. "Beeilt Euch mit den Bildern, sie haben bald keine Lust mehr", sagt der Guide. Und tatsächlich, kurz nach den letzten Klicks rennt Familie Erdmännchen davon und sucht sich einen anderen Aussichtshügel. Die Tiere sind viel zu schnell, als dass wir ihnen folgen könnten. Für uns war diese Begegnung viel zu schnell vorbei. Es sind eben Tiere, die zwar habituiert werden, also an den Besuch von Menschen gewöhnt. Aber sie leben weiterhin frei und gehen ihrer Wege, wenn sie es wollen.

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