Anreise - Kenia Reisebericht (1/16)

von Svenja Penzel

Donnerstag, 17. Mai 2012Zum zweiten Mal in diesem Jahr breche ich nach Kenia auf. Nach einem schönen Urlaub mit der Familie im März ist nun Arbeit angesagt - um die wichtigsten Unterkünfte in der Massai Mara und in Amboseli zu inspizieren. Drei bis fünf Lodges werde ich mir jeden Tag ansehen, diese ausgiebig fotografieren und beschreiben. Daneben bleibt sicherlich auch etwas Zeit für Pirschfahrten und Tierbeobachtungen. Meine Reise liegt diesmal voll in der Regenzeit. Was nicht heißen muss, dass es tagelang regnet, ich erwarte eher Gewitterschauer und dazwischen viel Sonne.Zunächst erwartet mich ein voller Zug zum Flug mit einer Menge singender und grölender Vatertagsausflügler, denn heute ist Himmelfahrt. Am Bahnhof Freising lasse ich die laute Meute hinter mir und nehme den Bus zum Flughafen München. Der angenehme, helle Flughafen gefällt mir. Noch einen Snack und dann ab zum Gate. Ich habe mich diesmal für einen Flug mit Qatar Airways entschieden. Diese Airline wollte ich längst einmal ausprobieren. Preis und Umsteigezeit sind gut. Qatar AirwaysDer Flug geht über Doha im Emirat Qatar, nicht weit von Dubai am Persischen Golf. Doha ist uns nur eine Stunde voraus und damit in derselben Zeitzone wie Kenia. Wir fliegen gen Osten, also in die Nacht hinein, und es wird schnell dunkel. Knapp sechs Stunden dauert der Flug von München nach Qatar. Eine positive Überraschung ist das Abendessen, das sehr gut schmeckt und das ich komplett verputze. Als wir kurz nach 23 Uhr zur Landung ansetzen und das Kabinenlicht angeht, habe ich gerade einmal zwei Stunden geschlafen - kein angenehmes Erwachen. Um 1.25 Uhr geht es weiter. Die auch nachts schwülwarme Luft mit 34 Grad merkt man nur beim Ein- und Aussteigen. Die Flughafenbusse und Terminals sind klimatisiert. Weitere gut vier Stunden geht es nun nach Nairobi. Viel Schlaf wird diese Nacht nicht mehr bringen. Do not disturb!Gut finde ich aber die kleinen Aufkleber, mit denen man dem Kabinenpersonal signalisieren kann, ob man für die Mahlzeiten geweckt oder lieber in Ruhe gelassen werden möchte. Ich zögere nicht lange und klebe "Please do not disturb" an meine Rückenlehne.Freitag, 18. Mai 2012Pünktlich um 6.35 Uhr landet die Qatar Airways auf dem Jomo Kenyatta Flughafen in Nairobi. Eine Dreiviertelstunde später gehe ich mit Visum im Pass und meiner Reisetasche in der Hand in die Ankunftshalle. Dort sehe ich auch sofort meine Abholer: Paul, mein Guide für die nächsten Tage, und Lewela, der üblicherweise für unsere Partnerfirma Akorn die Flughafentransfers in Nairobi macht. Die beiden bringen mich zunächst zum Akorn-Büro, wo ich mich in der Lounge kurz frischmachen darf und einen Kaffee bekomme. Danach zeigt mir Mark, der Chef, den ganzen Komplex. Ich treffe die Leute, mit denen wir seit Jahren arbeiten und mit denen schon so viele Mails hin und her gegangen sind, endlich einmal in Fleisch und Blut. Auch den großen Fuhrpark mit den vielen Landcruisern und Safari-Minibussen, die Werkstatt und die Ausrüstung bekomme ich zu sehen. Die Akorn-Zentrale (Foto oben links: Mark Wheeler und Eddy Husslage, Foto unten rechts: Rachel Gatobu und Stephen Gitari). Dazwischen jede Menge Safari-Ausrüstungen.Akorn sorgt mit einer Kantine für die Verpflegung seiner 100 Mitarbeiter im Hauptstadtbüro, bietet ihnen eine Krankenschwester, einen Sportraum und einen kleinen Schlafsaal, den sie nutzen können, wenn sie außerhalb wohnen und nicht täglich nach Hause fahren. Der Verkehr in Nairobi ist nämlich fürchterlich. Die wichtigsten Haupt- und Durchgangsstraßen vom Osten in den Westen der Stadt sind nicht nur im Berufsverkehr verstopft. Dazu der Gestank durch die vielen teils schwarzen Abgase, der Lärm und der Nervenkitzel, wenn sich die Wagen beim Einfädeln oder im Kreisverkehr bis auf wenige Zentimeter nähern. Was bin ich froh, dass ich hier nicht selbst fahren muss.Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis der gesamten Reise. Zum nächsten Teil geht es auch direkt durch Anklicken des Links oben auf dieser Seite.

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