Massai Mara - Little und Main Governors und Il Moran Camp - Kenia Reisebericht (9/16)

von Svenja Penzel

Dienstag, 22. Mai 2012Ich erwache vom typischen "chrrrrrrrrrr" des Brenners eines Heißluftballons. Draußen wird es gerade erst hell, und ich lausche vom Bett aus den Vogelstimmen und den ersten Grunzern der Hippos in der Lagune. Dann bin ich doch neugierig, stehe auf, schlüpfe nur schnell in meine Schuhe und meine Fleece-Jacke, schnappe meine Kamera und gehe aus dem Zelt. Der Morgen ist wunderschön, kleine rötliche Wolken am Osthimmel verkündigen den baldigen Sonnenaufgang. Ich brauche gar nicht lange durch das feuchte Gras zu stapfen und dem "chrrrrrr" zu folgen, da sehe ich ihn auch schon kurz über den Bäumen: einen bunten Heißluftballon. Wie so oft, wenn ich Ballons am Himmel sehe, überkommt mich dieses Gefühl von Ehrfurcht und Großartigkeit, dass ich einen Moment inne halte und verzückt in den Morgenhimmel starre. Es muss eins der schönsten Erlebnisse auf einer Safari sein, ruhig über diese großartige Landschaft zu schweben und das Wunder der Natur von oben zu sehen. Ich wünschte, ich könnte auch in diesem Korb stehen.Langsam kehre ich zur Lagune zurück. Die Wasseroberfläche wird heller, mehr Vögel gleiten darüber hinweg. Die Reiherkolonie erwacht, Ibisse rufen, Hippos blasen Wasser in die Luft. Nun geht die Sonne auf. Ich stelle mich an den Rand der Lagune, und es ist mir völlig egal, dass ich noch meinen Schlafanzug anhabe. Diesen Moment genieße ich ganz allein - die anderen Gäste sind entweder im Ballon, auf einer frühen Pirschfahrt oder schlafen noch. Allein dieser Morgen ist die ganze Reise wert, denke ich, und freue mich meines Lebens. Langsam kehre ich zurück zu meinem Zelt, lehne mich auf dem bequemen Stuhl auf meiner Terrasse zurück und schaue in den Sonnenaufgang. Zu meinen Füßen landet ein neugieriger Vogel. Dann höre ich Schritte. Ein Camp-Angestellter bringt ein Tablett mit Kaffee, Milch und Keksen und stellt es auf dem Tischchen neben mir ab, dann zieht er sich diskret zurück. Ich schenke mir eine Tasse ein und genieße sie andächtig. Selten hat mir Kaffee so gut geschmeckt.Das Little Govenors' Camp ist, wie es der Name schon verrät, ein kleines Luxuscamp mit nur 17 geräumigen Zelten, die sich um ein Wasserloch herum verteilen. Um hierher zu gelangen, muss man den Marafluss überqueren und wird dann durch den Uferwald von einem Guide zum Zelt geleitet. Das Campleben findet meist im Freien statt, das Restaurant und die Bar sind halboffen, das Essen wird, wenn es nicht regnet, draußen auf dem grünen Rasen serviert. So auch an diesem herrlichen Morgen. Das Frühstücksbuffet ist im Freien aufgebaut. Der Koch brät Eier, Omelett und French Toast, das frische Obst sieht köstlich aus. In der Morgensonne mit Blick auf die Lagune sitzen die Gäste an einzelnen runden Tischen auf dem Rasen. Es ist himmlisch ruhig, nur das gelegentliche Grunzen der auf dem Gelände lebenden Warzenschweinfamilie erinnert daran, dass wir uns tatsächlich mitten in der Massai Mara befinden.

Little Govenors' Camp

Little Govenors' Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Little Govenors' Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Little Govenors' Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Little Govenors' Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Little Govenors' Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Little Govenors' Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Ein schönes Camp, doch ich muss schon wieder Abschied nehmen. Zwei andere Camps der Governors' Collection wollen noch besichtigt werden, beide liegen auf der anderen Seite des Mara-Flusses. Zu Fuß laufen wir fünf Minuten durch den Uferwald, dann gelangen wir an den Fluss, der tief im Tal verläuft. Eine steile Treppe führt hinunter. Unten ist ein Seil zwischen beiden Flussufern gespannt, ein Boot wartet. Der Bootsmann reicht mir die Hand, ich steige ein. Er zieht uns am Seil entlang zum anderen Ufer, die Strömung ist stark. Noch vor wenigen Wochen war diese Fähre unbenutzbar, weil der Mara-Fluss so viel Wasser führte, dass das Seil überspült war. Auf der anderen Seite warten die Fahrzeuge des Governors' Camps auf die Gäste, die Pirschfahrten unternehmen wollen - und auf mich, aber mein Weg ist kurz und dauert nur eine Viertelstunde. Dann sind wir schon im Il Moran, dem luxuriösesten Camp der Governors' Collection. Nur 10 Zelte gibt es hier, alle mit schönstem Flussblick. Die Größe der Zelte schlägt alles, was ich bisher gesehen habe. Das ist fast schon dekadent. Die Badezimmer sind gemauert und haben sogar noch eine freistehende Badewanne - eine richtige "Leinwandvilla" mit Terrasse. Wie im "Little Govenors' " ist auch hier das Restaurant halb offen gebaut.

Il Moran Camp

Il Moran Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Il Moran Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Il Moran Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Il Moran Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Il Moran Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Il Moran Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Weitere zehn Minuten Fahrt und wir erreichen das Hauptcamp der Governors' Collection, das Main Governos' Camp. Die Managerin Katie, eine weiße Kenianerin, begrüßt mich herzlich und führt mich durch die Anlage. Das Camp mit seinen hohen Bäumen und weiten Rasenflächen strahlt eine angenehme Ruhe aus, obwohl hier gerade eine britische Filmcrew ihre Zelte aufgeschlagen hat und das Camp daher größer ist als sonst. Alle sind gut drauf und lächeln mir zu. Zwei Zelte in dieser weitläufigen Anlage sind besonders erwähnenswert: Zelt Nr. 37, weil es ein gutes Stück abseits von den anderen liegt (und daher besonders beliebt ist) sowie die Honeymoon Suite am anderen Ende, die genau wie ein Zelt aus dem luxuriösen Schwestercamp Il Moran Camp aussieht - toll!

Govenors' Camp

Govenors' Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Govenors' Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Govenors' Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Govenors' Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Govenors' Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Govenors' Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Zur Governors' Camp Collection in der Mara gehört auch eine eigene Ballon-Firma, die auf dem Gelände des Little Governor's Camps startet, was ich ja fast live erlebt hatte, sowie das "Private Camp", das ich mir nicht angeschaut habe. Außerdem haben sie eine exklusive Unterkunft am Victoria-See und das Loldia House am Lake Naivasha. Diese Ziele können auch mit firmeneigenen Flugzeugen verbunden werden.Zurück im Little Governors' Camp wartet Paul schon auf mich, aber ich nehme mir noch die Zeit, meine E-Mails abzurufen. Hier gibt es ein Häuschen mit gutem WLAN, so dass das ruck-zuck geht. Gleichzeitig sende ich noch ein paar Fotos nach Hause, bevor es zur nächsten Besichtigung weiter geht.Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis der gesamten Reise. Zum nächsten Teil geht es auch direkt durch Anklicken des Links oben auf dieser Seite.

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