Lake Manyara und zurück in die Meru View Lodge

von Susanne Schlesinger

Lake Manyara, 26.09.2015

Der letzte Nationalpark unserer Safari ist der Lake Manyara Nationalpark. „Um diese Jahreszeit ist da nicht viel los“, sagte mir Debbie vor der Abfahrt. Trotzdem ist es ein wirklich schöner Park mit viel Vegetation und einigen größeren Wasserlöchern. Schade ist, dass man nicht direkt bis ans Ufer des Manyara-Sees fahren kann, wo sich die Flamingos versammeln. Man sieht sie immer nur als rosa Streifen sehr weit entfernt. Wir treffen auf einige freche Diadem-Meerkatzen und eine Pavianfamilie, außerdem auf eine Mangusten-Familie, die im Schatten liegt. Einige Elefanten, Warzenschweine und Zebras grasen auf den weiten Ebenen.

Living Sponges

An einem Wasserloch, in dem sich zahlreiche Hippos tummeln, wurde eine neue Zuschauerbrücke errichtet, von der aus die Besucher einen guten Blick haben. „Magical living sponge“ steht auf dem Schild. Was das genau bedeuten soll, konnte mir keiner erklären - „Sponge“ bedeutet Schwamm oder auch ein Biskuit-Kuchen, aber ein Flusspferd als Schwamm zu bezeichnen, scheint doch etwas merkwürdig. Die Hersteller des Schildes werden sich etwas dabei gedacht haben. Vielleicht finden zukünftige Besucher den tieferen Sinn. Wir treffen auf eine Büffelherde und eine Massai-Giraffe. An einem Picknickplatz gibt es unser letztes Lunchpaket auf dieser Reise und wir freuen uns auf das Abendessen in der Meru View Lodge. Lunchpakete werden irgendwann doch langweilig.

Auf dem Weg zurück nach Arusha fahren an einigen Märkten und Wahlveranstaltungen vorbei und auch an einer Beerdigung. Es müssen an die 200 Leute sein. Erick erklärt uns, dass bei Beerdigungen die Familie aus allen Landesteilen anreist und alle Freunde und Nachbarn teilnehmen. Hier bei uns in Deutschland würden sich viele so viel Anteilnahme wünschen.

Zurück in der Meru View Lodge beziehen wir wieder unsere Zimmer und treffen uns ein letztes Mal zum gemeinsamen Abendessen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell aus Fremden Freunde werden können, und wir lassen einige der Safarimomente nochmals Revue passieren.

Am nächsten Morgen sagen wir auf Wiedersehen - Angelika und Werner fliegen von Kilimanjaro Airport nach Sansibar, Julia und Faruk fliegen von Arusha Airport ebenfalls nach Sansibar in ein anderes Resort. Lisa, Monika und ich winken den anderen hinterher und verbringen den Tag am Pool. Monika und ich werden am Abend von Kilimanjaro in Richtung Amsterdam aufbrechen, Lisa dann am nächsten Morgen nach Frankfurt.

Es war eine wirklich schöne Tour mit einer netten Gruppe, einem sicheren, bemühten und kundigen Fahrer, tollen Tiersichtungen und vielfältigen Landschaften. Wie bei allen Gruppenreisen mit viel Programm wären wir hier und da gern länger geblieben, aber für einen Überblick der bedeutendsten Nationalparks im Norden Tansanias ist die Tour ideal geeignet. Interessant wäre es, die Tour noch einmal zu einer anderen Jahreszeit zu fahren, um die Landschaften während der Regenzeit zu sehen.Wer noch mehr in Arusha und Umgebung sehen möchte, sollte ein bis zwei Vornächte in der Meru View Lodge einplanen. Ein schöner Badeaufenthalt auf Sansibar ist ebenfalls eine perfekte Ergänzung.

Asante Sana an das Team der Meru View Lodge und Wilkinson Tours. Es war wieder wunderschön bei euch!

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