Endoro Lodge, Karatu

von Susanne Schlesinger

Auch im Dämmerlicht des gestrigen Abends waren sie noch gut zu erkennen - die bunten Mülleimer an den Wegen der Endoro Lodge, die Svenja schon bei ihrem Besuch 2012 aufgefallen sind. Die Lodge war damals noch neu. Mittlerweile sind die kahlen Betonwände der Bungalows mit Rankpflanzen zugewachsen und das Büffet ist auch besser beleuchtet. Hinzugekommen ist auch ein schöner Pool, der damals noch nicht gebaut war. Die deplatzierten Mülleimer sind aber noch da, wenn auch in einer Metallversion. Auch die Zimmer sind noch vom Standard her so, wie sie damals waren (einschließlich grüner Müllkörbe, aber ohne rote Flipflops). Wir wollen aber nicht pingelig sein. Die Zimmer sind wirklich schön und großzügig und natürlich sind die riesige Eckbadewanne und eine Außendusche der pure Luxus.

„Indulge with Nature“

Frei übersetzt bedeutet das: „Fröne der Natur“ und Natur gibt es hier wirklich reichlich. Der Berghang, an dem die Bungalows gebaut wurden, ist mit Bananenstauden und Bäumen dicht bewachsen. Frönen kann man der Natur auch beim Duschen in der Außendusche. Vermutlich gedeiht deshalb alles hier so gut - die Reisenden bringen die Erde aus Tarangire und der Serengeti mit, duschen draußen und das Wasser düngt dann direkt den Garten. Ich nehme ein schnelles Bad im Pool und will nur mit einem T-Shirt und Handtuch bekleidet wieder in der schützenden Dunkelheit verschwinden.

Leider hatte ich nicht mit den Askaris gerechnet, die hier überall unauffällig, aber stets wachsam bereitstehen, um die Gäste zu eskortieren. Der junge Massai hatte sicher was zu gucken, als er hinter mir die Treppe hinauf ging.Zum Abendessen finden wir uns im Haupthaus ein, das ganz oben am Berg liegt. Schlecht zu Fuß darf man hier nicht sein. Es gibt ein schönes Büffet mit verschiedenen Salaten, warmen Hauptgerichten und Nachspeisen. Alles sehr lecker.Abends im Zimmer ist Stromausfall, da nützen auch die 14 (!) Steckdosen überall im Raum nichts, also ab ins Bett.

Am nächsten Morgen gibt’s wieder Strom, die Akkus der Kamera sind geladen. Ich lasse die Zimmereinrichtung und Details nochmal auf mich wirken. Es ist wirklich schön hier, man hat sich bei der Dekoration viel Mühe gegeben (wenn auch die Tierhäute als Teppiche bei Vegetariern nicht so gut ankommen dürften). Das Bett ist sehr bequem, die Bettdecke angenehm warm.

Vom Föhn über flauschige Handtücher bis zu Kosmetikartikeln ist alles reichlich vorhanden. Nur ein paar Dinge stören das Erscheinungsbild: Zum einen die nutzlosen Steckdosen, die wirklich überall sind. Zum anderen die Beleuchtung, die aus nackten Energiesparleuchten besteht und deren Schalter an den unmöglichsten Stellen angebracht wurden. Das hätte man sicher besser lösen können. Die Badewanne ist echt der Hammer, allerdings muss man einen Stöpsel haben. Der fehlte leider und gerade eine solche Kleinigkeit ist echt ärgerlich (Tipp: am besten einfach einen Stöpsel mitbringen. Kann man immer brauchen!).

Der Askari steht bereit und trägt meine Tasche zur Rezeption. Auch das Frühstücksbüffet ist sehr schön dekoriert, es gibt frisches Obst und „Live Cooking“ für gebratene Eier und Omeletts.Wir haben bei der Rückfahrt aus der Serengeti hier nochmals übernachtet und sind etwas früher angekommen. Der Pool ist wirklich schön erfrischend und ein Angestellter eilte gleich herbei, um uns mit Kaffee, Gebäck, Popcorn und gebratenen Hühnerflügeln zu versorgen. Sehr nett!

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