Ngorongoro – Safari im erloschenen Vulkankrater
Ngorongoro – Safari im erloschenen Vulkankrater
Wählen Sie:
Der Ngorongoro-Krater ist eine Natur-Arena der Superlative. Vor etwa 2,5 Millionen Jahren brach ein gewaltiger Vulkan in sich zusammen und hinterließ eine 260 Quadratkilometer große Caldera mit 600 Meter hohen Wänden. In dieser einzigartigen Welt leben heute Elefanten, Büffel, Löwen und einige der letzten Spitzmaulnashörner Tansanias auf engem Raum. Wer am Kraterrand steht und 600 Meter in die Tiefe schaut, versteht sofort, warum der Ngorongoro zu den großen Naturwundern Afrikas zählt.
Outback Africa nimmt Sie mit hinunter. Seit 2008 bereisen wir Tansania regelmäßig und kennen die beste Tageszeit für die Krater-Pirsch genauso wie die strategisch günstigsten Lodges am Rand. Bei uns erfahren Sie, warum der Krater Teil jeder Tansania-Safari sein sollte und wie Sie ihn mit Serengeti, Tarangire und Lake Manyara zur klassischen Nordroute kombinieren.
Der Ngorongoro-Krater liegt etwa 180 Kilometer westlich von Arusha und ist Teil der Ngorongoro Conservation Area. Diese ist Naturschutzgebiet und Lebensraum der Maasai zugleich, die mit ihren Rinderherden traditionell im Schutzgebiet siedeln dürfen. Ein Anblick, der den Ngorongoro von allen anderen Schutzgebieten Tansanias unterscheidet.
Beste Reisezeit für den Ngorongoro-Krater
Der Krater ist ganzjährig ein lohnendes Ziel. Sein eigenes Mikroklima, ständige Wasserquellen wie der Lake Magadi und nährstoffreiche Böden halten die Tierwelt das ganze Jahr über im Kessel. Anders als in der Serengeti gibt es keine Migration, dafür bleibt die Tierdichte konstant hoch.
Von Juni bis Oktober ist Hauptsaison. Das Gras steht niedrig, die Sicht ist ideal, allerdings sind dann auch die meisten Fahrzeuge im Krater unterwegs. November und Dezember bringen die kleine Regenzeit mit kürzeren Schauern am Nachmittag, dafür ist es deutlich ruhiger.
Januar bis März gilt als kurze Trockenzeit, oft jedoch mit unregelmäßigen Niederschlägen. April und Mai sind die Monate der großen Regenzeit. Der Krater wird sattgrün, die Preise sind am niedrigsten, und die Tiersichtungen bleiben sehr gut.
Unser Tipp: Starten Sie früh morgens in den Krater, am besten direkt nach Sonnenaufgang. Die Tiere sind dann am aktivsten, und der Krater liegt oft noch im Morgennebel. Wer später kommt, trifft auf mehr Fahrzeuge und weniger Tieraktivität in der Mittagshitze.
Safari-Erlebnisse im Ngorongoro-Krater
Was den Ngorongoro-Krater besonders macht
Im Krater leben etwa 25.000 Großtiere auf kleinem Raum. Sie sehen hier auf einer einzigen Pirschfahrt mit guter Wahrscheinlichkeit alle Big Five: Elefant, Löwe, Leopard, Büffel und das Spitzmaulnashorn. Letzteres ist die seltenste der fünf Arten und im Ngorongoro besser zu beobachten als in den anderen Parks der klassischen Nordroute in Tansania. Allerdings braucht man bei einer Nashorn-Sichtung oft ein Fernglas.
Lake Magadi, der flache Sodasee am Boden des Kraters, beherbergt regelmäßig große Flamingo-Schwärme. In den Lerai-Wäldern leben Elefanten mit besonders großen Stoßzähnen. Auf den offenen Grasflächen ziehen Löwen, Hyänen und Geparden ihre Bahnen.
Eine Besonderheit, die der Ngorongoro mit keinem anderen Park teilt: Maasai-Hirten dürfen ihre Rinder zur Wasserstelle in den Krater treiben. Sie begegnen ihnen oft am Vormittag.
Pirschfahrt im Krater
Die Krater-Pirsch hat ihre Eigenheiten. Sie dauert maximal sechs Stunden, so sieht es die Parkverwaltung (Conservation Area Authority) vor. Die Abfahrt erfolgt über zwei feste Pisten am Rand. In den sechs Stunden bewegen Sie sich zwischen den klassischen Stationen: Lake Magadi mit den Flamingos, dem Hippo Pool für die Mittagspause, den Lerai-Wäldern und den offenen Ebenen im Norden.
Frühstart oder spätere Abfahrt?
Es kommt darauf an, wie Sie unterwegs sind. Wenn Sie auf einer Privatsafari mit eigenem Guide angereist sind, können Sie innerhalb der Tageslichtstunden so früh oder spät starten, wie Sie möchten. Sie besprechen das einfach mit Ihrem Guide. Wer als Erstes unten sein will, frühstückt im Auto oder nimmt ein Picknickpaket mit. Auf einer Kleingruppenreise entscheidet der Guide, wann Ihre Krater-Pirschfahrt startet. Wenn Sie den Krater auf einer Flugsafari bereisen und die Pirschfahrt mit einem Fahrzeug der Lodge (gemeinsam mit anderen Gästen) unternehmen, gibt die Lodge die Zeit vor. Die meisten Lodges starten zwischen halb sieben und sieben Uhr. Je nach Lage der Lodge dauert die Anreise bis zum Kraterboden eine halbe Stunde bis mehrere Stunden.
Übernachten am Rand oder in Karatu?
Übernachten innerhalb des Kraters ist nicht erlaubt. Alle Unterkünfte liegen entweder am Kraterrand, im Kraterhochland oder weiter entfernt rund um die Stadt Karatu. Lodges am Kraterrand sind teurer, dafür brauchen Sie morgens nur 30 Minuten zur Krater-Abfahrt. Unterkünfte in Karatu liegen eine gute Stunde entfernt, viele von ihnen sind aber deutlich günstiger.
Aktivitäten im Ngorongoro-Hochland
Wer Pirschfahrten mit Wandererlebnissen kombinieren möchte, findet in den Ngorongoro Highlands rund um den Krater hervorragende Walking Safaris. Das umliegende Hochland mit weiteren Kratern wie Empakaai und Olmoti ist nur zu Fuß oder mit Fahrzeug-Wander-Kombinationen zugänglich und bietet eine völlig andere Perspektive auf das Schutzgebiet.
Auf dem Weg von der Serengeti zum Ngorongoro liegt die Olduvai-Schlucht. Hier fanden die Leakeys einige der ältesten Hominiden-Funde der Welt. Ein Zwischenstopp im kleinen Olduvai-Museum lässt sich gut in den Reisetag einbauen.
Insider-Tipps:
- In der Nebensaison (April und Mai, November bis kurz vor Weihnachten) sind viel weniger Fahrzeuge im Krater unterwegs. Meiden Sie nach Möglichkeit die Hochsaisonmonate Juli und August.
- Lassen Sie sich die Schönheit des Kraters und die guten Tiersichtungen nicht dadurch verderben, dass Sie von vielen anderen Fahrzeugen umgeben sind. Der Krater ist ein Knotenpunkt auf jeder Safari durch den Norden Tansanias und für die meisten Reisenden ein Must-See. Die vielen Gäste aus aller Welt können sich auf den wenigen Wegen im relativ kleinen Krater nicht besser verteilen. In den anderen Parks, vor allem in der riesigen Serengeti, hat jeder viel mehr Platz.
- Ganz so entscheidend ist die Uhrzeit, zu der Sie im Krater auf Pirschfahrt sind, nicht. Die Tiere sind ja immer da. Es gibt viele offene Flächen, so dass man weit schauen kann. Auch in den Mittagsstunden sind die Tiere oft gut zu sehen. Löwen, die Schatten suchen, legen sich auch gern einmal in den Schatten eines Safari-Fahrzeugs.
Unsere Ngorongoro-Reisen
Gern erstellen wir Ihnen ein maßgeschneidertes Angebot nach Ihren Wünschen → Beratungstermin vereinbaren
Lodges & Camps am Ngorongoro
Die Auswahl reicht von einfachen Unterkünften in Karatu bis zu Luxus-Lodges direkt am Kraterrand mit Blick in die Caldera. Wir haben die meisten Häuser selbst besucht und beraten Sie gern, welche Lage und welcher Stil zu Ihrer Reise passt.
Klassische Kombinationen
Der Ngorongoro-Krater ist selten das einzige Reiseziel. Er gehört zur Nordroute Tansanias und wird in der Regel mit weiteren Parks kombiniert.
- Ngorongoro und Serengeti: die klassische Nordroute, gefahren oder geflogen, auch mit Stopp an der Olduvai-Schlucht möglich → Serengeti
- Ngorongoro und Tarangire: kurze, intensive und günstigere Safari (da ohne Serengeti) mit zwei sehr unterschiedlichen Landschaften → Tarangire
- Ngorongoro und Lake Manyara: ideal als Zwischenstopp auf der Strecke nach Arusha → Lake Manyara
- Volle Nordroute: Tarangire, Lake Manyara, Ngorongoro, Serengeti
Safari & Baden: Ngorongoro und Sansibar
Der Ngorongoro ist Teil fast jeder klassischen Tansania-Safari. Nach den intensiven Tagen im Krater und in der Serengeti fliegen viele Gäste nach Sansibar, um die Eindrücke am Strand sacken zu lassen. Vier bis fünf Nächte auf der Insel sind ideal.
Unsere Erlebnisse am Ngorongoro
Das sagen unsere Kunden
Praktische Informationen
Wie kommt man hin?
Über Land: Von Arusha nach Karatu in etwa drei Stunden Fahrt mit Guide und Safari-Fahrzeug. Auf dem Weg liegt Lake Manyara, der sich gut als Zwischenstopp einbauen lässt. Von den Lodges bei Karatu bis zum Kraterboden sind es etwa anderthalb Stunden Fahrt. Man muss dabei durch das Eingangstor des Ngorongoro Schutzgebiets (Ngorongoro Conservation Area), wo es zu zusätzlichen Wartezeiten kommen kann.
Per Flug: Direkt in den Krater fliegen ist nicht möglich. Der nächste Airstrip, also eine Landebahn für Buschflieger, ist Manyara. Von dort sind es nochmal etwa zwei Stunden Fahrt. Die meisten Gäste kommen über Land vom Tarangire oder von Arusha.
Wie viele Tage einplanen?
Mindestens eine Übernachtung am Kraterrand für eine ausgiebige Pirschfahrt am nächsten Morgen. Zwei Nächte sind komfortabler, weil Sie dann den Anreisetag und einen vollen Tag für Krater und Highlands haben.
Was kostet ein Tag am Ngorongoro?
Die Eintrittsgebühren des Ngorongoro sind die höchsten in Tansania. Sie zahlen etwa 70 USD pro Person und Tag plus eine zusätzliche Krater-Service-Gebühr von 295 USD pro Fahrzeug für die Krater-Abfahrt. Hinzu kommen Übernachtung mit Vollpension und das Safari-Fahrzeug mit Guide. Insgesamt liegen die Kosten bei 600 bis 1.800 Euro pro Person und Tag, je nach Lodge-Kategorie und je nachdem, mit wie vielen Personen Sie das Fahrzeug teilen.
Häufige Fragen zum Ngorongoro-Krater
Der Krater ist ganzjährig sehr gut besuchbar. Hauptsaison ist Juni bis Oktober mit vielen Fahrzeugen und höchsten Preisen. November bis März bietet gute Sichtungen bei weniger Besuchern. April und Mai sind am günstigsten und besonders ruhig.
Eine Übernachtung am Kraterrand und ein Pirsch-Tag im Krater reichen für einen ersten guten Eindruck. Wer auch die Highlands oder die Olduvai-Schlucht sehen möchte, plant zwei Nächte ein.
Die Wahrscheinlichkeit, alle fünf Arten in einer einzigen Pirschfahrt zu sehen, ist im Ngorongoro höher als in fast jedem anderen Park Tansanias. Für das Spitzmaulnashorn und den Leopard braucht man aber auch etwas Glück. Und am besten ein gutes Fernglas.
Selten. Der Krater wird in fast allen Reisen mit Serengeti, Tarangire oder Lake Manyara kombiniert. Eine reine Tagesfahrt von Arusha aus ist wegen der langen Anreise nicht ratsam.
Lodges am Kraterrand sind teurer, bieten aber den dramatischen Blick und kurze Wege zum Kraterboden. Karatu liegt etwas weiter entfernt, ist deutlich günstiger und bietet mehr Auswahl an Unterkünften.
Die Olduvai-Schlucht ist eine der wichtigsten paläoanthropologischen Fundstätten der Welt. Neben Fossilien wurden auch die berühmten Laetoli-Fußspuren untersucht, die in der weiteren Umgebung liegen: Sie zeigen, dass frühe Homininen bereits vor etwa 3,6 Millionen Jahren aufrecht gingen. Wer zwischen Ngorongoro und Serengeti fährt, kann das kleine Museum als Zwischenstopp einplanen. Für Geschichts- und Anthropologie-Interessierte lohnend, für reine Safari-Reisende optional.
Warum mit Outback Africa reisen?
Wir bereisen Tansania seit 2008 und haben die meisten Lodges am Ngorongoro selbst besucht. Wir wissen, wann sich der frühe Krater-Einstieg lohnt, welche Lodges am Rand den besten Blick haben und welche Häuser in Karatu für preisbewusste Reisende interessant sind. Gemeinsam finden wir heraus, ob eine Kleingruppen-Reise, eine Privatsafari oder eine Flugsafari am besten zu Ihnen passt.








