Queen Elizabeth vom Feinsten: der einsame Ishasha-Sektor

von Svenja Penzel

Ishasha, 27. April 2016

Auf unserer Anfahrt zum Ishasha Wilderness Camp regnet es, und es zeigt sich keiner der berühmten baumkletternden Löwen. Dafür sehen wir Ebenen voller Topis, denen der Regen nichts auszumachen scheint. Im Gegensatz zum etwas langweiligen zentralen Teil des Queen Elizabeth Nationalparks, in dem man vor lauter Büschen nicht so viele Tiere sieht, breitet sich hier ein weites, sanft gewelltes Buschland mit offenen Savannen und goldenem Gras aus. Die Wiesen dampfen vom Regen, was dem Ganzen eine fast verwunschene Atmosphäre gibt. 

Wir erreichen das Ishasha Wilderness Camp gegen 16 Uhr und es scheint sich eingeregnet zu haben. Die Nachmittagspirschfahrt lassen wir daher sausen. Das kommt mir ganz gelegen, um in Ruhe in der Lounge einen Tee zu trinken und das (recht langsame) W-LAN zu nutzen und etwas Ordnung in mein Gepäck zu bringen. Ach ja, und um eine heiße Dusche zu nehmen. Heißwasser gibt es auf Vorbestellung ans Zelt geliefert, und es ist bereits perfekt temperiert. Was für eine schöne, kräftige Dusche! Nur mit dem Wasserverbrauch muss man vorsichtig sein, denn irgendwann ist der Eimer leer.

Dieses Camp ist wunderschön gelegen und sehr herzlich geführt. Die Mitarbeiter umsorgen die Gäste auf geradezu liebevolle Weise. Es sind ja nur zehn Zelte für maximal zwanzig Gäste, da kommt man auch in der Lounge oder nach dem Essen mal mit den anderen ins Gespräch. Ein Ort zum Wohlfühlen inmitten des wenig besuchten, tierreichen und landschaftlich herrlichen Ishasha-Sektors des Queen Elizabeth Nationalparks.

Schönere Bilder bei besserem Licht hat mein Mann Marco Penzel gemacht, der dieses Camp ein Jahr vor mir besucht hat. Reisebericht von Marco.

noch keine Kommentare