Lodges in Samburu: Samburu Intrepids

von Svenja Penzel

Ich habe ein Déjà-vu. Das Restaurant aus dunklem Holz mit dem ausladenden Dach, die geräumigen Zelt-Chalets mit dem schönen gemauerten Badezimmer im hinteren Teil, die Glasscheibe zwischen Dusche und Waschbecken mit dem "Intrepids"-Logo, all das habe ich vor zwei Jahren schon einmal gesehen. Das war in der Massai Mara. Jetzt bin ich im fernen Samburu auf der anderen Seite des Äquators. Die beiden Lodges, die zur selben Hotelgruppe gehören, haben unzweifelhaft denselben Architekten. Damals in der Mara war ich nur zu einer Stippvisite da, diesmal darf ich in diesem schönen, hochwertigen Camp übernachten. Gut gefällt mir, dass sowohl das Mittag- als auch das Abendessen als Vier-Gänge-Menü serviert wird. Dabei schaut auch gern mal der Koch höchstpersönlich vorbei. Ein Buffet gibt es nur zum Frühstück, und auch das hat einen persönlichen Anstrich. Die junge Samburu-Frau, die die Eier nach Wunsch brät, lächelt und fragt nach meiner Familie.

Von der Rezeption über die Bar, die Geldwechselstube, das Restaurant bis hin zum Kofferträger und Gärtner, alle sind herzlich und nett. Ein junger Samburu erklärt vor dem Abendessen in einer kleinen Diashow die Besonderheiten von Samburus Tierwelt. Auf jede Rückfrage aus dem Publikum weiß er eine kompetente Antwort. Am nächsten Morgen erfahre ich, dass er auch Naturwanderungen und Vogeltouren leitet und außerdem im Kids Club und bei den Young Rangers mitarbeitet. Diese beiden Programme hat Samburu Intrepids speziell für Kinder und Jugendliche aufgelegt, eine feine Sache.Es ist warm in Samburu, bis in die Nacht hinein. Einen Ventilator oder gar eine Klimaanlage gibt es nicht. Aber als ich die Zeltplanen vor den großen Netzfenstern meines Zeltes öffne, kommt vom Fluss her eine angenehme Brise herein. Die Matratze ist genau richtig, das Kopfkissen auch. Von ferne höre ich noch einen Esel aus dem Samburu-Dorf jenseits des Flusses, dann bin ich auch schon eingeschlafen.

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