Lewa Safari Camp

von Marco Penzel

Lewa Safari Camp, 23.03.2013

Ein Zebra mit besonders schmalen, sauberen Streifen steht am Wegesrand, als wir von der Landebahn des Lewa Wildschutzgebietes zum Lewa Safari Camp fahren. Das Muster unterscheidet sich von dem der gewöhnlichen Steppenzebras. Die Streifen enden an der Seite des Bauches, die Unterseite bleibt weiß. Es ist ein Grevyzebra, eine besondere Zebraform, der man nur hier in den nördlichen Tierreservaten Kenias begegnen kann und sonst höchstens noch in Äthiopien. Der Hengst trottet allein über die mit goldbraunem Gras bewachsenen Hügel von Lewa, hinter denen der schneebedeckte Felsgipfel des Mt. Kenya durch die Wolken ragt.

Im Lewa Safari Camp ist der Tisch schon für uns gedeckt mit einem leckeren Lunch-Buffet: frisch gebackenes Pizzabrot mit Olivenöl und Meersalz, diverse Salate und eine leckere Lasagne zeigen den italienischen Einfluss der Küche, den ich sehr zu schätzen weiß. Cheli&Peacock, die Firma der italienischen Safarispezialisten Liz und Stefano Cheli managt dieses Camp. Eigentümer ist allerdings die gemeinnützige Naturschutzorganisation Lewa Wildlife Conservancy. Früher befand sich auf diesem Gelände eine Rinderfarm, bis die Eigentümer Delia und David Craig sich entschlossen, ihr Land für den Schutz des vom Aussterben bedrohten Nashorns zur Verfügung zu stellen. In den Gebäuden der alten Ranch sind heute Restaurant und Lounge des Camps eingerichtet. Die von schattenspendenden Strohdächern überspannten Zeltchalets der Gäste verteilen sich auf einem weitläufigen Gelände drumherum. Neben uns lässt sich noch ein Gruppe Amerikaner das italienische Mittagessen schmecken. Es sind Mitglieder der Fördergesellschaft eines Zoos in den USA, die das Lewa-Naturschutzprojekt regelmäßig mit Spenden unterstützen. Nun wollen sie sich einmal mit eigenen Augen davon überzeugen, wie ihr Geld verwendet wird.

Lewa gilt als Flaggschiff der privaten Naturschutzprojekte in Kenia. Berühmt ist es für seine Erfolge beim Schutz der Nashörner. Aber auch das Flaggschiff wird von der zunehmenden Wilderei nicht verschont. Ein Großteil der Gelder, die durch Spenden oder Touristen eingenommen werden, verschlingt der Sicherheitsapparat. Jedes Reservat, das Nashörner hält, muss in Kenia heutzutage eingezäunt werden und eine schwerbewaffnete Wildhüter-Mannschaft unterhalten.

Lust auf eine solche Safari? Ich berate Sie gern. Marco Penzel, Geschäftsführer Outback Africa Erlebnisreisen.
Telefon: 037437 538811
marco@outback-africa.de

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