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Nyerere Nationalpark (Selous) – Bootssafaris in Tansanias wildem Süden

Elefant im Wasser des Rufiji-River, Nyerere Nationalpark, Südtansania

Nyerere Nationalpark (Selous) – Bootssafaris in Tansanias wildem Süden

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Der Nyerere Nationalpark, viele Jahre als Selous-Wildreservat bekannt, ist Tansanias größter Nationalpark. Auf über 30.000 Quadratkilometern fließt der Rufiji River in weiten Schleifen durch eine kaum berührte Wildnis aus Mopane-Wäldern, Schwemmebenen und Lagunen. Hier sehen Sie Elefanten und Büffel am Wasser, beobachten Krokodile und Flusspferde vom Boot aus und folgen Löwenspuren bei einer Pirschwanderung zu Fuß. Der Süden Tansanias ist wilder, weiter und stiller als der berühmte Norden.

Outback Africa zeigt Ihnen den anderen Süden. Seit 2008 bereisen wir Tansania regelmäßig und wissen, was den Nyerere von der klassischen Nordroute unterscheidet. Bei uns erfahren Sie, warum der Park sich besonders für eine zweite Tansania-Safari eignet oder für Reisende, die Massentourismus von Anfang an meiden möchten. Und warum die kurze Flugverbindung nach Sansibar den Nyerere zur idealen Safari-und-Baden-Kombination macht.

Der Nyerere Nationalpark liegt im Süden Tansanias, etwa 250 Kilometer südlich von Dar es Salaam. Er entstand 2019 aus dem nördlichen, touristisch genutzten Teil des historischen Selous Game Reserve. Der südliche Teil bleibt weiterhin Wildreservat und ist für reguläre Safaris kaum zugänglich. Wenn von Selous-Safaris die Rede ist, meinen Reisende heute fast immer den Nyerere Nationalpark.

Beste Reisezeit für den Nyerere

Abendstimmung im Ruaha Nationalpark, Südtansania

Der Nyerere ist von Juni bis März gut bereisbar. Die Hauptsaison liegt zwischen Juni und Oktober. Es ist Trockenzeit, das Gras steht niedrig, die Tiere konzentrieren sich am Rufiji und seinen Seen. November und Dezember bringen die kleine Regenzeit mit kürzeren Schauern und besonders artenreicher Vogelwelt. Januar und Februar sind oft trocken und ruhig, aber meist heiß und etwas schwül, die Camps weniger ausgebucht.

Im April und Mai herrscht große Regenzeit. Viele Camps im Nyerere schließen in dieser Zeit, weil die Pisten unbefahrbar werden und der Rufiji über die Ufer tritt. Inlandsflüge nach Nyerere und zum Ruaha Nationalpark finden dann nicht statt. Wer in diesen Monaten nach Tansania reist, weicht auf die Nordroute aus, die ganzjährig bereisbar ist.

Unser Tipp: Buchen Sie eine Bootssafari für den späten Nachmittag, wenn die Hitze nachlässt und die Tiere ans Wasser kommen. Das Licht über dem Rufiji ist dann golden, und Sie sehen Elefanten, Flusspferde und große Krokodile aus nächster Nähe.

Safari-Erlebnisse im Nyerere

Ankunft am Mtemere Airstrip, Selous
Eisvogel am Ufer des Rufiji
Elefantenbegegnung auf einer Pirschfahrt im Nyerere Nationalpark, Südtansania
Pirschfahrt am Rufiji-Fluss

Bootssafaris auf dem Rufiji

Der Rufiji ist die Lebensader des Parks. Vom flachen Boot aus beobachten Sie Krokodile, die sich am Ufer sonnen, Elefanten, die zum Trinken kommen, und Flusspferde, die ihre Köpfe über die Wasseroberfläche heben und eindrucksvoll schnauben. Anders als bei einer Pirschfahrt sind Sie fast geräuschlos unterwegs und kommen den Tieren oft recht nah. Bootssafaris dauern etwa zwei bis drei Stunden und werden meist am Vormittag oder am späten Nachmittag angeboten.

Pirschwanderungen

In wenigen Parks Tansanias sind Walking Safaris so verbreitet wie im Nyerere. Mit einem bewaffneten Ranger gehen Sie zu Fuß im Gänsemarsch durch das Buschland, lesen Spuren, lernen Bäume und kleine Tiere kennen, die man vom Auto aus übersieht. Pirschwanderungen sind in der Regel zwei bis drei Stunden lang und am frühen Morgen oder am späten Nachmittag möglich. Sie sind kein Ersatz für die klassische Pirschfahrt, sondern eine völlig andere, hautnahe Erfahrung der Wildnis. Sie tauchen komplett in die Natur ein, ohne Limitierung durch Fenster, ohne störende Motorengeräusche. 

Klassische Pirschfahrten

Auch im offenen Geländewagen sind Sie im Nyerere Nationalpark unterwegs. Die Pirschfahrten sind nach Nationalpark-Regeln auf die Tageslichtstunden (etwa 6 bis 18 Uhr) begrenzt, und die Wege dürfen nicht verlassen werden. 

Tierwelt im Nyerere

Der Nyerere ist Heimat von Elefanten, Büffeln, Löwen, Leoparden, Giraffen und Antilopen aller Art. Eine Besonderheit sind die afrikanischen Wildhunde, die hier in größeren Rudeln leben als in den meisten anderen Parks Tansanias. Wer Glück hat, sieht ein Rudel auf der Jagd. Spitzmaulnashörner gibt es im Nyerere nicht mehr, dafür ist die Vogelwelt am Rufiji River außergewöhnlich artenreich. Über 440 Vogelarten wurden im Park dokumentiert, darunter seltene Arten wie der Rosenkopf-Sittich und die Pel-Fischeule.

Insider-Tipp für Nyerere
Wenn Sie eine Lodge oder ein Camp wählen, das einen Sleep-Out anbietet, unbedingt machen! Ein Sleep-out (oft auch Fly Camping genannt) gehört zu den ursprünglichsten Safari-Erlebnissen überhaupt. Im Nyerere Nationalpark verbringt man die Nacht nicht in der Lodge selbst, sondern in einem kleinen, provisorischen Buschcamp mitten in der Wildnis – mit minimalem Komfort, aber maximalem Naturerlebnis. Der Ablauf ist je nach Anbieter ähnlich:

  • Nachmittags Pirschfahrt oder Wanderung zu einem abgelegenen Platz im Busch. 
  • Ankunft im kleinen Fly Camp, das vom Team bereits vorbereitet wurde. 
  • Sundowner am Lagerfeuer. 
  • Frisch zubereitetes Abendessen. 
  • Übernachtung entweder in einem einfachen Moskitonetz auf einer erhöhten Schlafplattform unter freiem Himmel oder in einem kleinen Safarizelt (je nach Camp und Wunsch). 

Unsere Reisen mit Nyerere und Selous

Südtansania-Flugsafari exklusiv

Luxus-Flugsafari in Südtansania

Tansania-Flugsafari Ruaha

Klassische Süd-Flugsafari

Gern erstellen wir Ihnen ein maßgeschneidertes Angebot nach Ihren Wünschen → Beratungstermin vereinbaren

Lodges & Camps im Nyerere

Die Auswahl reicht von einfachen Tented Camps mit Blick auf den Rufiji bis zu sehr exklusiven Lodges, die die Stille und Abgeschiedenheit des Parks zum Konzept gemacht haben. Wir haben die meisten Häuser selbst besucht und beraten Sie gern, welcher Stil zu Ihrer Reise passt.

Rufiji River Camp

Klassisches Tented Camp am Rufiji

Laba Siwandu

Exklusives Camp im Nyerere Nationalpark

Sand Rivers Selous

Komfortables Camp direkt am Fluss

Safari & Baden: Nyerere und die Inseln

Der Nyerere ist die ideale Safari-Hälfte für eine Tansania-Reise mit Strand. Von den Airstrips im Park erreichen Sie Sansibar in etwa 45 Minuten Flugzeit. Damit ist der Süden Tansanias näher an der Insel als die Serengeti im Norden, von wo der Flug deutlich länger dauert.

Safari im Süden, dann Sansibar

Vier bis fünf Nächte auf Sansibar sind nach den Safari-Tagen ideal. Genug Zeit zum Entspannen, aber auch für einen Ausflug nach Stone Town oder eine Gewürztour. Die Insel ist gut ausgebaut, bietet Hotels in jeder Kategorie und ist mit kurzen Flügen unkompliziert vom Nyerere aus zu erreichen.

Mafia Island als ruhigere Alternative

Wer eine ruhigere Insel sucht, fliegt stattdessen nach Mafia Island. Die kleinere Schwester Sansibars liegt noch näher am Nyerere und gehört zu den besten Schnorchel- und Tauchrevieren Ostafrikas. Walhaie sind dort von Oktober bis März regelmäßig zu sehen. Mafia ist deutlich weniger entwickelt als Sansibar und hat den Charakter einer abgelegenen Inselwelt bewahrt. 
Nicht nur die Geografie passt: Auch die ruhige, abgelegene Atmosphäre des Nyerere harmoniert besser mit den Inseln als die beliebte Nordroute. Wer in Stille reisen möchte, findet im Süden plus Insel die stimmigste Kombination.
→ Alle Safari & Baden Kombinationen ansehen

Klassische Kombinationen

Der Nyerere lässt sich auf mehreren Wegen kombinieren.

  • Nyerere und Sansibar: Safari und Baden mit kurzem Flug → Sansibar
  • Nyerere und Mafia Island: ruhigere Variante, interessant für Taucher
  • Nyerere und Ruaha: zwei Süd-Parks für eine intensive Wildnis-Reise – mit Unterkünften der guten Mittelklasse  Tansania-Flugsafari Ruaha
  • Nyerere und Ruaha: zwei Süd-Parks für eine intensive Wildnis-Reise – mit exklusiven Unterkünften  Südtansania-Flugsafari exklusiv
  • Nyerere und Nordroute: für Reisende mit längerer Reisedauer, die alles erleben möchten

Unsere Erlebnisse im Nyerere

Das sagen unsere Kunden

Ulrike Bunnemann


18.11.2025

Am letzten Abend haben sich gefühlt alle Tiere auf einer Ebene versammelt: eine "Pumba Familie" flitzte hin und her, Elefanten liefen kauend an unserem Jeep vorbei, die kleinen Elefanten schlenkerten hinterher, in der Ferne Zebras, Impalas und Giraffen beäugten uns von oben. Alle grasten friedlich unter den wunderschönen, großen Bäumen, ... das war ein magischer Moment in der Abendsonne. In der untergehenden Sonne stellte sich dann noch ein Elefant mit einem Jungen dekorativ unter einen Baum, ein letztes schönes Foto.
Südtansania-Flugsafari exklusiv
Renate Kausen und Maik Riede


05.09.2025

In Siwandu kam ein großer Elefantenbulle so nahe, dass er mit Stoßzähnen und Rüssel das Auto berührt hat und dann ganz ruhig und gelassen am Auto entlangging und verschwand. Es war ein besonderes Erlebnis, ein so wundervolles Tier so nah zu sehen.
Südtansania-Flugsafari exklusiv
Bernd und Ursula Saller


02.12.2024

Wir sahen in jedem Nationalpark Löwen, außerdem viele Giraffen und viele Vögel. Das Highlight war eine Leopardin im Baum, die direkt vor unserem Jeep im Dickicht verschwand und ein großes Wildhundrudel im Ruaha. Die Landschaften im Ruaha und im Nyerere sind überwältigend.
Tansania-Flugsafari Ruaha

Praktische Informationen

Wasserböcke im Selous Wildreservat
Bootsfahrt auf dem Rufiji-Fluss
Wildhunde im Selous Wildreservat

Wie kommt man hin?

Per Flug: Die übliche und empfehlenswerte Anreise. Von Dar es Salaam oder von Sansibar aus erreichen Sie die Airstrips im Park in etwa 45 Minuten. Auch von Arusha oder anderen tansanischen Städten gibt es Flüge nach Nyerere. Die meisten Lodges holen Sie am Airstrip ab. Die wichtigsten Airstrips heißen Mtemere, Kiba und Siwandu. 

Über Land: Von Dar es Salaam aus dauert die Fahrt etwa sechs bis acht Stunden, je nach Pistenzustand und Ziel. Die meisten Gäste fliegen ein, weil die Anreise über Land einen ganzen Reisetag kostet.

Wie viele Tage einplanen?

Mindestens drei Nächte für eine sinnvolle Mischung aus Bootssafari, Pirschwanderung und klassischer Pirschfahrt. Vier bis fünf Nächte sind komfortabler, weil Sie dann mehr Ruhe haben und nicht jeden Tag mehrere Aktivitäten unterbringen müssen.

Was kostet ein Tag im Nyerere?

Die Eintrittsgebühren liegen bei etwa 70 USD pro Person und Tag. Hinzu kommen Übernachtung mit Vollpension und Aktivitäten. Die Tagespreise im Nyerere reichen von etwa 500 Euro pro Person in einfachen Camps bis zu 1.500 Euro in den Luxus-Lodges. Neben den klassischen Pirschfahrten sind Bootssafaris und Walking Safaris in den meisten Camps inklusive.

Häufige Fragen zum Nyerere und Selous

Bis 2019 war das gesamte Gebiet unter dem Namen Selous-Wildreservat (Selous Game Reserve) bekannt. Der nördliche, touristisch genutzte Teil wurde dann zum Nyerere Nationalpark erklärt. Der südliche Teil bleibt Selous Game Reserve. Wenn heute von Selous-Safaris die Rede ist, ist fast immer der Nyerere gemeint.

Von Juni bis Oktober ist Hauptsaison mit den besten Sichtungen am Rufiji. November bis März bieten gute Tierbeobachtungen und mehr Vogelarten. Von Ende März bis Mai sind viele Camps geschlossen, die Inlandsflüge sind ausgesetzt.

Beide Regionen haben ihre Stärken. Der Norden ist berühmter, einfacher zu kombinieren und bietet die Große Tierwanderung (Great Migration). Der Süden ist wilder, weniger touristisch und ermöglicht Bootssafaris und Pirschwanderungen, die im Norden in dieser Form nicht möglich sind. Wer schon einmal in Tansania war oder Massentourismus meiden möchte, ist im Nyerere richtig.

Mindestens drei Nächte, ideal sind vier bis fünf. So können Sie alle Aktivitäten in Ruhe erleben.

Ja, sogar sehr einfach und schnell. Der Flug von den Park-Airstrips nach Sansibar dauert nur etwa 45 Minuten und macht den Süden zur ersten Wahl für Safari-und-Baden-Reisen.

Vier von fünf: Elefant, Büffel, Löwe, Leopard. Spitzmaulnashörner gibt es im Nyerere nicht mehr. Wer alle fünf sehen möchte, kombiniert mit dem Ngorongoro-Krater im Norden oder mit dem Mkomazi Nationalpark an der Grenze zu Kenia.

Warum mit Outback Africa reisen?

Löwinnen bei einer Mahlzeit im Ruaha Nationalpark, Südtansania

Wir bereisen Tansania seit 2008 und kennen den Süden mindestens so gut wie den Norden. Wir wissen, welche Camps am Rufiji die besten Bootssafaris bieten, welche Lodges sich für Walking-Fans eignen und wie sich Nyerere und Sansibar oder Mafia Island optimal kombinieren lassen. Gemeinsam finden wir heraus, ob eine reine Süd-Safari, eine Süd-Nord-Kombination oder eine Safari-und-Baden-Reise am besten zu Ihnen passt.

Weitere tolle Destinationen

Sansibar – Traumstrände und Gewürzduft nach der Safari

Lake Manyara – Baumlöwen und Flamingos am Soda-See Tansanias

Ngorongoro – Safari im erloschenen Vulkankrater

Arusha und der Arusha Nationalpark – Tor zur Nordroute Tansanias und Heimat des Mount Meru

Tarangire – Elefantenherden und Baobabs in Tansanias Norden

Serengeti - Das Herzstück jeder Safari im Norden Tansanias

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Osten oder Süden Afrikas? Camping oder Lodge? Finden Sie in 6 Schritten heraus, welche Safari zu Ihnen passt:

Reiseart wählen

Von Lagerfeuerromantik bis Luxushotel: Bei Outback Africa bestimmen Sie, wie Sie Afrika erleben:

Über uns

Outback Africa wurde gegründet, weil wir unsere Begeisterung für Afrika-Safaris mit soviel Menschen wie möglich teilen wollen.

Safari Rustikal

Abenteuerliche Kleingruppenreisen. Oft mit Zelt, Schlafsack und gemeinsamem Kochen am Lagerfeuer. Natur hautnah.

Safari Komfortabel

Hotels, feste Lodges oder große Hauszelte – Sie wohnen immer bequem, mit Restaurant und Bar und teils Swimmingpool.

Safari Individuell

Diese Reisen werden für Sie maßgeschneidert. Entweder haben Sie Ihren eigenen Fahrer oder Sie fliegen zu kleinen Lodges und Camps.

Safari und Baden

Kombinieren Sie intensive Tierbeobachtungen in Ostafrikas Nationalparks mit einem erholsamen Strandurlaub.