Pack for a Purpose - Mit Freigepäck helfen

von Susanne Schlesinger

Das Gewicht Ihrer Reisetasche soll 15 Kilogramm nicht überschreiten...

So steht es in vielen unserer Reisehinweise und Ausrüstungslisten für unsere Safarireisen. In den Fahrzeugen und noch mehr in Kleinflugzeugen ist das Gepäck beschränkt. Die meisten unserer Kunden halten sich auch daran.

Die Fluggesellschaften erlauben jedoch die Mitnahme von 20 Kilogramm (Condor) bis 46 Kilogramm (KLM) pro Person. Die  nicht genutzten Freigepäck-Kilos könnte man einfach ignorieren - die Fluggesellschaft freut sich, denn sie spart Kerosin oder kann noch etwas mehr Fracht transportieren.

Es gibt aber auch eine Möglichkeit, mit den überflüssigen Kilos Gutes zu tun (leider nur beim Freigepäck und nicht beim Körpergewicht). Seit einiger Zeit gibt es die englischsprachige Website "Pack for a Purpose" - Small space. Little effort. Big impact. Übersetzt bedeutet das: Packen für einen guten Zweck - kleiner Raum, wenig Aufwand, große Wirkung

So funktioniert Pack for a Purpose

Sie nutzen Ihren Spielraum beim Freigepäck, indem Sie auf der Website von Pack for a Purpose Ihr Reiseland und Reiseziel suchen. Ist Ihre Lodge oder Ihr Reiseanbieter aufgelistet, können Sie konkret erfahren, was vor Ort benötigt wird. Sie bringen die Sachen mit und geben sie direkt vor Ort zu Beginn der Reise ab, entweder in der Lodge, beim Reiseleiter oder auch persönlich beim Hilfsprojekt. 

Mittlerweile gehört es für viele Unterkünfte oder Safariveranstalter ganz selbstverständlich dazu, ein oder mehrere soziale Projekte zu unterstützen. Es gibt eine große Auswahl an Hilfsprojekten auf der Website. Viele unserer Partner machen bereits mit. Zum Beispiel unterstützt  African View Lodges in Tansania das Usa River Rehabilitation Center und ein örtliches Tierheim.

Unser botswanischer Partner Bush Ways Mobiles hilft einem mobilen Krankenhaus, einer Schule und einem Fußballprojekt.

Auch in Sambia, Simbabwe, Uganda, Malawi, Namibia und Kenia organisieren Lodges und Safarifirmen die Weitergabe der Spenden.

In Südafrika sind viele Lodges aufgelistet, die Sie eventuell bei Ihrer Mietwagenreise ansteuern. Natürlich könnten Sie auch Geld spenden. Jedoch sind die aufgelisteten Dinge in den Ländern oft nur schwer oder sehr teuer erhältlich. Bei uns in Deutschland dagegen sehr billig überall zu erwerben. Das Mitnehmen macht also Sinn.

Womit Sie immer eine Freude machen

Sollte ihr Reiseziel nicht aufgelistet sein, dann können Sie trotzdem mit kleinen Dingen wie Bleistiften, Buntstiften, Kugelschreibern, Fuß- und Tennisbällen oder Frisbees, Heften oder auch gut erhaltenen gebrauchten Schuhen immer eine Freude machen. Auch Zahnbürsten und Zahnpasta sind sinnvoll. Nicht zu empfehlen sind Süßigkeiten und Luftballons. Viele der Kinder können sich die Zähne nicht regelmäßig putzen und bekommen Karies. Luftballons gehen schnell kaputt und sind für kleine Kinder gefährlich.

Packen Sie also bei Ihrer nächsten Reise noch etwas für den guten Zweck mit ein und unterstützen Sie mit kleinem Aufwand ein Hilfsprojekt!

Weitere Informationen gibt es auf der Website von Pack for a Purpose. und einen Bericht zum Besuch im Usa River Rehabilitation Center, Tansania.

Und noch ein wichtiger Hinweis: Die Mitnahme von Spenden erhöht nicht automatisch das Freigepäck. Es gelten immer die Bestimmungen, die auf Ihrem Ticket stehen (bei mehreren Flügen die ungünstigste Gepäckmenge). Die Safaripartner haben darauf keinen Einfluss. Bei großen Spendenmengen sollten Sie mit der Fluggesellschaft direkt sprechen, manchmal gibt es Möglichkeiten (meist aber nur über gemeinnützige Vereine).

ein Kommentar

Petra Mäder-Böttger

16.09.2016 um 09:49

Wir nehmen seit vielen Jahren auf unseren Afrikareisen Zahnbürsten und Zahnpastas mit und verteilen diese an Kinder. So kann man den nicht genutzten Stauraum im Gepäck sinnvoll nutzen und man tut noch etwas Gutes.