Selous Mivumo River Lodge - Reisebericht Südtansania (11)

von Svenja Penzel


Anfahrt zur Selous Mivumo LodgeWeitab von anderen Lodges liegt die Selous Mivumo River Lodge am Hang hoch über dem Rufiji, der hier durch eine Schlucht fließt. Das ist nun die dritte Luxuslodge heute, und wieder ist sie ganz anders als die anderen. Eigentlich ist sie das totale Gegenteil von Sand Rivers. Brandneu, gerade erst eröffnet, sehr gepflegt, alles vom Feinsten. Mivumo River Lodge © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen
Sonnendeck und Pool der Selous Mivumo Lodge oberhalb des Rufiji RiverDie 12 Zimmer sind in dunklem Holz gehalten und reihen sich am Hang aneinander, jedes mit Holzbrücken und -stegen, gesichert mit Geländern, mit dem Hauptgebäude verbunden. Erstmalig auf dieser Reise erlebe ich eine Lodge, in der die Zimmer komplett zu verschließen sind. Große Glasfronten zum Fluss hin, eine Glastür führt zur Aussichtsterrasse mit herrlichem Blick auf den Fluss, nebenan das Badezimmer mit großer Badewanne, ebenfalls mit Glasfassade – hineinschauen kann hier am Hang niemand. Mivumo River Lodge © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen
Wohnzimmer der Selous Mivumo River LodgeDie Zimmer sind klimatisiert. Im geräumigen Wohnzimmer steht in einer Ecke ein ausladendes Doppelbett, an der Fensterfront zum Fluss hin ist eine schön gestaltete Sitzecke mit Fernseher und modernem Flachbildschirm. Auf dem Aussichtsdeck mit eigenem kleinen Pool (oder eher einer großen Außenbadewanne) stehen Liegestühle und ein Sonnenschirm. Mivumo River Lodge © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen
Relaxen innen und außen – die Lodge bietet viel Komfort und PrivatsphäreMivumo River Lodge © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen
Badewanne mit Aussicht zum Rufiji RiverAlle zwölf Zimmer sind identisch eingerichtet. Das große Hauptgebäude, ebenfalls in dunklem Holz und mit edlem Ambiente, liegt am tiefsten, etwa 20 Meter über dem Rufiji. Hier gibt es eine größere Aussichtsterrasse mit Liegestühlen, Sonnenschirmen und einen schönen Pool, in dem man auch schwimmen kann, außerdem die Lounge, das Restaurant und die Bar. Mivumo River Lodge © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen
Die Lounge der Selous Mivumo River LodgeDer Manager Charles, ein Schwarzer, hat vorher die Serena Lodge am Lake Manyara geleitet. Auch Selous Mivumo gehört zur Serena-Kette, ist jedoch nicht mit den großen Serena-Lodges in der Serengeti oder am Ngorongoro-Krater zu vergleichen. Das hier ist Busch-Luxus für eine kleine Zahl an gut betuchten Gästen, die nicht auf die Annehmlichkeiten der Zivilisation verzichten möchten. Ich persönlich würde eine Zeltlodge oder eine wenigstens halboffene gemauerte Lodge vorziehen, und ich brauche weder Klimaanlage noch Fernseher, aber das Konzept von Selous Mivumo ist durchaus interessant. Es spricht sicherlich solche Kunden an, die Selous als Anschlussprogramm an eine Nordserengeti-Safari mit Serena Lodges oder mit Kempinski-Hotels besuchen möchten. Auf den Pirschfahrten muss man jedoch erst eine Weile fahren, bis man in die tierreichen Ebenen gelangt, denn am Hang des Rufiji mit seiner dichten Vegetation sieht man kaum Wild. Dafür hat man den Bootsanleger gleich vor der Tür und kann die Tierwelt bequem vom Fluss aus erleben. Die Sonne steht schon tief, als wir weiterfahren, und wir müssen fast den ganzen Weg zurück und dann noch weiter bis in den Osten von Selous. Ich bin müde, die schlechten Pisten nerven, ich schaukle auf meinem Sitz hin und her, schließe auch mal die Augen. Plötzlich stoppt Philippo abrupt den Wagen. Im Nu bin ich aufgesprungen und stehe vorn am offenen Hubdach. Vor uns ist ein Rudel Wildhunde. WILD DOGS! Meine ersten!! Sie umkreisen hechelnd und hohe Pfeiftöne ausstoßend eine kleine Herde Gnus, wohl im Versuch, diese auseinander zu treiben und ein einzelnes Tier auszusondern. Es gelingt ihnen auch in mehreren Anläufen nicht. Selous Wildreservat © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen
Wildhunde und Gnus, Selous Game ReserveDrei Tiere stehen abseits, eins davon ziemlich dick. Es muss das trächtige Weibchen sein. Philippo erklärt mir, dass die anderen zwei Tiere dazu abgestellt sind, es zu bewachen und zu beschützen. Schweren Herzens reißen wir uns von der Szene los, denn die Sonne sinkt und wir haben noch eine Stunde zu fahren.Alle Teile des Berichtes hier in der Übersicht:

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