Rufiji River Camp, Selous-Wildreservat - Reisebericht Südtansania (12)

von Svenja Penzel


Neil und das neue Restaurant des Rufiji River Camps. Es soll im Herbst 2010 fertig sein. Ich wusste zwar, dass im Rufiji River Camp neue Zelte gebaut werden, war aber davon ausgegangen, dass diese längst genutzt werden. Fehlanzeige. Noch ist kein einziges neues Zelt fertig. Ich schlafe also in einem der alten. Und merke deutlich, dass hier Renovierungsbedarf besteht. Die Zelte sind klein, eng und etwas abgewohnt. Rufiji River Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen
Statt Doppelbetten gibt es zwei einzelne Betten an den Seitenwändendes Zeltes, dazwischen einen schmalen Durchgang. Rufiji River Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa ErlebnisreisenGemauertes Badezimmer im hinteren Teil des ZeltesDas Interieur ist verschlissen. Beim Zuziehen eines der Vorhänge halte ich ihn auf einmal in der Hand. Im hinteren Teil ist ein Badezimmer, in dem der Duschkopf so verstopft ist, dass das Wasser nur tröpfelt. Da es keinen Duschvorhang gibt, ist hinterher der ganze Boden nass. Abgesehen davon ist das Bad OK, auch die Betten sind in Ordnung und haben gute Matratzen, wie ich später feststelle. Ich habe wohl heute einfach schon zu viele Luxuscamps gesehen und bin entsprechend verwöhnt. Rufiji River Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen
Die alten Zelte des Rufiji River Camps stehen sehr nah aneinander.Die Zelte stehen am Ufer des Flusses, aber die Vegetation ermöglicht nicht von jedem Zelt einen freien Blick aufs Wasser. Den kann man dafür wunderbar vom Hauptgebäude aus genießen. Als ich frisch geduscht aus meinem Zelt trete, ist die Sonne schon untergegangen und der Himmel jenseits des Flusses ganz rot. Die Stimmung am Rufiji ist wunderschön, und ich erwache zu neuem Leben. Rufiji River Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen
Abendstimmung am Rufiji River Camp, SelousNeil serviert einen Gin&Tonic und setzt sich zu mir auf eine der Bänke direkt an der Uferböschung. Wir schauen auf den breiten Fluss, sehen die Hippos, hören ihr Grunzen. Auch dieses Camp ist sehr schön gelegen, und immerhin innerhalb des Parks. Neil erzählt, dass sie hier mit allem in Verzug sind. Baumaterial wurde nicht rechtzeitig geliefert oder war wochenlang gar nicht zu beschaffen, wichtige Teile aus Südafrika fehlen noch, die Bauarbeiten gehen schleppend voran. Das alles bei laufendem Betrieb. Doch die ersten sechs neuen Zelte stünden kurz vor ihrer Fertigstellung. Ich bin auf den nächsten Morgen gespannt, auf den Rundgang durch die ganze Anlage bei Licht. Doch zunächst genieße ich im alten Restaurant ein feines Drei-Gänge-Menü. Kochen können sie hier tatsächlich sehr gut. Rufiji River Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen
Altes Restaurant und Bar im Rufiji River CampStrom gibt es hier nur von 18 bis 22 Uhr am Abend und von 7 bis 10 Uhr am Morgen. Und es gibt auch wieder Handy-Empfang. Während ich später im Zelt nach Tagen endlich wieder kurz mit Marco telefoniere, geht das Licht aus. Zum Glück liegt meine Taschenlampe bereit. 21.06.2010Am Morgen erwartet mich Neil noch vor dem Frühstück und führt mich durch das ganze Camp. Nun sehe ich auch die Rezeption und den Pool. Jenseits des alten Restaurants entstehen sechs neue Zelte auf großen Holzplattformen unter Reetdach am Flussufer. Man kann schon recht gut erkennen, wie sie einmal aussehen werden – kein Vergleich mit den alten Zelten. Rufiji River Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen
Eins der neuen Zelte des Rufiji River Camps, noch im Bau.Hier gibt es richtig viel Platz, sowohl im Innen- als auch im Außenbereich, und die Zelte stehen deutlich weiter auseinander. Die Bäder sind gemauert und es gibt neue schöne Doppelbetten und viel Platz für Aufbettung. Hier passen Familien mit zwei Kindern rein. Neil sagt, die ersten drei neuen Zelte werden binnen zwei Wochen bezugsfertig sein. Ich kann es kaum glauben, bekomme es aber nach meiner Rückkehr nach Deutschland bestätigt. Anstelle der alten, jetzt noch genutzten Zelte werden anschließend zehn neue gebaut. Auch das bei laufendem Betrieb. Bei den Bauarbeiten kommt ja kein schweres Gerät zum Einsatz. Das Hämmern und Klopfen wird nach Möglichkeit auf die Zeiten verlagert, zu denen die meisten Gäste draußen im Park auf Pirsch sind. Zu den dann 16 Zelten kommen in einem dritten Bauabschnitt noch vier weitere, die ein Stück entfernt stehen – eine Art Satellitencamp, das von Gruppen auch exklusiv gebucht werden kann. Ich kann erahnen, dass das Rufiji River Camp sehr schön sein wird, wenn es fertig ist, nur wird das noch einige Monate dauern. Einen ungünstigeren Zeitraum für meinen Besuch hätte ich mir wohl kaum aussuchen können. Rufiji River Camp © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen
Offener Allradwagen für Pirschfahrten im Selous-WildreservatDas Camp hat sechs offene Wagen für Pirschfahrten, in denen je nach Fahrzeugtyp und Saison maximal sechs bis neun Gäste sitzen, dazu drei Boote. Gegen Aufpreis von etwa 200 Dollar pro Tag und Wagen kann man auch private Pirschfahrten buchen. Zudem werden Pirschwanderungen angeboten. Also auch hier das volle Programm. Das ist schon ein großer Vorteil in Selous gegenüber den anderen Parks – man kann die Natur und Tierwelt auf vielfältige Weise kennenlernen und muss nicht immer nur im Auto sitzen. Nach dem Frühstück holt Philippo mich ab. Er wurde in der Nacht ausquartiert, da die Staff Quarters wegen der vielen Arbeiter überbelegt sind. Er musste die Nacht außerhalb des Parks in der Herberge eines kleinen Dorfes verbringen. Doch wie immer ist er gut gelaunt und erzählt, dass er wieder Freunde getroffen hat. Philippo kennt wirklich in jedem Ort und jedem Camp Leute. Ich glaube, er ist immer ganz froh, wenn wir uns abends verabschieden und er in den Staff Quarters abschalten, Freunde treffen und Suaheli sprechen kann.--Ein Safari-Angebot mit dem Rufiji River Camp finden Sie hier.Alle Teile des Berichtes hier in der Übersicht:

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