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Ras Kutani am Indischen Ozean - Reisebericht Südtansania (17)

Blick von Ras Kutani auf die Lagune, den Strand und das MeerDas Meer ist warm, ich schätze 26 bis 28 Grad, es ist herrlich und ich mag gar nicht wieder herauskommen. Sanfte Wellen schaukeln mich auf und ab, am Horizont ziehen Fischerboote vorbei. Am Strand kaum ein Mensch. Ich finde wunderschöne große Muschelschalen. Der Hauptbereich von Ras Kutani ist offen, hell und freundlich gestaltet. Ein Meer- und Fisch-Thema zieht sich auch durch das Dekor. Gemütliche Sitzecken mit blauen und weißen Kissen laden zum Verweilen ein, im offenen Restaurant stehen schön gearbeitete Tische und Stühle aus Holz, die Rückenlehnen der Stühle sind mit Tauwerk verziert. Alles ist durchdacht und ansprechend. 
Einladende Sitzecke mit vielen Kissen
Pool von Ras Kutani
Offenes RestaurantDas zentrale Thema in Ras Kutani ist Bast und Stroh. Alle Häuser haben Dächer aus Palmgras. Die Gäste-Cottages sind mit Bastmatten ausgelegt. Es steht eine Strandtasche aus Bast bereit, auf dem Bett liegt ein Strohhut, den die Gäste während ihres Aufenthalts benutzen dürfen. Alles ist sehr offen und luftig, aber nicht edel. Hier passt der Ausdruck „Robinson Crusoe chic“. Dementsprechend läuft man hier überwiegend barfuß. Sandige Wege verbinden die Cottages mit dem Hauptgebäude. Bevor man den Sand ständig aus den Schuhen schüttelt, kann man sie auch gleich ausgezogen lassen – und erst bei der Abreise wieder anziehen. Auch Mark, der Manager, läuft barfuß. An den Stufen, die zu den Cottages und zum Hauptgebäude hinauf führen, stehen kleine Wasserbecken, um sich den Sand von den Füßen zu spülen. 
Strohhut mit Willkommensgruß auf meinem Bett
Blick in mein Cottage…
…und aus meinem Cottage nach draußen. Meine Terrasse bietet einen schönen Blick auf die Lagune, den ich von einem gemütlichen Kanapee voller bunter Kissen genießen kann. Alles hier ist groß. Ich schreite den Innenraum meines Cottages ab, etwa 7 x 9 Meter. Dazu die Terrasse und hinten das Bad. So viel Platz ist schön. Auch das Badezimmer gefällt mir sehr, es ist so unkonventionell und farbenfroh. 
Badezimmer meines Cottages in Ras Kutani
Kunstvolle Dach- und Wandkonstruktion aus Holz, Stroh und TauwerkEs gibt acht Standard-Cottages, vier Suiten und ein Familienhaus. Die Standard-Cottages stehen entlang der Lagune und des Strandes, die anderen ein Stück höher am Hang. Alle haben Meerblick. 
Blick auf Ras Kutani vom Strand ausDas Timing meines Besuchs ist perfekt. Gerade heute sollen kleine Schildkröten schlüpfen. Am Strand ist ein Netz über mehrere Gelege gespannt und fest im Boden verankert, damit keine Raubtiere die Eier stehlen. Gegen 16 Uhr versammeln sich die Gäste und das Team der Lodge. Ein Mitarbeiter des Schildkrötenprojekts öffnet das Netz und entfernt vorsichtig den Sand über einem der Gelege Die kleinen Schildkröten scheinen auf dieses Signal nur gewartet zu haben. Nach kurzer Zeit kommen sie heraus, eine nach der anderen, eine nicht enden wollende Kette, insgesamt über 150 Tiere. Wie ferngesteuert krabbeln sie dem Meer entgegen, während die Gäste Spalier stehen. Einige rennen nur wenige Meter von meinen Füßen entfernt vorbei. Ein beeindruckendes, rührendes Erlebnis – und ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz, denn ohne diese Betreuung und diese „Geburtshilfe“ würden viele Gelege zerstört oder die kleinen Schildkröten auf dem Weg ins Meer von Feinden aufgefressen. Als die letzten Tiere im Meer verschwunden sind, schauen wir ihnen noch eine ganze Weile nach. Hoffentlich kommen viele von ihnen als erwachsene Tiere wieder zurück an diesen Strand, um ihre Eier abzulegen. 
Das Schildkrötennetz wird gelüftet, die Geburtsstunde naht
Da kommen sie!
Mühsam durch den Sand...
...und schnell zum Meer.
Gleich ist es geschafft. Als es dämmert, treffen sich die Gäste in der Strandbar auf einen Cocktail auf Kosten des Hauses. Im Rücken ein gemütliches Kissen, die nackten Füße im Sand, komme ich ins Gespräch mit den anderen. Eine interessante Mischung netter Menschen, die teils von weither kommen, teils nur auf Kurztrip von Dar es Salaam sind. Auch eine Familie mit Kindern ist dabei. Sie haben das Familienhaus gebucht, das ganz oben auf dem Hügel liegt und aus zwei verbundenen Häusern mit gemeinsamem halboffenen Wohnbereich besteht. Dieses Haus ist zwar relativ weit weg vom Strand, bietet aber den allerschönsten Blick. Später beim Abendessen im Restaurant lädt mich Mark, der junge südafrikanische Manager, an seinen Tisch ein. Er ist noch nicht lange in Ras Kutani, hat aber schon viele neue Ideen und ist sehr motiviert. Wir lassen uns den Linefish im Teigmantel schmecken. Zurück in meinem Cottage ist das Moskitonetz um das Bett herum heruntergelassen. Wie überall auf dieser Reise fühle ich mich total sicher und lasse die Flügeltüren weit offen stehen. Ich schlafe in dieser Nacht wie ein Stein. 
Mein Bett in Ras Kutani22.06.2010Am Morgen fliegen zwei Gäste vom nahen Airstrip sehr früh aus, zwei anderen kommen an, ich höre kein Flugzeug und keine Vögel und keine Affen. Noch im Schlafanzug trinke ich auf meiner Terrasse in der Morgensonne meinen Chai. Diesen Sansibar-Gewürztee kochen sie hier extra für mich – ein toller Service. Nach dem Frühstück zeigt mir Mark die Suiten. Sie sind noch größer als die Cottages, liegen etwas höher am Hang und bieten viel Privatsphäre. Jede Suite hat einen eigenen kleinen Pool und einen „Mini-Strand“ mit Liegestühlen. Das Bad ist hier separat und mit einer Tür zu schließen. In den Suiten wurde nicht so viel Bast verarbeitet, aber die Konstruktionen sind ähnlich offen und luftig wie in den Cottages, nur dass die Fenster hier durchgehend mit Moskito-Gaze versehen sind. Die Suiten sind sicherlich sehr schön für Honeymooner. Eigentlich brauchen sich diese – mal abgesehen von den Restaurant-Mahlzeiten – überhaupt nicht aus ihrer Suite zu bewegen. 
Suite in Ras Kutani
Kosmetik-Tisch in der Suite
Privater kleiner Pool und Strand einer SuiteMeine Reise geht zu Ende. Ras Kutani ist ein würdiger Abschluss, ich wäre gern länger geblieben. Dieses hübsche, sympathische Strandresort kann ich wärmstens empfehlen. Es muss nicht immer Sansibar sein! Alle Teile des Berichtes hier in der Übersicht:
- Von Dar es Salaam nach Mikumi – Reisebericht Südtansania (1)
- Stanley´s Kopje und Vuma Hills in Mikumi – Reisebericht Südtansania (2)
- Von Mikumi nach Ruaha – Reisebericht Südtansania (3)
- Jongomero Camp, Ruaha-Nationalpark – Reisebericht Südtansania (4)
- Mwagusi River Camp, Ruaha-Nationalpark – Reisebericht Südtansania (5)
- Ruaha River Lodge, Ruaha-Nationalpark – Reisebericht Südtansania (6)
- Von Ruaha nach Selous – Reisebericht Südtansania (7)
- Selous Safari Camp, Selous Wildreservat – Reisebericht Südtansania (8)
- Beho Beho, Selous Game Reserve – Reisebericht Südtansania (9)
- Sand Rivers Selous, Selous Game Reserve – Reisebericht Südtansania (10)
- Selous Mivumo River Lodge – Reisebericht Südtansania (11)
- Rufiji River Camp, Selous-Wildreservat – Reisebericht Südtansania (12)
- Selous Mbega Camp, am Selous-Wildreservat – Reisebericht Südtansania (13)
- Selous Wilderness Camp, am Selous Reservat – Reisebericht Südtansania (14)
- Lazy Lagoon Island, Indischer Ozean – Reisebericht Südtansania (15)
- Amani Beach Hotel am Indischen Ozean – Reisebericht Südtansania (16)
- Ras Kutani am Indischen Ozean – Reisebericht Südtansania (17)


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