Zurück nach Watamu ins Temple Point Resort

von Susanne Schlesinger

Die Nacht war kurz, denn wie überall gilt auch hier die goldene Pirschfahrtregel: „Zeitiges Losfahren verspricht die besten Tiersichtungen“. Wir haben unser kleines Gepäck schnell wieder verstaut. Direkt vor den Zelten weiden an diesem Morgen die Impalas und lassen sich durch uns kaum stören. Im Morgenlicht sehen die eleganten Antilopen mit den wunderschönen großen Augen und dem markanten "M" am Hinterteil besonders hübsch aus. Beim Frühstück erwartet uns eine Überraschung: Der Koch hat auf unseren speziellen Wunsch seine legendäre Bananen-Tarte noch einmal aufs Büffet gestellt und sogar das Rezept in ungelenkem Englisch auf einen Zettel geschrieben.

Morgenpirschfahrt in Tsavo

Der Morgen beginnt vielversprechend. Über Funk erfährt Paul, unser Fahrer, dass ein Löwe gesichtet wurde und rast zu der entsprechenden Stelle. Wir haben Glück, der Löwe hat es nicht eilig und streift fotogen durch das hohe Gras. Leider kommt er nicht nahe genug, um genau sehen zu können, ob er noch jung ist oder bereits ausgewachsen und einer der legendären „Man Eater“-Löwen, die keine Mähne haben. Nach einer weiteren Büffelherde, die brüllend hinter unserem Fahrzeug den Weg überquert, sehen wir noch mehrere Elefanten, die mit der staubfeinen Erde des Tsavo schön rot gepudert sind. Die Zeit verfliegt nur so bei den Tierbeobachtungen und wir müssen uns sputen, denn unser Ticket für den Nationalpark gilt nur für 24 Stunden und am Gate nimmt man es sehr genau.

Am Galana-Fluss tummeln sich die Hippos, und ein Krokodil döst am Ufer. Beeindruckend sind die Doum-Palmen, die das Ufer wie eine grüne Wand säumen. Sie haben als einzige Palmenart verzweigte Äste.Pünktlich verlassen wir den Park. Am Gate treffen wir auf eine Gruppe von kenianischen Reisebüromitarbeitern, die ebenfalls im Temple Point Resort auf Inforeise sind und nun auch für einen Tag auf Safari gehen. Sie erzählen nach ihrer Rückkehr begeistert von der Sichtung eines Geparden mit Nachwuchs und ebenfalls vielen Elefanten. Tsavo bietet eine große Tiervielfalt, man muss einfach etwas mehr Zeit einplanen. Ideal sind zwei bis drei Nächte und die Kombination mit Tsavo West, wo es unter anderem auch ein Schutzgebiet für Nashörner gibt. Tsavo West soll insgesamt auch grüner sein, da es hier mehr Wasser gibt.Wir machen uns auf den Weg zurück zur Küste. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Wir genießen die Zeit am Pool im Schatten unter den Sonnenschirmen und lassen uns einen schönen Cocktail mixen.

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