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Temple Point Resort - Ausflüge nach Gede, Bio-Ken Schlangenfarm und Malindi
Ruinenstadt Gede
Wir starten nach Gede, einer Ruinenstadt im Dschungel mit beeindruckenden Ausmaßen. Die ältesten Funde gehen auf das 13. Jahrhundert zurück, im 15. Jahrhundert war die Stadt reich und bedeutend. Davon zeugen die prächtig verzierten Ruinen eines Palastes, mehrere Moscheen, Steinhäuser, ein Grabmal und ein Brunnen. Die gesamte Anlage erstreckt sich auf 20 Hektar, die von einer Stadtmauer eingefasst wurden. 1948 wurden die Ruinen vom Archäologen James Kirkman wiederentdeckt und freigelegt. Die Grundmauern der sind nach den dort gefundenen Gegenständen benannt worden. Warum die Stadt im 18. Jahrhundert endgültig verlassen wurde, ist nicht geklärt. Die Natur erobert sich seitdem das Gelände zurück. Mächtige Baobabs und Feigenbäume haben mit ihren Wurzeln die Mauern aus Korallenkalk aufgesprengt und sich mit ihnen verwachsen. In einer kleinen Ausstellung werden Fundstücke präsentiert.
Auf dem Gelände des Temple Point Resorts befindet sich übrigens eine ganz ähnlich gestaltete Ruine, von der man ursprünglich annahm, dass es sich um eine Moschee handelt. Das Resort bekam deshalb den Namen „Temple Point“. Mittlerweile vermutet man jedoch, dass es sich eher um eine Wachstation an der Einmündung des Mida Creek handelte. Von hier aus konnten Boote und kleinere Dhows bei Flut bis nach Gede gelangen.
Kipepeo Butterfly House
Gleich neben den Ruinen von Gede befindet sich die Kipepeo Schmetterlingsfarm, wo farbenprächtige Schmetterlinge gezüchtet werden.
Bio-Ken Schlangenfarm
Von den bunten Flatterwesen geht es weiter zur „Bio-Ken Snake Farm“. Schlangen jagen mir immer einen Schauer über den Rücken, trotzdem ist der Besuch der Schlangenfarm sehr interessant und lehrreich. Rund 120 Arten werden hier gezeigt - von harmlosen Blindschleichen bis hin zu den kleinen, aber hochgiftigen Puffottern und Schwarzen Mambas. In den Terrarien dösen grüne und leuchtend blaue Schlangen vor sich hin. Baumschlangen (Boomslang) und Pythons gleiten mit ihren schuppigen Körpern an den Glasscheiben entlang.
Eine kleine ägyptische Kobra ist auf Krawall gebürstet und zeigt beeindruckend, wie sie ihr Opfer (in dem Fall nur die Kameralinse hinter der Glasscheibe) blitzschnell attackieren kann. Wer möchte, kann eine (harmlose) Schlange auch in die Hand nehmen. (Nein, danke!) Die Schlangen auf dieser Farm dienen nicht nur der Unterhaltung der Besucher, sondern werden auch zur Gewinnung von Gift für medizinische Zwecke „gemolken“. Hier befindet sich auch die Notrufzentrale für Schlangenbisse. Ich bin ehrlich gesagt sehr froh, als wir dieses Gruselkabinett wieder verlassen.
Malindi- Handwerkerzentrum und Markt
Nach dem Mittagessen im Resort und einer Siesta geht es weiter nach Malindi. Die geschäftige Hafenstadt ist von arabischen Einflüssen geprägt. Der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama machte hier Station auf dem Weg nach Indien (ein Denkmal erinnert daran). Malindi war für die Portugiesen ein bedeutender Handelsknotenpunkt, bevor sie später das Fort Jesus im 100 Kilometer entfernten Mombasa bauten. Die Stadt lebt heute hauptsächlich von der Fischerei, dem Tourismus und vom Handel.Auf dem Weg in die Innenstadt kommen wir an einem Handwerkerzentrum vorbei. Hier arbeiten Holzschnitzer und in einem Verkaufsraum sind die fertigen Stücke zum Verkauf ausgestellt.
Es ist spannend, den Männern bei der Arbeit zuzuschauen. Neben den üblichen Giraffen- und Elefantenfiguren und Flusspferd-Aschenbechern sind auch künstlerisch anspruchsvolle, abstrakte Skulpturen dabei. Der Verkaufsraum ist leider ziemlich dunkel und die Figuren eingestaubt. Für den relativ hohen Preis macht das keinen guten Eindruck. Schade, denn gerade hier möchte man erreichen, dass das Handwerk wertgeschätzt wird und die Touristen keine billigen Kopien aus Fernost kaufen.
Im Zentrum Malindis besuchen wir den einheimischen Markt mit vielen Obst- und Gemüseständen. Auch Fisch wird hier angeboten. An einer kleinen Garküche probieren wir eine Art kenianische Krapfen aus Kokos und Maismehl, die in Fett ausgebacken werden. Es schmeckt sehr lecker. Fisch sollte man hier jedoch besser nicht kaufen. Wir verlassen die engen Marktgassen und finden uns auf einer sehr belebten Straße wieder. Wie auch in anderen Städten Kenias verstopfen die viele Autos, Tuk-Tuks und Motorräder hier die Straßen. Fußgänger leben gefährlich. Wir halten an einem kleinen Supermarkt - die Auswahl ist begrenzt, aber Wasserflaschen und eine Tube Zahnpasta sind zu finden.
Zurück im Resort wird es Zeit für einen Sundowner und wir sehen die Sonne hinter den Hügeln am gegenüberliegenden Ufer des Mida Creek versinken.
Reisebericht Kenianische Küste
- Inforeise an die kenianische Küste
- Temple Point Resort, Watamu
- Temple Point Resort - Ausflüge nach Gede, Bio-Ken Schlangenfarm und Malindi
- Temple Point Resort - Bootstour im Watamu Marine National Park
- Safari im Tsavo East Nationalpark
- Satao Tented Camp, Tsavo East Nationalpark
- Zurück nach Watamu ins Temple Point Resort
- Temple Point Resort - Schulbesuch in der Dongokundu Primary School
- Temple Point Resort - Besuch in der Meeresschildkröten-Auffangstation
- Rückflug aus Kenia und Fazit der Inforeise ins Temple Point Resort






















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