Elegantes Domizil am großen Fluss

von Marco Penzel


Baines River Camp, Lower Zambezi, 12. Oktober 2019

Ist das Baines River Camp eine empfehlenswerte Alternative für Safaris in Sambias Lower Zambezi Nationalpark, auch wenn es nicht direkt im Nationalpark liegt? Das will ich bei einem Besuch herausfinden. Alternativen sind gefragt, weil die etablierten Camps innerhalb des Parks inzwischen in der Hochsaison alle mehr als 1.000 Euro pro Person und Übernachtung kosten. Auch Baines ist ein hochwertiges Domizil und nicht billig - aber eben auch nicht soo teuer.

Also reise ich mit einer Menge Fragen an. Zum Beispiel die: Ist das Baines River Camp wirklich ein Safaricamp? Die Antwort lautet nein, es ist eher ein Boutique Hotel mit fest gemauerten Chalets mit schönem Blick auf den Sambesi. Wie ist die Qualität der Unterkunft? Antwort: Stil und Komfort passen. Das Essen ist hervorragend.

Debbie und Ben, die freundlichen Gastgeber mit Wurzeln im Nachbarland Simbabwe, managen hier eine Safari-Lodge, die alles zu bieten hat: Pirschfahrten im offenen Wagen, Motorboot- und Kanutouren, Pirschwanderungen (auf Voranmeldung, weil ein zusätzlicher Scout dazu geholt werden muss) und auch Angeln. Letzteres ist bei südafrikanischen Gästen besonders beliebt, die hier auf die Jagd nach dem berühmten Tigerfish gehen, der nach dem Fang sofort wieder in die Freiheit entlassen wird. „Catch and release“ nennen sie das.

Ich will auf Safari im Lower Zambezi Nationalpark gehen. Diese beginnt mit einer Fahrt im Motorboot flussabwärts, gleich nach dem Frühstück bei Sonnenaufgang auf der Terrasse mit Flussblick. Nach etwa 20 Minuten erreichen wir Grenze des Nationalparks an der Mündung des Chongwe in den Sambesi. Mein Guide ist schon mit dem Auto vorausgefahren. Das dauert länger als die Bootsfahrt, mit der Kombination sparen die Gäste Zeit. Und dann sind wir drin im Park und erleben eine spannende Morgenpirsch. Sie führt uns bis in die Gegend, in der das Sausage Tree Camp liegt. Eine Safari im Herzen des Nationalparks ist also auch vom Baines River Camp aus gut möglich.

Am Nachmittag möchte ich die Gegend um die Lodge herum erkunden, also außerhalb der Nationalparkgrenze. Dieser ist nicht eingezäunt, also kann sich das Wild frei bewegen. Das Baines River Camp liegt in der so genannten Game Management Area (GMA), die sich an den Nationalpark anschließt. Zuletzt haben sich die Wildhunde entschieden, ihre Jungen hier in der GMA aufzuziehen und waren daher häufiger hier zu sehen als im Park selbst, berichtet Ben erfreut.

Mit den seltenen Windhunden habe ich heute kein Glück. Die Landschaft der GMA ist deutlich trockener als die Uferlandschaften innerhalb des Parks. Was dort nicht erlaubt ist, geht in der GMA: hier haben die Lodges künstliche Wasserlöcher für die Tiere angelegt. Weil das Wasser in diesem Jahr noch knapper ist als sonst und die Weidetiere kaum noch Fressbares finden, haben Safariunternehmen Heu gekauft und innerhalb der GMA verteilt. Daran tun sich jetzt die Elefanten und Zebras gütlich, die zwischen dem Wasserloch und den Heuhaufen hin und her wandern. Die Verhältnisse sind hier also nicht ganz so wild und ursprünglich wie innerhalb des Nationalparks. Aber die Landschaft hat durchaus ihren ganz eigenen Reiz. Das zeigt sich, als der Guide zum Sundowner auf eine Anhöhe fährt. Von hier oben bietet sich ein wunderbarer Ausblick über die trockene Buschsavanne, aus der mächtige Baobab-Bäume emporragen. Dazwischen wandern viele kleine Gruppen von Elefanten umher. Die Sonne ist schon hinter den Bergen des Zambezi Escarpements verschwunden.


Lust auf eine solche Safari?
Ich berate Sie gern.

Marco Penzel, Geschäftsführer
Outback Africa Erlebnisreisen,
Telefon: 037437 538811
marco@outback-africa.de


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