Malawi – 20 Jahre später – Zwischen Safari-Abenteuern und Malawisee-Idylle

von Ulrike Pârvu

von Ulrike Pârvu · Mai 2026

20 Jahre nach meinem letzten Besuch bin ich nach Malawi zurückgekehrt – auf einen Famtrip, also eine Erkundungsreise, die wir Reiseberater regelmäßig unternehmen, um Lodges und Regionen aus eigener Erfahrung kennenzulernen. Im Gepäck: frische Eindrücke aus dem Majete Wildlife Reserve, dem Liwonde Nationalpark und vom Malawisee. Hier erzähle ich, warum sich eine Malawi-Safari gerade für alle lohnt, die echte Wildnis ohne Gedränge suchen.

Hier einige Videoimpressionen: 


Facts zur Reise

Reisezeit: Mai 2026

Region: Majete Wildlife Reserve, Liwonde Nationalpark, Shire River, Malawisee

Reiseart: Rundreise

Anreise: über Blantyre

Stationen: Blantyre – Mkulumadzi Lodge (Majete) – Kuthengo Camp (Liwonde) – Pumulani Lodge (Malawisee)

Highlights: Löwenbegegnung beim Sundowner, Elefant aus nächster Nähe, Bootsfahrt auf dem Shire River, junger Gepard vor dem Camp, Schnorcheln im Malawisee, Sonnenuntergang auf dem Wasser

Ankommen in Majete – und direkt mitten im Geschehen

20 Jahre nach meinem letzten Besuch kehre ich zurück nach Malawi – ein Land, das oft unterschätzt wird und gerade deshalb so begeistert. Schon kurz nach meiner Ankunft in Blantyre führt mich die Reise gemeinsam mit Kollegen ins Majete Wildlife Reserve zur wunderschönen Mkulumadzi Lodge.

Bereits die Ankunft ist etwas Besonderes: Um die Lodge zu erreichen, überquere ich die spektakuläre Hängebrücke am Eingang, die sich über den Fluss spannt und sofort Abenteuergefühl aufkommen lässt. Schon hier wird deutlich, wie außergewöhnlich die Lage der Lodge ist.

Kaum habe ich mich in der Lodge eingerichtet, wartet bereits das nächste Highlight: Die erste Pirschfahrt entwickelt sich zu einem unvergesslichen Erlebnis. Während eines Sundowners tauchen plötzlich zwei junge Löwen direkt neben unserem Fahrzeug auf. Wenig später begegnet uns sogar noch ein weiterer Löwe aus nächster Nähe. Diese intensive Begegnung zeigt mir sofort, was Safari in Malawi ausmacht: echte Wildnis, wenige Fahrzeuge und Momente, die tief unter die Haut gehen.

Auch am folgenden Tag erlebe ich beeindruckende Tierbeobachtungen, darunter einen Elefanten, der direkt neben unserem Fahrzeug in aller Ruhe frisst. Die Kombination aus abwechslungsreicher Landschaft, guten Tierbeständen und persönlicher Atmosphäre macht Majete für mich schnell zu einem echten Geheimtipp.

 

Über holprige Pisten und per Boot zum Shire River

Nach zwei erlebnisreichen Tagen führt mich die Reise weiter Richtung Shire River. Die Straßen sind durch die Regenzeit stark beschädigt, doch genau diese ursprüngliche Art des Reisens gehört für mich zu Malawi dazu. Die letzten Kilometer lege ich mit dem Boot zurück und tauche sofort in die ruhige, faszinierende Wasserlandschaft ein.

Kuthengo Camp – Safari am Wasser

Im Kuthengo Camp erwartet mich eine ganz andere Safariwelt: luxuriöse Zelte direkt am Wasser, herzlicher Service und eine entspannte Atmosphäre mitten in der Natur. Besonders die Außendusche und die unmittelbare Nähe zum Fluss sorgen für echtes Afrika-Gefühl.

Während einer Bootsfahrt auf dem Shire River beobachte ich Flusspferde, zahlreiche Vogelarten und einen majestätischen Fischadler direkt vor mir am Ufer. Die Stimmung auf dem Wasser ist ruhig, intensiv und typisch für Malawi – unaufgeregt, aber voller besonderer Momente.

Ein Gepard am Morgen und die weiten Ebenen von Liwonde

Ein weiteres Highlight folgt am nächsten Morgen: Direkt vor dem Camp entdecke ich einen jungen Geparden, der trotz einer Verletzung seine ganze Eleganz zeigt. Später erkunde ich den Liwonde Nationalpark mit seinen offenen Ebenen, Palmenlandschaften und seiner vielfältigen Tierwelt. Auch wenn mir diesmal kein Löwenrudel begegnet, beeindrucken mich Wasserböcke, Buschschweine und zahlreiche Vogelarten.

Viel zu schnell endet schließlich mein Aufenthalt im Kuthengo Camp. Zurück bleiben Erinnerungen an herzliche Menschen, intensive Tierbegegnungen, wunderbare Unterkünfte und ein Malawi, das sich mir als authentisches, ruhiges und unglaublich vielseitiges Safari-Ziel präsentiert.

Die großzügigen Bungalows verteilen sich weitläufig auf dem Gelände und sorgen für viel Privatsphäre. Aufgrund der Hanglage sind allerdings einige Treppen zu bewältigen.

Der Malawisee zeigt sich während meines Aufenthalts von seiner schönsten Seite. Nach der langen Regenzeit ist der Wasserstand außergewöhnlich hoch und die Landschaft wirkt besonders üppig und grün. Ein Höhepunkt ist das Schnorcheln im kristallklaren Wasser. Dabei entdecke ich die berühmten Buntbarsche des Malawisees, die sogenannten Cichliden, deren leuchtende Farben die Unterwasserwelt zu einem faszinierenden Erlebnis machen.

Ebenso beeindruckend ist die Sonnenuntergangsfahrt auf dem See. Während die Sonne langsam hinter den Hügeln verschwindet und den Himmel in warme Gold- und Orangetöne taucht, genieße ich die Ruhe und Weite dieses besonderen Ortes.

Entspannung am Malawisee – Pumulani Lodge

Zum Abschluss meiner Reise verbringe ich einige Tage in der Pumulani Lodge am Malawisee. Die Lodge liegt spektakulär an einem Hang und bietet einen traumhaften Blick über den See.

Auch kulinarisch bleibt die Pumulani Lodge in bester Erinnerung. Das Essen ist hervorragend und rundet den Aufenthalt perfekt ab. Besonders beeindruckt hat mich jedoch etwas, das sich durch alle drei besuchten Robin-Pope-Unterkünfte zieht: das außergewöhnlich herzliche Personal und die authentische Gastfreundschaft. Überall werde ich mit großer Herzlichkeit empfangen und umsorgt – eine Erfahrung, die meine Reise durch Malawi ganz besonders geprägt hat.

Die Lodges im Überblick

Mkulumadzi Lodge - Stilvoll und wildreich im Majete Wildlife Reserve

Die Mkulumadzi Lodge liegt im Majete Wildlife Reserve und bietet eine gelungene Kombination aus abwechslungsreicher Landschaft, guten Tierbeständen und persönlicher Atmosphäre. Schon bei meiner ersten Pirschfahrt begegneten mir drei Löwen und am nächsten Tag ein Elefant aus nächster Nähe – bei kaum einem anderen Fahrzeug weit und breit. Ein besonderes Erlebnis ist zudem die beeindruckende Hängebrücke, über die man die Lodge erreicht.

Lage: Majete Wildlife Reserve
Aktivitäten: Pirschfahrten, Sundowner
Besonderheit: Hervorragende Tierbeobachtungen bei sehr wenigen Besuchern

 

Kuthengo Camp - Luxuriöses Zeltcamp direkt am Shire River

Das Kuthengo Camp liegt direkt am Wasser und bietet luxuriöse Zelte, herzlichen Service und eine entspannte Atmosphäre mitten in der Natur. Die Außendusche und die unmittelbare Nähe zum Fluss sorgen für echtes Afrika-Gefühl. Von hier aus starten Bootsfahrten auf dem Shire River und Pirschfahrten in den Liwonde Nationalpark.

Lage: Liwonde Nationalpark, am Shire River
Aktivitäten: Bootsfahrten, Pirschfahrten
Besonderheit: Direkter Zugang zum Wasser, Geparden-Sichtung direkt vor dem Camp

 

Pumulani Lodge - Erholung und Seeblick am Malawisee

Die Pumulani Lodge liegt spektakulär an einem Hang oberhalb des Malawisees und bietet großzügige Bungalows mit traumhaften Ausblicken. Der See lädt zum Schnorcheln, Kajakfahren und Entspannen ein. Besonders beeindruckend sind die farbenfrohen Cichliden im kristallklaren Wasser sowie die stimmungsvollen Sonnenuntergänge auf dem See.

Lage: Malawisee
Aktivitäten: Schnorcheln, Bootsfahrten, Kajakfahren, Entspannen
Besonderheit: Traumhafte Hanglage mit Panoramablick auf den Malawisee

Gut zu wissen

Für wen eignet sich eine Malawi-Safari?

Malawi ist ideal für Reisende, die echte Wildnis abseits des Massentourismus suchen. Wer wenige Fahrzeuge, persönliche Atmosphäre und authentische Begegnungen schätzt, ist hier genau richtig.

Wie kommt man ins Majete Wildlife Reserve?

Die Anreise erfolgt über Blantyre. Von dort geht es auf dem Landweg ins Reserve zur Mkulumadzi Lodge.

Wie erreicht man das Kuthengo Camp im Liwonde Nationalpark?

Die letzten Kilometer zum Kuthengo Camp werden per Boot auf dem Shire River zurückgelegt – ein besonderes Erlebnis, das den Einstieg in die Wasserwelt von Liwonde perfekt einleitet.

Lässt sich eine Safari mit einem Badeaufenthalt kombinieren?

Ja, Malawi eignet sich hervorragend für die Kombination aus Safari und Erholung. Nach den Tiererlebnissen in Majete und Liwonde bietet der Malawisee ideale Voraussetzungen zum Entspannen, Schwimmen und Schnorcheln.

Wie sind die Straßenverhältnisse in Malawi?

Die Straßen können gerade in und nach der Regenzeit stark beschädigt sein. Das gehört zum ursprünglichen Charakter des Reisens in Malawi dazu und sollte bei der Reiseplanung berücksichtigt werden.

Welche Tiere kann man in Majete und Liwonde beobachten?

In beiden Gebieten sind unter anderem Löwen, Elefanten, Geparden, Flusspferde, Wasserböcke und zahlreiche Vogelarten zu beobachten – darunter auch Fischadler am Shire River.

Fazit

Diese Reise hat mir eindrucksvoll gezeigt, dass Malawi zu den spannendsten Safari-Geheimtipps Afrikas gehört. Besonders überrascht hat mich, wie positiv sich die Schutzgebiete in den vergangenen 20 Jahren entwickelt haben und wie gut die Tierbestände heute sind. Gleichzeitig habe ich die Ruhe und Ursprünglichkeit erlebt, die in vielen bekannteren Safari-Destinationen inzwischen selten geworden sind. Was Malawi für mich so besonders macht, ist die einzigartige Kombination aus intensiven Safari-Erlebnissen, herzlicher Gastfreundschaft und erholsamen Tagen am Malawisee. Gerade die wenigen Besucher, die persönliche Atmosphäre und die Vielfalt der Erlebnisse machen das Land zu einem außergewöhnlichen Reiseziel im südlichen Afrika.

 

Sie überlegen selbst, eine Safari in Malawi zu unternehmen? Sprechen Sie mich gerne an – ich berate Sie aus eigener Erfahrung.

Ulrike Pârvu
Outback Africa Erlebnisreisen

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