Doreen Krausche geb. Schütze stieg nach langjähriger Erfahrung als Reiseleiterin und in der Hotelbranche 2011 bei Outback Africa Erlebnisreisen ein. Seither sammelte sie Reiseerfahrung in Tansania, Botswana, Namibia, Mosambik und Südafrika. Sie betreut viele Kleingruppenreisen aus dem Outback Africa Programm und stellt auch individuelle Reiseangebote in Südafrika zusammen.
Arusha Nationalpark und Abflug nach Sansibar - Reisebericht Tansania 2011 (18)
22.11.2011Mein letzter Tag auf dem tansanischen Festland ist angebrochen. Meine Tasche ist gepackt - heute Nachmittag geht der Flieger nach Sansibar. Der Tag liegt vor mir und ich unternehme eine Tour in den nahegelegenen Arusha Nationalpark. Ich werde von Jan gefahren. Er ist eine Art deutscher Praktikant, der seine Urlaube in der Ngurdoto Lodge verbringt und dort immer mal mit aushilft. Annette, der andere deutsche Gast, schließt sich uns an. So muss sie nur die Parkgebühren zahlen und es fährt ein Fahrzeug weniger herum, das die Tiere verscheucht. Außerdem macht es gemeinsam ja auch mehr Spaß. Der Nationalpark vor den Toren Arushas ist einer von elf Nationalparks in Tansania und wurde 1960 bereits zum geschützten Gebiet erklärt. Wie auch der Ngorongorokrater ist auch er ein erloschener Vulkankrater. Im Gegensatz zu den großen Serengeti- oder Tarangire-Nationalparks mit weiten offenen Flächen ist der Arusha Nationalpark dicht mit Regenwald bewachsen. Es gibt jedoch eine kleinere unbewaldete Ebene, die auch "kleine Serengeti" genannt wird. Der 4562 m hohe Mount Meru gehört zum Nationalparkgebiet und bildet den höchsten Punkt. Ich bin gespannt, ob ich meiner Tier-Fotosammlung noch das eine oder andere Foto hinzufügen kann. Leider ist es wieder bewölkt und die Berge verstecken sich hinter den Wolken.
Arusha Nationalpark
Gleich hinter dem Einfahrtstor sehen wir Giraffen, die sich die zarten Blätter in den Baumkronen schmecken lassen. Ein Fohlen ist auch dabei. Die Landschaft ist fast unnatürlich grün, dicht an dicht stehen die Bäume. Die Tiere bleiben heute lieber auf Abstand, vielleicht ist Jan auch nicht so ein begnadeter Fährtenleser wie die einheimischen Guides. Ein Warzenschwein grast in der sumpfigen Ebene und auch eine Herde Büffel und Zebras lassen sich das üppige Grün gut schmecken. Von weitem zeigt sich ein Kirk-Dikdik, eine der kleinsten Antilopenarten in Ostafrika. Die Schulterhöhe dieser kleinen Gazellenart beträgt gerade einmal 40 cm im ausgewachsenen Zustand. Mir gelingt nur ein verschwommenes Beweisfoto, wieder einmal wünsche ich mir eine Kamera mit stärkerem Zoom.Eine besondere Sehenswürdigkeit ist der "Fig Tree Arch" - zwei ineinander gewachsene Feigenbäume, die einen Bogen bilden, der so groß ist, dass ein Auto hindurchfahren kann. Das beweist Jan natürlich. Im Nationalpark gibt es mehrere Seen, dadurch verteilen sich die Tiere, weil sie nicht wie im Ngorongorokrater nur ein größeres Wasserloch zur Verfügung haben. Der größte See heißt Momella Lake und ist Heimat von großen Flamingoschwärmen. Wir sehen sie von Ferne als rosa Streifen am Ufer, näher kommen wir leider nicht heran.
Auf dem Rückweg sehen wir nochmals drei Giraffen, die wie aufgereiht nebeneinander stehen und ihre Köpfe ins saftige Grün stecken. Man sieht deutlich, dass wirklich jede Giraffe eine eigene Fellzeichnung hat. Die eine ist mehr gelb am Hals, die andere hat gezacktere Flecken. Die Giraffen erkennen sich untereinander auch an der Fellzeichnung. Nun wird es Zeit, zur Ngurdoto Lodge zurückzukehren, denn um 15.10 Uhr geht mein Flugzeug nach Sansibar. Schnell esse ich noch ein Sandwich, dann bringt mich Jan mit meinem Gepäck zum Flughafen. Ich gerate schon etwas in Panik, weil wir spät dran sind - die Leute laufen schon über das Rollfeld zur Maschine. Geschafft.... schön war es in Tansania und ich bin mir sicher, ich komme bald wieder! In einer reichlichen Stunde werde ich auf Sansibar landen. Ein letzter Blick auf Arusha, dann lehne ich mich entspannt zurück und schließe für einen Moment die Augen.
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