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Mosambik: Kilometerfressen und einsame Strände — Reisebericht Afrikas Südosten (7)

Am nächsten Morgen ging es weiter nach Osten, der aufgehenden Sonne und dem Ozean entgegen. Auch auf diesem Streckenabschnitt ist das Land dünn besiedelt, viel Platz für Landschaft. Über den Rio Save führte eine mautpflichtige Brücke. Es hatte den Anschein, daß gezahlt werden muß, weil jetzt die Straße wieder schlechter wird (aber ich hoffe mal, die Gebühr fließt in die Verbesserung der Straße). Ab dem Abzweig von der Nationalstraße 1 konnte man den Ozean schon fast riechen. Vilankulo heißt wörtlich übersetzt „Stadt am A…“ daher rührend, daß hier zu Entdeckerzeiten einmalder äußerste Punkt des portugiesischen Bereiches war. Mal sehn was es für mich zu entdecken gibt, hoffentlich mehr als den A….Das Smugglers Casitas Camp glänzte mit einem gepflegten Innengarten mit Swimmingpool und einem gemütlichem Restaurant. Die Zelte bleiben im Truck verstaut. Wir hatten noch Zeit, in die Stadt zu schlendern. Der Markt war typisch afrikanisch, bunt gemischt. Arabische, portugiesische oder deutsche Einflüsse konnte ich jedoch nicht entdecken. Ein Rundgang entlang des Küstenweges konnte auch nicht gerade als Entdeckung gelten. Alles wirkte etwas wie eine Geisterstadt.Das Restaurant war wie erwähnt gemütlich, ein paar Spiele sorgten für Geselligkeit, und ich „drohte“ der Reisegruppe schon einmal mit „Beer Diving“ als neuer Herausforderung.
Als nächstes stand eine ziemlich kurze Strecke im Fahrtenbuch. Entlang der Küste ging es südwärts nach Maxixe. Die kurze Fahrstrecke wurde hier auch noch abgekürzt: Per Dhow, dem markanten Dreieckssegler der afrikanischen Ostküste, ging es über die Bucht nach Inhambane. Der Bootsführer mußte ziemlich kreuzen, und die Ebbe tat das ihrige, damit die Fahrt ja nicht zu kurz wurde. Gleich in der Hafeneinfahrt fiel einem eine markante Kombination ins Auge - die neue Kathedrale von Inhambane, die Old Church und dazwischen unser Safari Truck. Das Mittagessen war schon vorbereitet an historischer Stätte – super. Der Markt erwies sich als nicht ganz so traditionell wie der in Vilankulo. Dafür bot ein Straßenhändler den lokalen Rum an. Ein Stück Landeskultur, das ich auch testen wollte. Von der Stadt war es dann nicht mehr weit zur Halbinsel Barra, wo die Casitas des Makolo Bay Camp als Oase des Relaxens die Reisegruppe erwartete.Die gesamte Halbinsel Barra machte den Eindruck der Demontage und Geisterstadt, verlassen und still. Enttäuschungen sollen ja auch zur Suche nach dem Reiseglück gehören, war ich hier einer begegnet? Verlassen und still war auch der Strand, der Sand von Wind und Gezeiten glatt und fest gefegt, kilometerlang für ausgiebige Strandspaziergänge, ein herrlicher Küstenstrich, unsere Umgebung für fast drei Tage, mit einem Hauch von Robinson Feeling. Interessant war es, die Mangrovengebiete zu erkunden.Nach zwei Ruhetagen für den Truck ging es nun wieder auf die Straße. Noch mal durch Inhambane Richtung Süden. Bis Xai Xai war die Straße ziemlich schlecht, aber die Chinesen arbeiten daran (der Name der Stadt stammt aber doch aus dem Portugiesischen und nicht aus Fernost). Nach dem verlassenem Barra kehrten wir zurück ins Leben. Der Maputoer Stadtteil Benfica empfing uns mit Stau und quirligem Märkten, einem Freiluft-Luftfahrtmuseum und links voraus der Skyline der Hauptstadt. In der Innenstadt machten wir Halt. Entgegen dem Markt entschied ich mich für die Besichtigung des Bahnhofs (auch wenn der dann doch nicht meinen wohl zu hoch gesteckten Erwartungen entsprach), aber ein paar afrikanische Bilder konnte ich mit der Kamera erhaschen. Entlang der Hafenpromenade ging es dann Richtung Norden zum Hotel Costa del Sol, einem 1936 errichteten Art Déco Hotel, welch Luxus für eine Campingsafari! Das Abendessen gab es im Restaurant des Hotels. Entlang des Malecon brodelte das afrikanische Leben, endlich wieder Leben. Händler verkauften am Strand Getränke und gebratene Hühner, aus abgestellten Autos quoll Musik, es war Samstagabend. Mosambik bereitete uns einen tollen Abschied. Alle Berichte zu der Reise Afrikas Südosten finden Sie hier:
- Auf nach Johannesburg – Reisebericht Afrikas Südosten (1)
- Lange Wege in Botswana – Reisebericht Afrikas Südosten (2)
- Erfreuliches in Simbabwe – Reisebericht Afrikas Südosten (3)
- Wilde Flüsse in Sambia – Reisebericht Afrikas Südosten (4)
- Auf zur Safari in South Luangwa – Reisebericht Afrikas Südosten (5)
- Malawi, vom See in die Mulanje-Berge – Reisebericht Afrikas Südosten (6)
- Mosambik: Kilometerfressen und einsame Strände — Reisebericht Afrikas Südosten (7)
- Zurück nach Südafrika, in den Krüger-Park ‒ Reisebericht Afrikas Südosten (8)


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