Als René Schmidt 2006 bei Outback Africa einstieg, hatte er Afrika bereits kreuz und quer bereist. René ist unser Spezialist für Flüge und für rustikale Abenteuerreisen, die er regelmäßig selbst testet und zu denen er so ziemlich jede Frage beantworten kann. Er arbeitet auch gern Komfort-Reisen in Uganda, Tansania oder Botswana aus. Am wohlsten fühlt er sich in Malawi und Simbabwe.
Erfreuliches in Simbabwe - Reisebericht Afrikas Südosten (3)
Gerade erst betreten, hieß es nun schon wieder Abschied nehmen von Botswana. An den ersten beiden Reisetagen geht es tatsächlich schnell voran. Nahe Kasane liegt schon die Grenze zu Simbabwe und nicht weit davon entfernt Victoria Falls.Gegenüber meinem letzten Besuch im vorigen Jahr machte die Stadt jetzt einen freundlicheren Eindruck. Die Geschäftigkeit von meinen ersten Besuchen in den 90er Jahren war noch nicht wieder erreicht, aber es schien aufwärts zu gehen, endlich wieder.Das Drifters Inn Victoria Falls liegt unweit des Stadtzentrums und ist unsere gemütliche Herberge für die nächsten drei Nächte. Nach nur einer Campingnacht schon wieder ein festes Dach über dem Kopf und feste Wände an vier Seiten. Am Abend gab‘s was aufs Ohr. Die lokale Musikgruppe Black Eagle Warriors besuchte uns und bot traditionelle Tanzvorführungen, aber auch neue Musik - Afrika mit allen Sinnen erleben.Da es erst um 8 Uhr Frühstück gab, nutzte ich die Gelegenheit, um eine Runde zum „Big Baobab“ zu joggen. Warzenschweine sind in Victoria Falls kein seltener Anblick. Etwas erstaunt war ich aber, gleich 20 Meter neben der Straße einen Elefanten zu sehen (ganz überrascht dann aber doch nicht, hatte ich doch vorher seine Hinterlassenschaft auf der Straße bemerkt). In Deutschland sehe ich selten mal ein Reh früh beim Joggen, hier gleich einen Elefanten, es geht also los mit den neuen Entdeckungen und Wiederentdeckungen. Nach dem Frühstück präsentierten zwei Mitarbeiter von Wild Horizons, was man an den nächsten zwei Tage so alles unternehmen kann in Afrikas Adventure Hauptstadt: vom gemächlichem Reitausflug, bei dem man wilden Tieren besonders nahe kommt, bis zur Rafting-Tour und dem „Full Day Adrenalin Pass“.Als erstes lockte natürlich der Besuch der Victoria-Fälle, ein einmaliges Naturschauspiel, das ich mir immer wieder stundenlang ansehen könnte. Der Großteil der 1700 Meter breiten Fälle liegt auf simbabwischer Seite. Erster europäischer Besucher war Dr. David Livingstone. Ein weiterer europäischer Besucher, Dr. Emil Holub, malte sich schon 1886 aus, daß eines Tages „die Wunder des Sambesi das Reiseziel für gelehrte, gebildete Touristen sein werden“ (ob er da schon an Rafting, Bungee Jumping und Safari Trucks dachte?). Den Sonnenuntergang genoß ich bei einer Bootsfahrt auf dem ruhigen Oberlauf des Sambesi.Am nächsten Morgen verstreute sich die Reisegruppe auf dem Hof des Gästehauses und wurde für die verschiedenen gebuchten Aktivitäten abgeholt. Die meisten hatten sich für die Raftingtour entschieden. Ich nutzte den Tag, um mich in Victoria Falls umzuschauen und Informationen zu sammeln. Am besten geht das natürlich - in Victoria Falls genauso wie in meinem Heimatdorf - beim Friseur (oder ist das eine Ausrede zum Verbergen meiner Eitelkeit?). Auch der zweite Blick bescheinigte mir, daß es wieder aufwärts geht. Ein paar Cafés und Restaurants wie das River Café und Mama Africa Eatinghouse hatten geöffnet, und Maler brachten frische Farbe auf die Wände der Geschäfte. Das Whimpy im Zentrum wurde gerade renoviert. Auch hatte dieses Jahr ein „Pizza Inn“ eröffnet. Auch wenn ich so etwas normalerweise als kulturelle Umweltverschmutzung bedaure, erscheint es doch hier als Lichtblick für die Region.Hat alle Krisen überstanden und ist wegen seiner gegrillten Wild-Spezialitäten immer einen Besuch wert: Das Boma Restaurant in Victoria Falls..Alle Berichte zu der Reise Afrikas Südosten finden Sie hier:
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