Wilde Flüsse in Sambia - Reisebericht Afrikas Südosten (4)

von René Schmidt

Um 6 Uhr wollte unser Guide Tina (eine Schande, daß ich sie erst am fünften Tag erwähne, nachdem Sie schon viele Kilometer gemeistert hatte) an der Grenze sein, hinter der uns noch viele Kilometer erwarteten. Das hieß, wir mußten sehr früh frühstücken. Da zwischen den zwei Grenzposten die Sambesibrücke liegt, konnten wir noch einen Blick auf die Victoria Falle werfen. Sambia empfing uns mit vielen Bauarbeiten. Die Straßen waren oft kerzengerade, was man erst so richtig bei den Pausenstops bewundern konnte. Über den Kafue hieß es die Fähre zu nehmen. Die letzte fährt um 18 Uhr. Tina hatte die Fahrt bravourös gemeistert, so daß wir keine Angst haben mußten, diese zu verpassen. Unser erstes Ziel in Sambia war Kiambi, ein kleines gepflegtes Camp direkt am Sambesi mit wunderschönem Blick auf selbigen und die gegenüberliegende Seite. Nach drei zeltfreien Tagen hieß es heute wieder Zelte los!Safari-Truck auf der Route Tina (rechts im Bild) steuerte unseren Safari-Truck, der mit allem ausgerüstet war, was man zum Überleben unterwegs so braucht.Der Safari Truck sollte während der folgenden Kanufahrt auf dem Sambesi drei Tage Ruhe haben. Die Campingausrüstung wurde auf Boote verladen. Jeweils zu zweit ging es mit dem Kanu stromabwärts, das machte es entspannend. Begleitet wurden wir von den zwei Guides Chris (dem Chef) und Shangay (seinem Assistenten). Links und rechts des Flusses liegt typische Savannenlandschaft mit ihren typischen Bewohnern. 28 Kilometer sind es vom Camp Kiambi bis zur Elephant Bone Island, dem Ziel der ersten Kanuetappe. Woher leitet sich wohl der Name für diese Insel ab? Tatsächlich waren Elefanten auf der Insel, und hier schlugen wir unsere Zelte auf.Sonnenuntergang am Sambesi. © Foto: René Schmidt | Outback Africa ErlebnisreisenAm Sambesi standen unsere Stühle in der ersten Reihe im Kino-Schlager "Afrikanische Natur".Elephant Bone Island war auch der erste und übrigens einzige Ort, an dem wir „wild“ zelteten. Noch mehr Spaß als das Zeltaufbauen und der Aufbau der mobilen Toilette machte natürlich der Aufbau der Stühle direkt am Fluß. Erste Reihe im Kino „Afrikanische Natur“. Der zweite Kanutag brachte uns weitere 32 Kilometer stromabwärts. Heute gab es noch mehr Tiere zu sehen. Natürlich wieder Elefanten und Hippos, aber auch ein großer Kudu und Wasserböcke. Auch mehrere Lodges am Ufer des Flusses beweisen die Attraktivität des Lower Zambezi. Nach der Nacht auf Elephant Bone Island war nun wieder ein richtiges Camp unser Ziel. Der Erfindung des Motors konnte ich verdanken, daß der 60 Kilometer lange Rückweg nicht gepaddelt werden mußte. Die Errungenschaften der Moderne sind doch ab und an ganz nützlich. Die ersten europäischen Entdecker brauchten Jahre für Ihre Expeditionen, was ich doch da alles in 24 Tagen sehen kann! Zwei Motorboote, eins für die Reisegruppe und eins für die Kanus, brachten uns zurück zum Kiambi Camp, wo noch viel Zeit vom Tage übrig blieb. Wäsche waschen war eine Option, den Nachmittag auszufüllen. Für die Aktiveren bot die Bar Fußball auf einem großen Bildschirm. Das Übertragen von europäischem Fußball, besonders dem englischen, ist in Afrika weit verbreitet (und das im Free TV) und so verwunderte es auch nicht, daß Shangay wohl sämtliche Spieler der europäischen Topclubs der letzten 10 Jahre kannte. Die Hyperaktiven konnten sich dem Extremrelaxen hingeben. Ich wählte einen Weg dazwischen.--Interesse an dieser Safari? Alle Berichte zu der Reise Afrikas Südosten finden Sie hier:

 

noch keine Kommentare