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Sambia – auf Safari am Lower Zambezi
Nachdem ich schon so viele Unterkünfte in Botswana und Simbabwe auf früheren Reisen kennenlernen durfte, wollte ich nun endlich ein wenig tiefer in die Sambia Beratung einsteigen. Im Oktober 2024 startete ich auf meine erste Erkundungsreise nach Sambia, um die Lodges am Lower Zambezi mit eigenen Augen kennenzulernen. Gern nehme ich Sie mit auf diese wirklich außergewöhnliche Reise. Mich hat nicht nur die abwechslungsreiche Natur fasziniert, auch unsere Tiersichtungen waren außergewöhnlich.
Auf einen Blick
Reisezeit: Oktober 2024
Region: Lower Zambezi Nationalpark, Sambia
Reiseart: Flugsafari
Anreise: Über Lusaka, Buschflieger zum Jeki Airstrip
Besuchte Lodges: Royal Zambezi Lodge · Chongwe River Lodge · Chongwe House · Chiawa Lodge · Old Mondoro Camp · Anabezi
Highlights: 17 Leoparden, Mittagessen auf einem Boot mitten auf dem Sambesi, Löwenrudel mit Jungtieren, Wildhunde
Hier einige Videoimpressionen zu Sambia, dem Lower Zambezi Nationalpark und den besuchten Lodges.
Anreise: Über Lusaka in den Busch
Meine Reise beginnt in unserem beschaulichen Bad Elster. Ich fahre zuerst einmal drei Stunden bis München, von wo aus der Flieger mit Emirates über Dubai nach Lusaka, der lebhaften Hauptstadt Sambias, startet. Die erste Nacht verbringe ich im Latitude 15° Hotel in einem sicheren Viertel nahe dem Regierungsviertel. Ein entspannter Einstieg in die Erkundungsreise, auf die ich mich schon sehr lange gefreut hatte.
Am nächsten Tag treffe ich meine Mitstreiter, die allesamt aus der Reisebranche kommen. Der Flug von Lusaka zum Jeki Airstrip dauert etwa 40 Minuten. Von dort geht es weiter zum privaten Royal Airstrip, und nach einer kurzen Fahrt von acht Minuten erreichen wir die erste Lodge, die direkt am Ufer des majestätischen Sambesi liegt. Die Lage ist atemberaubend.
Auf dem Sambesi unterwegs
Besonders aufregend war, dass an der Royal Zambezi Lodge noch Bootsfahrten möglich sind, während der Wasserstand weiter flussaufwärts zu niedrig ist. Dieses Wasserstand-Thema sollte mich auf der ganzen Reise begleiten. An mehreren Lodges war Kanufahren leider nicht mehr möglich. Ein absolutes Highlight in Chiawa war ein Mittagessen auf einem Boot mitten auf dem Sambesi. Ein bisschen geschafft von der Hitze kommen wir am Jetty der Lodge an. Wie so oft möchten uns unsere Gastgeber mit etwas Besonderem überraschen. Wir steigen auf ein Boot mit einem hübsch gedeckten Tisch und schon geht die Reise los. Um uns herum fließt der mächtige Sambesi, von unseren Plätzen aus beobachten wir die Tiere am Ufer und genießen die Ruhe und die sanfte Brise, die der Fahrwind uns beschert. Üppig und unglaublich lecker haben wir in dieser ungewöhnlichen Kulisse gegessen - eine unvergessliche Erfahrung!
Reiseangebote, die den Lower Zambezi Nationalpark beinhalten
Passende Reiseangebote aus unserem Programm:
17 Leoparden und ein Löwenrudel mit Jungtieren
Den ersten Leoparden habe ich bei Chongwe gesehen. Diese majestätische Großkatze wird mich die ganze Reise über begleiten, und am Ende der Tour haben wir tatsächlich 17 verschiedene Individuen. Unglaublich!!!
Die Pirschfahrzeuge in Chiawa hatten kein Dach, was die Nähe zur Natur intensivierte. Bei Anabezi brechen wir am Nachmittag zur ersten Pirschfahrt auf und finden Wildhunde, ein Löwenrudel mit Jungtieren, Zebras und vieles mehr. Das ist die Sorte Pirschfahrt, von der man hinterher noch tagelang erzählt.
Was uns auf den Pirschfahrten alles begegnet ist:
- 17 Leoparden über die gesamte Reise verteilt
- Ein Löwenrudel mit Jungtieren bei Anabezi
- Wildhunde bei Anabezi
- Zebras, Kudus und vieles mehr
Leoparden und Hyänen
Eine Begegnung ist mir sehr lebhaft in Erinnerung. Schon nach Einbruch der Dunkelheit sind wir auf dem Weg zurück zum Chiawa Camp, als uns ein Funkspruch aus unseren Gedanken über das Erlebte des Tages reißt. Zwei Leoparden haben in der Nähe des Camps eine Antilope gejagt und anschließend auf einen Baum geschafft. Das tun diese wundervollen Großkatzen in der Regel mit ihrer Beute, um sie vor Feinden zu sichern. Aufregung macht sich breit, wir fahren an den Ort des Geschehens und im Schein der Nachtlichtlampe sehen wir tatsächlich das Impala im Baum. Als der Motor des Pirschfahrzeugs verstummt, hören wir sogar das Krachen der Knochen, denn die Leoparden lassen sich ihr Dinner gerade schmecken. Unter dem Baum wartet eine Tüpfelhyäne darauf, dass vielleicht die Beute zu Boden fällt. Fasziniert beobachten wir die Szenerie. Unser Guide gibt uns genügend Zeit zum Schauen, Staunen und Fotografieren. Die Hyäne ist wirklich sehr geduldig, geht an diesem Abend aber leider leer aus. Nur schwer können wir uns trennen, aber schließlich knurrt auch unser Magen und wir kehren zum Chiawa Camp zurück. Am nächsten Tag schauen wir noch einmal am Ort des Geschehens vorbei. Die Hyäne ist verschwunden, einer der Leoparden aber sitzt noch im Baum und verdaut. Nur die Hinterbeine des Impalas sind noch zu sehen. Schließlich macht er uns die „Freude“ und springt aus dem Baum nach unten und zeigt sich in seiner vollen Schönheit. Was für ein Erlebnis!!
Zu Fuß durch den Busch mit Guide Moses
Unser Guide Moses in Chiawa war der beste, den ich während der gesamten Reise hatte. Er wusste wirklich über alles Bescheid. Die morgendliche Pirschwanderung war zwar etwas anstrengend, aber besonders informativ, auch wenn ich vieles davon bereits wusste.
Pirschwanderungen sind sowieso etwas, das man im Lower Zambezi unbedingt machen sollte. Man bewegt sich anders durch den Busch, man hört anders, man sieht Spuren, die man vom Auto aus nie wahrnehmen würde.
Wildlife direkt am Camp
Eine Sache, die einem im Lower Zambezi schnell klar wird: Hier gibt es keine Zäune. Die Tiere bewegen sich frei, auch durch die Camps. Nicht nur in Chongwe River werden die Gäste nachts stets von einem Angestellten begleitet, da wilde Tiere in der Umgebung unterwegs sind und auch schon einmal im Camp vorbeischauen. Einem Elefanten möchte man ja des Nachts nicht wirklich begegnen. Tagsüber konnte ich mich frei bewegen, musste trotzdem immer wachsam sein.
Auch in Chiawa war die Tierwelt allgegenwärtig, sogar im Camp. Aus Sicherheitsgründen durfte ich mich auch tagsüber nicht alleine bewegen.
Anabezi liegt an einer Lagune, an der sich gerade Elefanten und Krokodile tummeln, als wir am Vormittag ankommen. Auf der Terrasse meines Zeltes halte ich kurz inne und lasse den Blick über den Fluss schweifen. Ein Flusspferd taucht am Ufer auf und verschwindet wieder im Wasser. Das ist Safari, wie sie sein soll.
Sundowner-Momente
Zurück im Camp in Anabezi nutze ich die Zeit, um kurz am privaten Pool zu entspannen. Von hier aus hat man einen perfekten Blick auf den Fluss, und während die Sonne untergeht, färbt sich der Himmel in den schönsten Farben. Das sind die Momente, für die man eigentlich kommt.
Die Lodges im Überblick
Ich war auf meiner Erkundungsreise in sechs Unterkünften am Lower Zambezi. Jede hat ihren eigenen Charakter. Hier mein persönlicher Eindruck zu jeder einzelnen.
Royal Zambezi Lodge - Direkt am Sambesi
Die Lage ist atemberaubend. Zwar hat die Lodge viele Treppen und ist nicht behindertengerecht, aber der Ausblick auf den Fluss entschädigt für alles. Besonders aufregend war, dass hier noch Bootsfahrten möglich sind. In der kommenden Green Season wird sogar ein Familienappartement gebaut, in dem zwei Zimmer durch ein Deck verbunden werden – ideal für Familien, da Kinder jeden Alters willkommen sind.
- Aktivitäten: Bootsausflüge, Pirschwanderungen, Pirschfahrten, Angeln
- Familien: Kinder jeden Alters willkommen, Familienappartement geplant
- Barrierefreiheit: Viele Treppen, nicht barrierefrei
Mehr zur Royal Zambezi Lodge
Chongwe River Camp - Zeltlodge an einem Seitenarm des Sambesi
Idyllisch direkt am Fluss gelegen, besteht aus nur sieben Zelten, darunter eine Family Suite und eine Honeymoon Suite. Leider ist hier der Wasserstand im Fluss so niedrig, dass Kanufahren derzeit nicht möglich ist, aber es gab genug andere Aktivitäten wie Pirsch- und Bootsfahrten. Das Essen war sehr lecker, wenn auch nicht außergewöhnlich. Besonders in Erinnerung blieb mir die Managerin Fossi, die mit ihrer offenen Art das Camp schon seit vielen Jahren leitet. Die Wege in der Lodge sind unbefestigt. Das mag ich ja eigentlich überhaupt nicht. Aber zugegebenerweise passen die Sandwege schon besser ins Gesamtkonzept.
- Größe: 7 Zelte (inkl. Family Suite und Honeymoon Suite)
- Aktivitäten: Pirschfahrten, Bootsfahrten (Kanufahren bei niedrigem Wasserstand nicht möglich)
Chongwe House Privates Haus, nur als Ganzes mietbar
Das private Haus kann nur komplett gemietet werden. Es bietet drei Doppelzimmer, einen eigenen Pool, Koch und Butler. Perfekt für Familien oder Gruppen von Freunden. Die Architektur des Hauses fand ich jedoch etwas merkwürdig und nicht ganz nach meinem Geschmack. Ich schwanke heute noch zwischen Fred Feuerstein und Krieg der Sterne. Auch das sehr offene Architekturkonzept spricht sicherlich nicht jeden an.
- Größe: 3 Doppelzimmer, exklusive Buchung als Ganzes
- Inklusive: Eigener Pool, Koch, Butler
- Ideal für: Familien, Gruppen von Freunden
Chiawa Camp - Mein persönliches Highlight
Ein absolutes Highlight meiner Reise war der Aufenthalt in der Chiawa Lodge. Wie alle anderen Unterkünfte auf meiner Reise liegt Chiawa am Fluss. Mein Zimmer ließ keine Wünsche offen. Zwar gab es keine Klimaanlage oder Minibar, aber das störte mich nicht im geringsten. Die Begleitung war äußerst freundlich und die Tierwelt allgegenwärtig, sogar im Camp.
Die Highlights meines Zimmers:
- Eine große Badewanne
- Eine Außendusche
- Ein privater Plunge-Pool
- Eine riesige Terrasse mit Blick auf den Sambesi
Einfach atemberaubend!
- Aktivitäten: Pirschfahrten (Fahrzeuge ohne Dach), Pirschwanderungen, Bootsausflüge
- Besonderheit: Hervorragende Guides, Mittagessen auf dem Boot
- Hinweis: Aus Sicherheitsgründen darf man sich auch tagsüber nicht alleine im Camp bewegen
Mehr zun Chiawa Camp
Old Mondoro Camp Das einfachere Schwestercamp von Chiawa
Auf dem Weg nach Anabezi gab es noch eine Inspektion des Old Mondoro Camps, des einfacheren Schwestercamps von Chiawa. Es liegt mitten in der Savanne, umgeben von Mahagonibäumen, die Schatten spenden. Die Zelte sind einfacher, und die Umgebung ist extrem trocken. Trotzdem war es faszinierend, so nah in der Wildnis zu sein. Die Weite und Unberührtheit der Landschaft sind beeindruckend.
- Stil: Einfacher und rustikaler als Chiawa
- Lage: Mitten in der Savanne, umgeben von Mahagonibäume
Anabezi - Luxuriöse Safarizelte an einer Lagune
Das Camp ist nicht nur für seine luxuriösen Safarizelte bekannt, sondern auch für seine einmalige Lage mitten im Lower Zambezi Nationalpark, einem der wildesten Gebiete Sambias. Anabezi liegt an einer Lagune, an der sich Elefanten und Krokodile tummeln. Mein Zelt übertrifft alle Erwartungen: groß und luftig, ausgestattet mit allem, was man braucht. Die Zelte verteilen sich entlang der Lagune, alle so platziert, dass man eine gute Sicht hat. Ich merke schnell, dass man hierher nicht nur kommt, um Tiere zu beobachten, sondern auch, um die Ruhe der Natur und vor allem den Luxus der Zelte zu genießen.
- Lage: An einer Lagune mitten im Lower Zambezi Nationalpark
- Stil: Luxuriöse Safarizelte mit privatem Pool
- Tierwelt am Camp: Elefanten, Krokodile, Flusspferde direkt an der Lagune
Mehr zu Anabezi
Gut zu wissen
Wann ist die beste Reisezeit für den Lower Zambezi? Die Trockenzeit von Mai bis Oktober gilt als beste Reisezeit. Wer wie ich im Oktober reist, erwischt die intensivste Wildbeobachtung, muss aber damit rechnen, dass der Wasserstand für Kanufahrten in vielen Lodges schon zu niedrig ist. Wer unbedingt Kanufahren möchte, sollte eher früher in der Saison reisen.
Wie kommt man in den Lower Zambezi? Über Lusaka, von dort mit dem Buschflieger zum Jeki Airstrip oder einen der privaten Airstrips. Von Lodge zu Lodge geht es dann über Land oder per Boot.
Sind die Lodges familienfreundlich? Das ist sehr unterschiedlich. Die Royal Zambezi Lodge baut ein Familienappartement und heißt Kinder jeden Alters willkommen. Das Chongwe House ist als privat mietbares Haus ideal für Familien. Andere Lodges haben Mindestaltersgrenzen. Sprechen Sie uns dazu am besten direkt an.
Mein Fazit
Lower Zambezi ist ein Park, der mich wirklich mit seinen unterschiedlichen Landschaften und der Tiervielfalt fasziniert hat. Lower Zambezi bietet alles, was man von einem erstklassigen Safari-Erlebnis erwartet: eine atemberaubende Tierwelt, Luxus in der Wildnis und eine Atmosphäre, die einen den Alltag völlig vergessen lässt. Wer das wilde Afrika hautnah erleben möchte, ist hier genau richtig.
17 Leoparden, ein Löwenrudel mit Jungtieren, Wildhunde, Elefanten an der Lagune, Mittagessen mitten auf dem Sambesi. Ich nehme Bilder mit nach Hause, die ich so schnell nicht vergessen werde.
Sie überlegen, selbst zum Lower Zambezi zu reisen? Sprechen Sie mich gerne an, ich berate Sie aus eigener Erfahrung.
Ulrike Pârvu, Outback Africa Erlebnisreisen






























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