Unser kostenloser Ratgeber
„Wo in Afrika Safari machen?”
hilft Ihnen bei der Entscheidung, welches Reiseland zu Ihnen passt.
Sambia – auf Safari am Lower Zambezi
Meine Reise beginnt in Lusaka, der lebhaften Hauptstadt Sambias. Für die erste Nacht hatte ich mich für das Latitude 15° Hotel entschieden, ein großes Hotel in einem sicheren Viertel nahe dem Regierungsviertel. Das Zimmer ist recht groß, nicht ganz neu, aber für eine Nacht vor dem Flug völlig ausreichend - Sofa, Tisch, Schreibtisch, Fernseher sowie eine Tee- und Kaffeestation sind vorhanden.
Besonders angenehm ist gerade im heißesten Monat des Jahres die Klimaanlage, und das Badezimmer mit Badewanne und separater Dusche sorgt für zusätzlichen Komfort. Das Essen im Hotelrestaurant war gut und erschwinglich. Ein leckeres Curry gab es bereits für acht Euro, für ein komplettes Abendessen mit Getränk und Nachtisch zahle ich etwa 16 Euro. Der Transfer vom Flughafen zum Hotel dauert ungefähr 40 Minuten. Insgesamt ein entspannter Einstieg in die Erkundungsreise, auf die ich mich schon sehr lange gefreut hatte.
Flug nach Lower Zambezi – Royal Zambezi Lodge
Am nächsten Tag treffe ich meine Mitstreiter, die allesamt aus der Reisebranche kommen. Der Flug von Lusaka zum ersten Zwischenstopp, dem Jeki Airstrip, dauert etwa 40 Minuten. Von dort geht es weiter zum privaten Royal Airstrip, und nach einer kurzen Fahrt von acht Minuten erreichen wir die Royal Zambezi Lodge, die direkt am Ufer des majestätischen Sambesi liegt. Die Lage ist atemberaubend.
Zwar hat die Lodge viele Treppen und ist nicht behindertengerecht, aber der Ausblick auf den Fluss entschädigt für alles. Besonders aufregend war, dass hier noch Bootsfahrten möglich sind, während der Wasserstand weiter flussaufwärts zu niedrig ist. Neben den Bootsausflügen bietet die Lodge auch Pirschwanderungen, Pirschfahrten und Angeln an. In der kommenden Green Season wird sogar ein Familienappartement gebaut, in dem zwei Zimmer durch ein Deck verbunden werden – ideal für Familien, da Kinder jeden Alters willkommen sind.
Reiseangebote, die den Lower Zambezi Nationalpark beinhalten
Passende Reiseangebote aus unserem Programm:
Die Zeit vergeht wie im Flug. Kaum angekommen geht es auch schon weiter. Alle kommenden Transfers gehen über Land, denn wir arbeiten uns von West nach Ost Lodge für Lodge den Sambesi entlang.
Chongwe River Lodge
Der nächste Stopp ist die Chongwe River Lodge, eine Zeltlodge an einem Seitenarm des Sambesi. Die Lodge ist wieder idyllisch direkt am Fluss gelegen und besteht aus nur sieben Zelten, darunter eine Family Suite und eine Honeymoon Suite. Leider ist nun hier der Wasserstand im Fluss so niedrig, dass Kanufahren derzeit nicht möglich ist, aber es gab genug andere Aktivitäten, wie Pirsch- und Bootsfahrten. Das Essen war sehr lecker, wenn auch nicht außergewöhnlich.
Besonders in Erinnerung blieb mir die Managerin Fossi, die mit ihrer offenen Art das Camp schon seit vielen Jahren leitet. Nachts werden die Gäste stets von einem Angestellten begleitet, da wilde Tiere in der Umgebung unterwegs sind und auch schon einmal im Camp vorbeischauen. Einem Elefanten möchte man ja des Nachts nicht wirklich begegnen. Tagsüber konnte ich mich frei bewegen, musste trotzdem immer wachsam sein. Die Wege in der Lodge sind unbefestigt. Das mag ich ja eigentlich überhaupt nicht. Aber ich muss zugeben, die Sandwege passen schon besser ins Gesamtkonzept.
Chongwe House
Wer es etwas privater mag, für den ist vielleicht das Chongwe House genau das richtige. Das private Haus kann nur komplett gemietet werden. Es bietet drei Doppelzimmer, einen eigenen Pool, Koch und Butler. Perfekt für Familien oder Gruppen von Freunden. Die Architektur des Hauses fand ich jedoch etwas merkwürdig und nicht ganz nach meinem Geschmack. Ich schwanke heute noch zwischen Fred Feuerstein und Krieg der Sterne. Auch das sehr offene Architekturkonzept spricht sicherlich nicht jeden an.
Wir verbringen die meiste Zeit auf Pirschfahrt. Bei Chongwe sehen wir den ersten Leoparden. Diese majestätische Großkatze wird mich die ganze Reise über begleiten und am Ende der Tour haben wir tatsächlich 17 verschiedene Individuen. Unglaublich!!!
Chiawa Camp
Ein absolutes Highlight meiner Reise war der Aufenthalt im Chiawa Camp. Wie alle anderen Unterkünfte auf meiner Reise war liegt Chiawa am Fluss. Mein Zimmer ließ keine Wünsche offen: Die Highlights:
- Eine große Badewanne,
- eine Außendusche,
- ein privater Plunge-Pool
- eine riesige Terrasse mit Blick auf den Sambesi
Einfach atemberaubend! Zwar gab es keine Klimaanlage oder Minibar, aber das störte mich nicht im geringsten. Ein absolutes Highlight war das Mittagessen auf einem Boot mitten auf dem Sambesi. Es war nicht nur unglaublich lecker, sondern auch eine unvergessliche Erfahrung.
Die Begleitung war äußerst freundlich und die Tierwelt allgegenwärtig – sogar im Camp. Aus Sicherheitsgründen durfte ich mich nicht frei bewegen, auch tagsüber nicht. Die Pirschfahrzeuge in Chiawa hatten kein Dach, was die Nähe zur Natur intensivierte. Leider war Kanufahren aufgrund des niedrigen Wasserstands auch hier nicht möglich.
Unser Guide Moses war jedoch der beste, den ich während der gesamten Reise hatte – er wusste wirklich über alles Bescheid. Die morgendliche Pirschwanderung war zwar etwas anstrengend, aber besonders informativ, auch wenn ich vieles davon bereits wusste.
Old Mondoro Camp
Auf dem Weg nach Anabezi gibt es noch eine Inspektion des Old Mondoro Camps, das einfachere Schwestercamp von Chiawa. Es liegt mitten in der Savanne umgeben von Mahagonibäumen, die Schatten spenden. Die Zelte sind einfacher, und die Umgebung ist extrem trocken. Trotzdem war es faszinierend, so nah in der Wildnis zu sein.
Im Vergleich zu meinem letzten Aufenthalt in Simbabwe vor zwei Jahren sah ich hier glücklicherweise noch keine toten Tiere trotz der Trockenheit. Die Weite und Unberührtheit der Landschaft sind beeindruckend, und ich bin gespannt auf die Erlebnisse, die mich hier erwarten.
Anabezi
Das Camp ist nicht nur für seine luxuriösen Safarizelte bekannt, sondern auch für seine einmalige Lage mitten im Lower Zambezi Nationalpark, einem der wildesten Gebiete Sambias. Wir kommen am Vormittag an. Anabezi liegt an einer Lagune, an der sich gerade Elefanten und Krokodile tummeln. Mein Zelt übertrifft alle Erwartungen: groß und luftig, ausgestattet mit allem, was man braucht.
Auf der Terrasse halte ich kurz inne und lasse den Blick über den Fluss schweifen. Ein Flusspferd taucht am Ufer auf und verschwindet wieder im Wasser. Die Zelte verteilen sich entlang der Lagune, alle so platziert, dass man eine gute Sicht hat. Ich merke schnell, dass man hierher nicht nur kommt, um Tiere zu beobachten, sondern auch, um die Ruhe der Natur und vor allem den Luxus der Zelte zu genießen.
Am Nachmittag brechen wir zur ersten Pirschfahrt auf. Wir finden Wildhunde, ein Löwenrudel mit Jungtieren, Zebras und vieles mehr. Zurück im Camp nutze ich die Zeit, um kurz am privaten Pool zu entspannen. Von hier aus hat man einen perfekten Blick auf den Fluss, und während die Sonne untergeht, färbt sich der Himmel in den schönsten Farben.
Mein Fazit
Lower Zambezi ist ein Park, der mich wirklich mit seinen unterschiedlichen Landschaften und der Tiervielfalt fasziniert hat. Lower Zambezi bietet alles, was man von einem erstklassigen Safari-Erlebnis erwartet: eine atemberaubende Tierwelt, Luxus in der Wildnis und eine Atmosphäre, die einen den Alltag völlig vergessen lässt. Wer das wilde Afrika hautnah erleben möchte, ist hier genau richtig.
Ulrike Pârvu, Lower Zambezi, Oktober 2024






























noch keine Kommentare