Khulu Ivory Lodge und Ivory Lodge, Hwange Nationalpark

von Ulrike Pârvu

Hwange Nationalpark, 30.04.2015

Die Fahrt von Victoria Falls zum Hwange Nationalpark dauert etwa zwei Stunden. Ich finde es interessant, diese Strecke per Kleinbus und nicht per Flugzeug zurückzulegen. Wir sehen ein bisschen was von Land und Leuten und die Vorfreude steigt. In der Nähe der Lodge queren immer wieder Elefanten unseren Weg. Ich werde das Gefühl nicht los, dass das diesmal eine Reise zu den Elefanten wird.

Khulu Ivory Lodge

Die kleine und intime Khulu Ivory Lodge liegt etwa 40 Minuten vom Hwange Nationalpark entfernt in einer privaten Konzession. Es gibt nur sechs Zimmer, drei auf jeder Seite des Hauptbereiches. Die Zimmer oder besser die Zelte sind recht groß und komfortabel eingerichtet, das Bett ist bequem und sogar für die kalte Jahreszeit in Hwange mit einer Heizunterdecke ausgerüstet. Bevor wir zum gemütlichen Teil am Abend übergehen, schauen wir uns noch die Painted Dog Conservation an.

Painted Dog Conservation

Das ist eine Station, die sich um verunglückte und verletzte Wildhunde kümmert. Mich rührt die Geschichte um das Leben des Wildhundes Arrow sehr an, zumal sie voller Inbrunst von einer jungen Dame erzählt wird. Direkt vor dem Camp befindet sich ein in der Nacht beleuchtetes künstliches Wasserloch, das große Elefantenherden und eine Menge anderer Tiere anzieht. Fast direkt vor diesem Wasserloch sitzen wir gemütlich am Lagerfeuer, als drei Elefanten aus der Dunkelheit auftauchen und uns kritisch beäugen. Es scheint uns recht abenteuerlich. Gebannt schauen wir den Tieren zu, bevor wir zum Abendessen gerufen werden. Das war mit Abstand das beste Rindersteak, das ich je gegessen habe.

 

Ivory Lodge, Hwange

Uns bleibt noch ein bisschen Zeit, die Ivory Lodge anzuschauen. Wir sind am späten Nachmittag da, mir fällt die dunkle Empfangshalle auf, meinen Mitreisenden auch. Wir fragen nach und uns wird erklärt, dass hier in nächster Zeit Änderungen geplant sind. Die Ivory Lodge ist das nicht ganz so luxuriöse Pendant zu Khulu Ivory. Trotzdem finde ich die Anlage gelungen, und die Zelte, die auf Plattformen stehen, ausreichend und hübsch. Schließlich sind wir hier ja auch in Afrika.

In den Zelten finden wir alles, was so im Busch gebraucht wird. Auch eine Tee- und Kaffeestation ist vorhanden. Besonders für Familien mit Kindern ist diese Anlage geeignet. Es gibt einen großen Pool. Auch diese Lodge hat ein Wasserloch, an dem man immer wieder Tiere beobachten kann. Wir finden einen toten Mistkäfer und haben so Gelegenheit, diesen riesigen schwarzen Brummer einmal aus der Nähe zu betrachten. Wir treffen uns am Wasserloch, um unseren Sundowner zu genießen, und wieder haben wir den schönsten Sonnenuntergang erlebt… bis zum nächsten schönsten Sonnenuntergang.

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