Camp Zambezi, Mana Pools

von Ulrike Pârvu

Sambesi, 06.05.2015

Heute haben wir ein spannendes Abenteuer vor uns. Das Camp Zambezi erwartet uns zu einer Campingübernachtung an den Ufern des Sambesi. Unter einem großen, Schatten spendenden Baum erfolgt die Übergabe vom Fahrzeug des Kanga Camps, das recht komfortabel ist, auf das Fahrzeug des Camp Zambezi. Ich muss mich erst an die Klapperkiste gewöhnen, die aber verlässlich erscheint. Dann macht das Ganze richtig Spaß. Der Guide weiß unheimlich viel.

Später finden wir heraus, dass es sich um den Manager des Camps handelt. Wir fahren ein ganzes Stück über die holprigen Wege und lauschen andächtig den gefühlt 1000 Geschichten unseres Fahrers. Zwischendrin begegnen wir wieder einem Elefanten, der uns erst nicht passieren lassen will. Mit ein wenig gutem Zureden können wir aber doch an ihm vorbei fahren. Dann taucht am Flussufer unser Camp auf. Nur für uns und nur für eine Nacht wurden die Zelte errichtet. Ich bin sehr beeindruckt. Wie aufgefädelt stehen die Zelte mit Blick auf den Fluss vor uns.

Es gibt ein kleines, offenes Küchenzelt, einen großen Tisch mit Stühlen und natürlich eine Feuerstelle. Außerdem ein wenig abgelegen zwei Buschduschen und ein Toilettenzelt. Alles ist sehr rustikal, aber ich habe meine Freude dran. Nach der Mittagssiesta haben wir zwei Möglichkeiten, den Rest des Tages sinnvoll zu verbringen. Wir können eine Kanufahrt auf dem Sambesi unternehmen oder auf Pirschfahrt gehen. Ich muss zugeben, dass ich ein sehr ängstlicher und kein besonders kräftiger Mensch bin, also entscheide ich mich gegen die Kanufahrt und für die Pirschfahrt.

Bis zum Ablegen der Kanus schwanke ich immer noch. Als ich aber das Knurren der Hippos höre, die es hier überall gibt, bin ich überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Die Kanus können entweder zwei oder drei Personen fassen, nicht in jedem Kanu sitzt ein Guide. Man kann das Camp Zambezi auch für mehrere Tage buchen und eine mehrtägige Kanusafari unternehmen. Das Camp zieht dann um, während die Gäste von einer Stelle zur nächsten paddeln.

Als ich meine Kollegen am Abend wiedersehe, bedauere ich es doch ein bisschen, dass ich nicht mit paddeln war. Vielleicht ergibt es sich ja zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal.Nach der Rückkehr von der Pirschfahrt dusche ich in der Buschdusche. Am Abend sitzen wir nach einem der leckersten Essen dieser Reise gemütlich am Feuer und lauschen den nächsten 1000 Geschichten unseres Guides. Das Bett ist überraschend bequem, auch wenn es sich nur um ein Feldbett handelt. Die afrikanische Nacht umschließt uns mit ihren Geräuschen, ich höre das Plätschern des Flusses und die Flusspferde, die uns in dieser Nacht auch im Camp besuchen.

ein Kommentar

Gunnar L-

05.11.2015 um 13:30

Das Paddeln hat auch sicherlich viel Spaß gemacht, wenn man es nach den Bildern beurteilen würde! Toller Bericht