Ruckomechi Camp, Mana Pools und Fazit der Inforeise

von Ulrike Pârvu

Mana Pools, 07.05.2015

Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns auf zu unserer letzten Station. Wir halten noch einmal kurz an, um ein bisschen zu Fuß durch den Busch zu pirschen. Wir treffen auf die Spuren eines Krokodils, das wir aber leider nicht in Natura entdecken.Die Fahrt zum Ruckomechi Camp ist lang. Das Camp liegt vor den Toren des Parks und gehört zur bekannten Wilderness-Kette, wie auch das Linkwasha Camp in Hwange oder Mombo und Vumbura in Botswana.Auch, wenn das Camp Zambezi Spaß gemacht hat, bin ich froh, als hinter einem Busch das bequemere Fahrzeug von Wilderness steht. Wir verbinden den Transfer mit einer gemütlichen Pirschfahrt, aber auch in diesem Teil des Parks scheinen sich die Tiere gut verstecken zu können.

Am späten Mittag erreichen wir das Ruckomechi Camp und werden sehr freundlich begrüßt. Es gibt einen Willkommenstrunk und dann werden uns die Zelte gezeigt, die erwartungsgemäß sehr groß und komfortabel ausfallen. Es gibt ein geräumiges, aber leider seeeehr offenes Bad, nicht einmal die Toilette hat einen Vorhang. Ungestört ist man hier keinesfalls. Die Außendusche lässt auch Einblicke von den Nachbarzelten zu, die nicht wirklich weit weg aufgebaut sind. Sonst aber findet man alles, was das Herz begehrt. Die Betten sind riesig, es gibt eine Tee- und Kaffeestation, Bademäntel, allerlei Kosmetika, und wir bekommen einen frisch gebrühten Kaffee serviert. Alles in allem ist Ruckomechi ein würdiger Abschluss.

Am Nachmittag machen wir uns auf zu einer Bootsfahrt, nachdem wir das Camp ausgiebig inspiziert haben. Es besteht aus insgesamt nur zehn Zelten, von denen eines das Honeymoon-Zelt ist. Der Hauptbereich des Camps ist wunderschön und geschmackvoll gestaltet. Es gibt einen Pool, für den aber leider keine Zeit bleibt. Zum High Tea werden süße und herzhafte Häppchen und Tee oder Kaffee gereicht.

Zwei nette junge Männer kommen mit uns auf die Bootstour, wo wir noch einmal viele Hippos und auch mehrere Elefanten sehen. Der Sonnenuntergang ist spektakulär und wir werden ein wenig wehmütig, weil eine sehr intensive, informative und spannende Reise langsam zu Ende geht. Auf der anderen Flussseite liegt Sambia. Ein paar Menschen am Ufer winken uns zu, leise hören wir Radiomusik in der Ferne.

Den Abend verbringen wir ein wenig hölzern am Tisch. Alles ist natürlich lecker und vom Feinsten, aber richtig nett wird es erst am Feuer, und aufregend noch dazu, denn wir bekommen noch einmal Abschiedsbesuch von einem jungen Elefantenbullen, der bis auf wenige Meter an uns herankommt, bevor er das Camp auf der anderen Seite durchstreift.

Bevor wir am nächsten Morgen alle auseinander gehen, gibt es noch ein reichliches Frühstück und eine weitere Pirschfahrt.

Fazit der Simbabwe-Inforeise

Wie schon so oft, war es eine wunderbar und durchdacht organisierte Inforeise unseres verlässlichen Partners vor Ort. Ich habe viele nette Menschen kennengelernt und einige noch nettere Menschen wiedergetroffen. Es hat Spaß gemacht. Simbabwe zählt auf jeden Fall ab jetzt neben Botswana und Südtansania zu meinen Lieblingsdestinationen. Ich durfte viele wunderschöne Unterkünfte testen und habe spannende Momente erlebt. Simbabwe ist ein Land, das gefühlt zu Unrecht gemieden wird. Ich wünsche mir, dass es viel mehr Menschen gibt, die Lust darauf haben, Simbabwe zu besuchen und die warmherzigen, zuverlässigen und äußerst freundlichen Menschen, die dort leben, zu unterstützen. Ich will mich jedenfalls nach Kräften bemühen, den Tourismus dort anzukurbeln.

Haben Sie auch Lust auf eine Reise nach Simbabwe bekommen?

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