Ulrike Pârvu ist seit 2003 bei Outback Africa und wurde schon bald zum Botswana-Liebhaber und -Spezialisten. Ob Campingtour oder Luxus-Flugsafari, Ulrike berät ausführlich und kompetent, und ihre Begeisterung ist ansteckend. Von eigenen Reisen kennt sie außerdem Simbabwe, Südafrika, Namibia, Sambia, Malawi, Mosambik, Tansania und Mauritius. Auch für Safaris mit Kindern hat Ulrike so manchen Tipp.
Nachmittags geht es auf Pirschfahrt. Ich bin ein wenig enttäuscht, dass wir nur wenig Wild zu Gesicht bekommen, aber wir sind nun einmal nicht im Zoo. Es gibt eine Absprache unter den Guides, dass maximal drei Pirschfahrzeuge an einer Tiersichtung bleiben dürfen. Eine gute Idee, finde ich gleich. Das kann ich nur befürworten! Im öffentlich zugänglichen Teil von Moremi hat man nämlich manchmal schon tansanische Verhältnisse.Den Abend beschließen wir mit einer Boma. Das Personal singt für uns und ich falle anschließend müde und überwältigt ins überdimensional große Bett. Nachts kommt heftiger Wind auf und ich fürchte mich fast ein bisschen in meinem Zimmer. Es wird kühl. Schließlich falle ich aber doch in einen tiefen und zufriedenen Schlaf.Am nächsten Morgen kann ich ein wenig ausschlafen, denn mein Flieger geht erst am späten Vormittag in Richtung Chiefs Island. Vorher habe ich aber Gelegenheit, Vumbura North anzusehen. Das ist das Schwestercamp von Vumbura South, wo ich gerade übernachtet hatte. Roger, ich hoffe, ich habe mir seinen Namen richtig gemerkt, kümmert sich um mich. Er lebt schon seit 13 Jahren in der Abgeschiedenheit Afrikas. Ursprünglich kommt er aus Simbabwe und hat englische Wurzeln. Er erklärt mir alle wichtigen Informationen zu Vumbura und beantwortet geduldig meine Fragen. Insgesamt gibt es 14 Zimmer/Zelte, wie auch immer man es nennen mag, die sich auf zwei Camps aufteilen. Vumbura North und Vumbura South sind zwei identische Camps, die nur etwa 500 Meter auseinander liegen. Trotzdem bekommt man vom jeweils anderen Camp nichts mit. Der öffentliche Bereich von Vumbura North ist vor etwa einem halben Jahr abgebrannt und wurde ein bisschen moderner wieder aufgebaut. Es gibt Glastüren, die bei Unwettern geschlossen werden können. Die Zimmer sind ansonsten gleich, allerdings gibt es hier auch eine Familieneinheit. Die steht den anderen Zimmern in Größe und Luxus in nichts nach. Für Kinderbetreuung ist ebenfalls gesorgt. Mir fällt auf, dass selbst bei den hochpreisigen Unterkünften immer öfter auch auf Familien eingegangen wird.Das nächste Camp, dem ich noch eine Stippvisite abstatten kann, ist Little Vumbura. Das gehört zu den Classic Camps. Die Zimmer sind nicht so riesig, aber man hat alles, was man braucht. Little Vumbura erreicht man nur mit einem Bootstransfer. Ich finde das Camp wunderschön und gemütlich. Leider reicht die Zeit nur für ein paar Fotos. Wir müssen schon weiter. Roger und der nette Fahrer verabschieden sich von mir mit einem Tässchen leckeren Kaffees und selbstgebackenen Butterplätzchen. Ich werde am Vumbura Airstrip abgeliefert und habe ein ganzes Flugzeug nur für mich. Welch ein Luxus!
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