Wanderungen im Okavangodelta (13/22)

von Doreen Krausche

Leise gleitet das Mokoro durchs Wasser. Nur das Plätschern des Polerstabs und das Rascheln der Seerosenblätter, die den Rand des Mokoros streifen, sind zu hören. Ich komme mir vor, als würde ich in einer überfluteten großen Wiese sitzen. Zum Sonnenuntergang halten wir in einer Lagune und genießen die letzten warmen Sonnenstrahlen und die Atmosphäre, während die Sonne am Horizont ins Wasser taucht.

Seerosen im Okavangodelta © Foto: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Okavangodelta © Foto: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Sonne auf der Wasseroberfläche des Okavangodelta © Foto: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Goldenes Nachmittagslicht im Okavangodelta © Foto: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Sonnenuntergang im Okavangodelta © Foto: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Sonnenuntergang im Okavangodelta © Foto: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Es wird kühler und wir freuen uns auf das warme Abendessen. Ich bin erstaunt, als ich eine extra Schüssel Chili Con Carne ohne Bohnen bekomme. Am Abend zuvor habe ich diese aus meinem Essen heraus gefischt. Lawrence hat sich das gemerkt und für mich eine separate Portion zubereitet. Evans fragt mich später noch einmal danach, denn er hat in der Verpflegungsliste keine besonderen Hinweise gefunden, dass ich eine Allergie habe. Ich erkläre ihm, dass ich die Kidneybohnen einfach nicht mag, aber man deshalb nicht extra Rücksicht drauf nehmen muß und es nicht weiter wild sei. Positiv nehme ich es zur Kenntnis, dass die Verpflegungshinweise also auch ernst genommen werden und den weiten Weg von Deutschland aus unserem Büro bis zum Guide vor Ort finden und umgesetzt werden. Nach unserem Dessert aus Früchten mit Milch wird der nächste Tag besprochen. Über uns erstrahlt der Nachthimmel in seiner vollen Schönheit und das Lagerfeuer knistert.Donnerstag, 24.05.2012Wir unternehmen heute zwei kleinere Wanderungen auf den umliegenden Inseln. Erneut verzaubert mich die Schönheit des Okavangodeltas. Wir erfahren von unseren Guides viel Wissenswertes und Interessantes über die hier lebenden Tiere und die Entstehung der Inseln durch Termiten. Die sichtbaren Hügel sind nur der kleinste Teil des gesamten Baus. Die kleinen, gefräßigen Insekten graben tief im Erdinneren verzweigte Gänge und ermöglichen eine Durchlüftung und den besseren Durchfluss des Regenwassers. Der Boden wird fruchtbarer, Pflanzen siedeln sich an. Es entstehen Inseln, an denen sich Schlamm und Pflanzenteile anlagern. Wenn Bäume wachsen, halten diese das ganze Geflecht fest.So werden die Inseln immer größer und stabiler, richtige Wälder können wachsen und Tiere darauf leben.Die Guides zeigen uns, dass Seerosen nicht nur im Wasser hübsch sind. In Handumdrehen gestalten Sie schöne Accessoires für uns.

Abfahrt zum Ausflug © Foto: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Seerose im Okavangodelta © Foto: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Wanderung im Okavangodelta © Foto: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Termitenhügel - der Ursprung vieler Inseln im Okavangodelta © Foto: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Pflanzenexkursion im Okavangodelta © Foto: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Seerosen im Okavangodelta © Foto: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Seerosen im Okavangodelta © Foto: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Buschdusche © Foto: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Buschdusche © Foto: Doreen Schütze | Outback Africa Erlebnisreisen

Zwischen den beiden Wanderungen kehren wir ins Camp zum Mittagessen zurück. Wir nutzen auch die Zeit zum Duschen. Natürlich bedarf es auch hier einiger Vorbereitungen. Die Dusche wird an einem geeigneten Platz aufgebaut. Ein Baum, an dessen Ast sich der Wassersack aufhängen lässt, sollte nicht fehlen. Für die nötige Privatsphäre sorgen vier Zeltwände und fertig ist das Badezimmer. Ein geringfügiger Unterschied zur heimischen Duschkabine besteht schon, aber das Erlebnis und die Atmosphäre einer Buschdusche sind nicht zu überbieten. Es gibt viele verschiedene Buschduschen-Versionen, die im Internet auch anschaulich dargestellt sind. In unserem Fall ist es ein 25 Liter-Sack mit Duschkopf, der sich auf und zu drehen lässt und der per Seilzug über meinem Kopf schwebt. Damit das Wasser ausreicht, um meine langen Haare zu waschen, muss ich mich etwas beeilen und das Wasser bewusst dosieren. Ich genieße die Erfrischung und das Campinggefühl mit Blick in den Himmel.Noch einmal dürfen wir den Sonnenuntergang bei einer Mokorotour erleben - eins der schönsten Naturschauspiele überhaupt. Es wird schnell dunkel und wir versammeln uns zum Abendessen ums Lagerfeuer, während irgendwo im Wasser ein Flusspferd grunzt.

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