Doreen Krausche geb. Schütze stieg nach langjähriger Erfahrung als Reiseleiterin und in der Hotelbranche 2011 bei Outback Africa Erlebnisreisen ein. Seither sammelte sie Reiseerfahrung in Tansania, Botswana, Namibia, Mosambik und Südafrika. Sie betreut viele Kleingruppenreisen aus dem Outback Africa Programm und stellt auch individuelle Reiseangebote in Südafrika zusammen.
Dienstag, 29.05.2012 bis Donnerstag, 31.05.2012Vorbei an den Bergen von Savuti verlassen wir beim Ghoma Tor den Park. Kurz danach fahren wir auf eine Asphaltstraße, die erste seit Tagen in der Wildnis. So eine moderne Straße zu sehen ist etwas verwirrend nach der vielen Wildnis. Langsam kommt das Gefühl auf, dass unsere Reise ins Innere Afrikas mit seiner unberührten Natur- und Tiervielfalt zu Ende geht. Maun liegt nun schon über 250 Kilometer hinter uns und Kasane, der Startpunkt unserer Reise, ist nur 95 Kilometer entfernt. Doch noch haben wir ein weiteres Highlight vor uns - den Chobe Nationalpark, dessen Nordrand wir am Anfang der Tour nur kurz gestreift haben. Wir freuen uns auf die zwei verbleibenden Nächte in der Wildnis, bevor uns die Zivilisation wieder hat.
Nach Moremi und Savuti ist der Kontrast der Farben des Chobe Nationalpark beeindruckend. Der Chobefluss, den wir zu Beginn unserer Reise per Bootstour kennen gelernt haben, zieht sich wie ein glitzerndes Band durch den Park. Das Grün der Bäume, das Blau des Flusses und des wolkenlosen Himmels und das Gelb der sandigen Erde bieten ein herrliches Farbenspiel. Der 10.000 Quadratkilometer große Park ist für seine großen Elefantenherden berühmt. Es gibt auch Büffelherden, Giraffen, Zebras, Warzenschweine, Antilopen und viele verschiedene Vogelarten. Die Nähe zu Kasane ermöglicht Tagesausflüge in den Chobe NP und somit treffen wir auf einige safaribegeisterte Tagestouristen. Das Privileg im Park zu campen, haben nur wenige. Auch hier sind die Camps nur für eine bestimmte Anzahl von Kleingruppen buchbar, die nur auf wenigen ausgewiesenen Plätzen ihre Zelte aufschlagen dürfen.
Auf unserer Nachmittagspirschfahrt entlang des Chobeufers erblicken wir eine Herde Elefanten, die sich ein Schlammbad gönnen. Mir gelingt ein Video und ein paar Schnappschüsse von dem kleinen Babyelefanten, der zwischen den großen Elefanten fast im Schlamm verloren geht. Das viele Wasser ist ein Paradies für die Tiere. Etwas gruselig sind die vielen Geier in den Bäumen, unter denen ein Elefantenkadaver liegt - wie in Alfred Hitchcocks Film „Die Vögel“.
Viele Sonnenauf- und untergänge haben wir zwar gesehen und fotografiert, hier am Chobe ziehen aber Wolken auf und geben unserem Fotomotiv etwas Besonderes.Der aufkommende Wind weht die herbstlichen Blätter von den Bäumen. Evans sagt, dass es jetzt kühler wird und der Winter bald vor der Tür steht. Ich finde, der Mai ist eine wunderschöne Jahreszeit, hierher nach Botswana zu reisen. Tagsüber ist es nicht zu heiß und in der Nacht noch erträglich kühl. Bäume und Gräser sind herbstlich gefärbt. Ein angenehmer Spätsommer, wie er bei uns in Deutschland im September oder Oktober vorkommt. Ein weiterer positiver Aspekt der Jahreszeit sind die wenigen Insekten und Moskitos.Gegen Abend bekommen wir im Camp nochmals Besuch - nicht in Form eines Löwenrudels, sondern von Parkrangern. Die möchten kontrollieren, ob wir auch genügend Buschtoiletten aufgestellt haben - ab acht Personen müssen zwei Toiletten zur Verfügung stehen. Bei uns ist klotechnisch alles korrekt und so sind sie schnell wieder verschwunden.Wir brechen zu unserem letzten großen Pirschfahrttag auf. Am Chobe begegnen wir zahlreichen Elefantenherden, auch eine Büffelherde findet sich am Fluss ein. Wir sehen Flusspferde an Land, ein seltener Anblick. Im Truck herrscht etwas gedrückte Stimmung, denn das Ende der Reise rückt unaufhaltsam näher. Morgen werden wir wieder in die Zivilisation zurückkehren.An unserem richtigen letzten gemeinsamen Abend genießen wir nochmals Lawrence's Küche. Heute herrscht eine andere Atmosphäre, die Gespräche sind intensiver. Ein Rückblick der vergangenen Tage, E-Mail-Austausch und Gelächter über die diversen Insiderwitze, die sich über die gesamte Reise angesammelt haben und die wohl niemand außer uns verstehen wird. Evans und Lawrence haben sich für den letzten gemeinsamen Abend noch etwas ausgedacht - eine Mutprobe der besonderen Art. Mopanewürmer, die von den Einheimischen als Knabberei gegessen werden, sind für uns Europäer natürlich eine Herausforderung. Nur unsere mutigen Herren verspeisen einen Wurm und ernten Applaus. Im Bomarestaurant, in dem ich am Anfang der Reise gegessen habe, wird diese Mutprobe ebenfalls angeboten - hier würde man noch ein Zertifikat erhalten. Zertifikat oder Applaus - ich habe dankend abgelehnt.
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