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Auf Pirsch im Moremi Wildreservat
Wir schlagen unser Lager auf - jetzt sind wir wirklich mitten in der Wildnis. Nach dem Zeltaufbau gehen wir nochmal auf Pirschfahrt. Wir wollen alle endlich Raubkatzen sehen.Wir haben Glück und beobachten eine Servalkatze beim Beutezug. Zwar müssen wir die Sichtung mit zwei weiteren Allradwagen mit Fotografen teilen, aber alle sind begeistert. Kurz nach Sonnenuntergang kehren wir ins Camp zurück, zugegebenermaßen ein bisschen enttäuscht, dass wir keine Löwen gesehen haben. Die Stimmung hebt sich schlagartig, als uns ein herrlicher Geruch entgegen weht. Lawrence brät Fleisch auf dem Feuer. Aber warum sitzt der dabei im Anhänger unseres Trucks und nicht am Feuer bei den Steaks?
Sichtlich schockiert berichtet er, dass er Zutaten im Anhänger holen wollte und dabei im Gebüsch sechs Löwinnen sah, die sich sehr interessiert an dem Fleisch und auch an ihm zeigten. Aus Sicherheitsgründen ist er lieber oben im Anhänger geblieben und musste leider dabei zusehen, wie das Abendessen langsam verbrennt.Uns sind die Steaks auf einmal egal, beim Stichwort "Löwen" sind alle hellwach. Lawrence springt schnell zu uns an Bord und wir machen uns auf die Suche nach den Löwinnen. Es ist schon ziemlich dunkel, doch da tauchen die Katzendamen plötzlich im Gebüsch vor uns auf und laufen ins Scheinwerferlicht. Leider sind alle Fotos verwackelt und nur ein kurzes, aber ebenfalls verwackeltes Video beweist unsere Besucherinnen im Camp.An diesem Abend befolgen wir alle besonders aufmerksam die Anweisungen unseres Guides und gehen wirklich nur noch zu zweit zur Buschtoilette. Da keiner in der Nacht den Weg antreten will, müssen die leeren Wasserkanister als Nachttopf herhalten - Not macht erfinderisch und der „Töppi“ ist letztlich nur für die Psyche da, denn niemand von uns muss ihn wirklich benutzen.
Da wir zwei Nächte im Moremi verbringen, ist der morgendliche Start zur nächsten Pirschfahrt entspannter als an Tagen, wo alles eingepackt werden muss. Wir stärken uns, schnappen unsere Kameras und sind gespannt, was wir heute für tolle Tierbeobachtungen erleben werden. Noch sind wir alle etwas müde, aber sobald die ersten Tiere auftauchen, steigt die Aufregung. Wir entdecken erneut große Herden Zebras und Gnus, eine rote Letchwe-Antilopenart, Impalas, Giraffen mit Babys, Elefanten am Horizont, eine Moorantilope und schreiende Meerkatzen im Baum. Kurze Zeit später entdecken wir Fußspuren von einer Hyäne, dann ein Warzenschwein, welches schwanzwedelnd davon läuft. Auch Perlhühner, ein Kuckuck und Enten fliegen uns vor die Linse.
An einem Flusslauf machen wir eine kurze Rast und Obstpause. Wie wir die Flusspferde beobachten, so beobachten sie uns. Mein persönliches Highlight der heutigen Pirschfahrt ist ein Babyzebra, dessen Fell im Sonnenschein flauschig leuchtet. Wie ein Teddy, hätte ich es gern gekuschelt und den Flaum des Fohlens gestreichelt. Der Wunsch, Raubkatzen zu sehen, wurde uns bisher nur teilweise erfüllt. So nah im Camp hätten wir die Löwinnen zwar nicht erwartet, aber beeindruckend und aufregend war es allemal, nur gesehen hat sie eigentlich nur Lawrence so richtig (er hätte sicher lieber darauf verzichtet).
Doch der letzte Morgen in Moremi soll uns für unsere Geduld belohnen. Auf unserem Weg zum North Gate des Reservates fahren wir auf langen Sandpisten an herbstlichen Laubwäldern durch weite Graslandschaften. Die Sonne ist eben erst aufgegangen und in ihrem herrlichen Licht entdecken wir ein Rudel Wildhunde. Wir glauben es kaum, denn diese sehr scheuen Wildtiere sieht man nur noch sehr selten. Evans bleibt ihnen vorsichtig auf den Fersen und stellt den Truck für alle günstig zum Fotografieren ab. Die Wildhunde sehen uns nicht als Gefahr und kommen sehr nah. Wir haben Zeit, sie beim Spiel zu beobachten und tolle Fotos zu schießen. Ein toller Start in den Tag! Nur ein paar Minuten später folgt die nächste Überraschung. Ein Leopard läuft direkt vor uns auf der Sandpiste und markiert sein Revier. Nur selten dreht er sich zu uns um, doch auch seine Rückansicht begeistert.
Wir sind uns einig, dass der heutige Tag nicht besser werden kann. Erst Wildhunde und dann ein Leopard, was will man mehr? Eine Löwin vielleicht? Sehr gern!Genau in dem Moment, als wir unsere Kameras wieder verstaut haben, taucht eine Löwin auf und begleitet uns auf der Sandpiste. Zum Greifen nah und von jeder Seite fotogen entstehen wunderschöne Aufnahmen. Das kann nun wirklich nicht mehr getoppt werden.
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