Madagaskar Reisebericht (7): Sainte Marie / Nosy Boraha

von Svenja Penzel

Hier am Strand, einige Schritte vom Baboo Village entfernt, legen die Fährboote an, die zur Hauptinsel Sainte Marie hinüberfahren. © Foto: mp Doch zunächst müssen wir vom Flughafen zu Fuß (unser Gepäck wird in einer Rikscha gefahren) zu einem Boot, das uns zur südlich vorgelagerten Nachbarinsel Ile aux Nattes fährt, über türkisblaues Meer vorbei an schrägen Palmen und hellem Sandstrand. Schon bald tauchen die Strohschirme und Hütten unserer letzten Unterkunft auf, dem Baboo Village. Das Hotel hat einen Steg ins Wasser mit Liegestühlen drauf, der Strand ist gleich um die Ecke. Alles ist recht idyllisch, aber nicht mehr so einsam wie im Buschhaus. In der Nachbarschaft gibt es mehrere andere Hotels, Touristen und Einheimische laufen am Strand herum. Doch verläuft sich das alles, so daß man hier wirklich noch nicht von "touristisch" sprechen kann.Für den nächsten Tag haben wir einen Tauchausflug gebucht. Max, unser Dive Master, holt uns ab und fährt uns auf die andere Seite der Insel, wo die Riffe sind. Wir erleben zwei faszinierende und wunderschöne Tauchgänge mit Rochen und vielen bunten Fischen und fragen uns dazwischen, warum wir seit unserem Tauchkurs auf Sansibar vier Jahre haben vergehen lassen. Nachmittags sind wir noch durch die nahen Dörfer spaziert und haben vielleicht ein paar nette Kinderportraits erwischt. Am Abend genehmigen wir uns eine landestypische Spezialität: Rum. Der wird hier in erstaunlich großen Gläsern serviert und man kann ihn auch aromatisiert bestellen. Ich probiere Zimt und bin begeistert.Unseren letzten Tag auf der Insel beginnen wir wieder mit einem ausgedehnten Spaziergang. Auf dem Rückweg zum Hotel führen uns fünf kleine Jungs, die wir an einem idyllischen Strand aufgegabelt hatten. Wir werden sie erst wieder los, als wir jedem von ihnen eine Art Quarkspitze kaufen, wie sie hier an vielen kleinen Verkaufsständen gebacken werden.Kinder am Strand (Ile aux Nattes, Madagaskar)Unsere Reiseführer beim Inselspaziergang über die Ile aux Nattes. © Foto: mpMittags setzen wir per Boot wieder auf die Hauptinsel über und schauen uns die Princesse Bora Lodge an, das beste Hotel der Insel. Wir waren vorangemeldet, der Manager lädt uns zum Mittagessen ein, es gibt Fisch in Vanillesauce. Die Lodge ist tatsächlich sehr schick, an einem schönen Standabschnitt gelegen, die Bungalows im maritimen Stil, großzügig, in dunklem Holz gehalten. Auf dem ins Meer gebauten Steg stehen sogar richtige Betten mit Sonnenschutz. Die meisten der mehr oder weniger attraktiven Hotelgäste liegen jedoch in den Liegen rund um den Pool und schlürfen Cocktails. Wir beschließen, daß wir uns im einfacheren, aber deutlich herzlicheren und ungezwungeneren Baboo Village wohler fühlen.Nach einem Besuch der quirligen Inselhauptstadt kehren wir schließlich auf die Ile aux Nattes zurück und gönnen uns noch ein erfrischendes Bad im Meer zum Sonnenuntergang.Fortsetzung folgt hier.Aus unserer Erkundungsreise haben wir inzwischen eine für jedermann buchbare Naturrundreise durch Madagaskar geschneidert.

3 Kommentare

maria schütte

20.08.2008 um 10:17

hallo,
ihr bericht hat mich neugierig gemacht. haben sie einen tip für einen tagesaufenthalt? wir sind ende november mit dem schiff einen tag auf nosy boraha.
herzliche grüße maria schütte

Marco

03.03.2008 um 11:07

Sehr geehrter Herr Schwab,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserem Reiseangebot.

Bekommen Sie auch Flüge von Air Madagaskar (MD) zu Vorzugspreisen? Alternativ würde noch Air France nach Antananarivo fliegen. Langstreckenflüge mit MD hätten den Vorteil, daß die Inlandsflüge dann deutlich günstiger zu bekommen sind. Wenn Sie mit einer anderen Airline in Tana ankommen, können wir aber auch nur die Inlandsflüge mit MD für Sie buchen.

Am besten prüfen Sie zunächst, welche Flüge Sie bekommen können und nennen uns dann Ihre Wunsch-Reisedaten. Bei der kurzen Zeit von 3 bis 5 Tagen für die Rundreise raten wir, sich auf das Zentrum und den Osten zu beschränken, also 1 Übernachtung Tana, 2 Übernachtungen Périnet, 2 Übernachtungen am Canal des Pangalanes und von dort aus Boots-/Straßentransfer nach Tamatave und Flug nach Sainte Marie.

Sainte Marie war zu Jahresbeginn von einem Zyklon betroffen, der auch Hotels beschädigt hat. Bis zur Saison sollten die Schäden aber wieder behoben sein. Je nach Ihrem Wunsch-Reisetermin klären wir das dann aber nochmals genau mit den Kollegen vor Ort.

Gern hören wir wieder von Ihnen und beantworten weitere Fragen.

Mit sonnigen Grüßen,

Marco Penzel

P.S. Weitere Korrespondenz direkt per E-Mail.

Alexander Schwab

29.02.2008 um 19:09

servus!
erstmal ein grosses kompliment für den interessanten und informativen reisebericht!
nun zu meinen fragen: meine freundin und ich planen für mitte september einen knapp 14tägigen aufenthalt in madagaskar. da wir beide studenten sind und bei einer airline arbeiten ist der flug zwar günstig doch müssen wir bei der unterkunft doch etwas auf den preis achten. ich wäre ihnen sehr verbunden, wenn sie mir tipps für einen "traumhaften" strandurlaub und eventuell noch für eine 3-5 tägige "rundreise" zu schicken könnten. im allgemeinen wäre ich für alle tipps dankbar!!
mfg alex schwab