Bootssafari und Pirschwanderung in Selous (4/12)

von Svenja Penzel

Start der Bootsfahrt Rufiji © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Krokodil © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Stiegler's Gorge © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Stiegler's Gorge © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Svenja am Sandstrand des Rufiji © Foto: Outback Africa Erlebnisreisen

Angler am anderen Ufer © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Gelbschnabelstörche © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Elefanten am Ufer © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Sand Rivers Selous, vom Rufiji aus gesehen © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Der Fluss verengt sich, die Ufer werden steiler und felsiger, bis wir zur Schlucht gelangen, die nach dem Schweizer Forscher Stiegler benannt wurde. Hier kommen wir aufgrund der Stromschnellen nicht mehr weiter. Unterhalb der Steilwand ist ein feiner weißer Sandstrand. Dort zieht unser Guide das Boot ans Ufer, und wir steigen aus. Nun sind wir froh, dass der Himmel bedeckt ist, denn in der prallen Sonne würden wir es hier nicht aushalten. Wie gern würden wir ein Bad nehmen, doch das wäre mit den vielen Hippos und Krokodilen viel zu gefährlich. Nach einer Weile brechen wir wieder auf und machen uns auf den Rückweg. An einem anderen sandigen Uferstreifen sehen wir unsere drei Angler ihr Glück versuchen. Ruth gelingt als einziger ein Fang, sie bringt einen etwa 30 Zentimeter langen Fisch mit.Als die Sonne schon tiefer steht und die heißeste Zeit vorbei ist, treffen wir uns in festem Schuhwerk, mit reichlich Sonnenschutz und Kopfbedeckung an der Rezeption, wo Mark schon auf uns wartet. Mark ist nicht nur der Camp-Manager, sondern auch ein ausgezeichneter Guide, der übrigens mit Andrew Molinaro ("Molly") vom Jongomero Camp in Ruaha befreundet ist. Nun steht ein Game Walk an, eine Pirschwanderung. Mark trägt ein Gewehr. Hier in Selous muss man auf Fußsafaris nicht von einem Nationalpark-Ranger begleitet werden, weil Selous kein Nationalpark ist, sondern ein Wildreservat. Nach einem Sicherheitsbriefing, das mit der eisernen Regel endet: "Whatever happens, never run!", geht es los ins Gelände.

Mark vorweg, wir im Gänsemarsch hinter ihm her. Mark erklärt Bäume und Sträucher, Spuren und Hinterlassenschaften von Tieren, erklärt den Abwehrmechanismus des Whistling Thorn, der sich nicht gern von Giraffen fressen lässt, und erzählt die Geschichte von der toten und schon halb gefressenen Hyäne, die vor Jahren in der Nähe des Camps gefunden wurde und in deren Magen die neugierigen Guides eine Filmdose fanden. Der nächste Camp-Angestellte, der nach Dar es Salaam fuhr, nahm sie mit und ließ die Bilder entwickeln. Neben vielen der üblichen Safari-Fotos fand man auch Bilder der Familie, die Monate zuvor im Camp zu Gast gewesen war. Über deren Agentur in England bekam man die Adresse, und so konnten die entwickelten Bilder tatsächlich ihren Eigentümern zugestellt werden.

Auf geht's im Gänsemarsch zur Pirschwanderung © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Mark erklärt die Pflanzen © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Wir sichten die Umgebung ... © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

... und werden gesichtet © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Whistling Thorn © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Beeindruckender Termitenhügel © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Am Ziel der Wanderung © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Sundowner © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Mondaufgang © Foto: Svenja Penzel | Outback Africa Erlebnisreisen

Weiter geht es im Gänsemarsch, Mark hat noch viele Geschichten auf Lager, aber unsere Füße werden müde und uns ist heiß. Schließlich geht es einen steilen Hang hinauf. Oben angekommen sehen wir einen Halbkreis aus Stühlen, dahinter einen Tisch mit einer Getränkekiste, einer der Guides entkorkt gerade eine Flasche Sekt. Dankbar fallen wir auf die Stühle, die genau zum Sonnenuntergang hin ausgerichtet sind. Jemand drückt mir ein Glas Sekt in die Hand, wir stoßen an. Der Himmel färbt sich rot. Wir schauen über die schöne Landschaft des Selous und freuen uns, dass wir hier zwei Tage lang so gut wie allein gewesen sind - was für ein Privileg, das man erst zu schätzen weiß, wenn man schon in der Serengeti war. Der Sekt tut gut, ich entspanne, dass mir geradezu die Beine davon kribbeln, und ein Glücksgefühl durchflutet mich. Irgendwie bin ich jetzt erst richtig angekommen in Afrika. Hier möchte ich bleiben, hier möchte ich mein Nachtlager aufschlagen und unter den Sternen schlafen. Wir erzählen uns Geschichten, wie wir unsere Lebenspartner kennengelernt und wie sie um unsere Hand angehalten haben. Hinter uns geht der Mond auf, groß und rund. Allmählich färbt sich das Rot des Himmels schwarz. Schweren Herzens verlassen wir diesen romantischen Ort. Mit dem Fahrzeug geht es zurück zur Lodge, eine lauwarme Dusche wartet auf uns. Kalt lässt sich das Wasser in den heißen Monaten nicht stellen.

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