Unser letzter Tag in Kapstadt - Reisebericht Vom Kap nach Namibia (19/20)

von Susanne Schlesinger

19.Oktober 2012Es regnet, oder besser gesagt, es gießt wie aus Kübeln. Die ganze Nacht trommelt der Regen aufs Dach, dazu klatscht die riesige Palme im Vorgarten gegen die Hauswand, außerdem ist es kalt. Wir sind froh, dass wir gestern bei der Stadtrundfahrt und beim Tafelberg so gutes Wetter hatten. Heute Vormittag wollen wir in die V&A Waterfront. Ein Taxi holt uns ab. Die Waterfront öffnet um 9 Uhr – wir sind kurz vor 10 Uhr da und es herrscht schon mächtig Betrieb. Offenbar hatten viele Touristen die gleiche Idee. Die Suche nach T-Shirts für meine Neffen bleibt erfolglos, dafür kaufe ich einige Bücher über Tiere und Pflanzen für die Arbeit sowie zwei Atlanten.Auf der Heimfahrt zum Guesthouse haben wir ein weiteres lustiges Taxierlebnis. Das erste Taxi in der Warteschlange ist ein uraltes klappriges Auto, das innen verdächtig nach Kudu oder Springbok riecht. Egal, nun sitzen wir drin und es ist ja nicht weit. Aber warum fährt der Fahrer nicht los? Er sagt, er müsse seinen Motor erst warmlaufen lassen, da das Auto zwei Stunden gestanden hat. Nachdem es endlich losgeht, halten wir nach der nächsten Ampel plötzlich, und der Fahrer springt aus dem Wagen, um die Motorhaube zu schließen.Im Guesthouse herrscht reges Gewimmel. Eine holländische Gruppe reist ab, zwei neue Gäste an. Es regnet immer noch in Strömen und wir wärmen uns mit einem heißen Tee. Wie wahrscheinlich alle südafrikanischen Häuser ist das Guesthouse nicht gegen kalte Temperaturen gesichert – es zieht an allen Ecken und Enden.Unser Transfer kommt überpünktlich. Es ist der gleiche Fahrer wie vor zwei Tagen. Also weitere Fußballgespräche. Am Flughafen haben wir noch etwas Zeit und durchforsten die Souvenirläden nach letzten Andenken, trinken einen Milchkaffee und essen eine Waffel. Die Preise sind hier wirklich moderat, und auf dem gemütlichen Sofa der Kaffeelounge wird sicher schon der eine oder andere eingeschlafen sein. Landeanflug auf DubaiNachdem alle Passagiere des Emirates-Fluges wie eine Schafherde zusammengetrieben wurden, verzögert sich plötzlich das Einsteigen, und wir stehen für eine halbe Stunde gedrängt herum. Die Maschine ist wieder voll, die Flugbegleiter sind gestresst. Dann gibt es Turbulenzen, so dass sich das Abendessen verzögert. Als wir endlich dran sind, gibt es angeblich nur noch Fisch, der so scharf gewürzt ist, dass man die Getränkeausgabe kaum erwarten kann. Gegen 23 Uhr und nach zwei Gin Tonics kommen wir dann endlich etwas zum Schlafen.

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