Ein freier Tag in Swakopmund - Reisebericht Vom Kap nach Namibia (9/20)

von Susanne Schlesinger

10. Oktober 2012Swakopmund ist die wohl deutscheste aller Städte im Ausland, was für mich als deutsche Besucherin ein wenig merkwürdig ist. Hier gibt es unzählige deutsche Straßennamen und Geschäfte, deutschen Kuchen und Kaffee, deutschsprachige Ärzte usw. Sicher sind hier auch ein paar Steuerflüchtlinge aus Deutschland untergetaucht. Der Stadtkern selbst ist recht überschaubar, man findet alles, was der Tourist so braucht. Souvenir- und Outdoor-Läden, Restaurants und Cafés, historische und moderne Gebäude.

Historische Häuserfronten in Swakopmund  © Foto: Susanne Schlesinger | Outback Africa Erlebnisreisen

Das alte Rathaus von Swakopmund  © Foto: Susanne Schlesinger | Outback Africa Erlebnisreisen

Deutsche Sinnsprüche an einem Haus in Swakopmund  © Foto: Susanne Schlesinger | Outback Africa Erlebnisreisen

Heute Morgen geht es entspannt los – wir frühstücken gemütlich um 8 Uhr, denn um halb 9 werde ich von Desert Explorer abgeholt. Tanja macht sich mit anderen Mitgliedern der Reisegruppe zu einer Erkundungstour auf. Am Strand treffen sie einige Himba-Frauen, die selbstgemachte Ketten verkaufen. Es ist kalt, aber trotzdem sitzen die Frauen „oben ohne“ da. Eine Himbafrau passt bei Simona ein Armband an und hinterlässt einen rotbraunen Handabdruck. Simona will es sofort wegwaschen, doch Tanja kann sie daran hindern. Max hatte uns vorher gewarnt, dass dies eine Beleidigung sei.

Leuchtturm in Swakopmund  © Foto: Susanne Schlesinger | Outback Africa Erlebnisreisen

Himbafrauen auf der Strandpromenade von Swakopmund  © Foto: Outback Africa Erlebnisreisen

Landungsbrücke (Jetty) in Swakopmund  © Foto: Susanne Schlesinger | Outback Africa Erlebnisreisen

In einem kleinen Laden werden außerdem hübsche Souvenirs verkauft, die von lokalen Herstellerinnen als Teil des Katutura-Selbsthilfeprojektes hergestellt werden. Tanja kauft einige Souvenirs und zeigt sie mir später - ich muss natürlich dann auch nochmal hin. Die Sachen sind wirklich günstig, in anderen Läden zahlt man wesentlich mehr. Die nette Dame im Laden erklärt mir, dass sie keine Steuern auf die Waren zahlen müssen, da der Verein gemeinnützig ist. So haben alle etwas davon - wir die günstigen Preise und die Frauen bekommen direkt und ohne Zwischenhändler Geld für ihre Arbeit.Einen weiteren Tipp liefern Tanja und Sandra, die am Nachmittag im „Village Cafe“ einkehren. Die originelle Dekoration umfasst auch eine zum Sitzmöbel umfunktionierte Badewanne. Auch der Kuchen, besonders die „Melktart“, schmeckt sehr gut.Auf dem Weg zur Post entdecke ich einen weiteren schönen Laden - im „Bead Shop“ gleich neben dem Hansa-Hotel gibt es eine riesige Auswahl verschiedener Perlen aus einheimischen Steinen und Materialien, aber auch fertigen Schmuck zu kaufen. Auch hier finden sich lokal hergestellte Perlen aus Hilfsprojekten. Wer gern Schmuck bastelt, wird dort auf jeden Fall fündig.Christine und Hannes besuchen die Crystal World - eine Mineralien- und Edelsteinausstellung, und sind ganz begeistert davon.Die historische deutsche evangelische Kirche kann man täglich von 17 bis 18 Uhr besichtigen oder vormittags im Pfarrbüro den Schlüssel abholen.

Selbsthilfeladen  © Foto: Susanne Schlesinger | Outback Africa Erlebnisreisen

Die evangelische Kirche in Swakopmund  © Foto: Susanne Schlesinger | Outback Africa Erlebnisreisen

Hohenzollern-Haus © Foto: Susanne Schlesinger | Outback Africa Erlebnisreisen

So verbringen alle einen entspannten Tag. Abends gehen wir ins „Lighthouse“ essen. Das Essen ist gut und reichlich, allerdings ist das Lokal stark von Reisegruppen frequentiert.

ein Kommentar

Kiara

26.03.2013 um 08:52

Swakopmund ist die zweitgrößte Stadt in Namibia und auf jeden Fall einen Besuch wert. In Swakopmund gibt es viele Sehenswürdigkeiten, unter anderem auch ein Heimatmuseum das sich im Privatbesitz eines Zahnarztes befindet. Am liebsten würde ich so schnell wie möglich wieder nach Namibia um dort Urlaub zu machen.