Sie möchten mehr wissen?
Unser kostenloser Ratgeber
„Wo in Afrika Safari machen?”
hilft Ihnen bei der Entscheidung, welches Reiseland zu Ihnen passt.
Schulanfang
Seit anderthalb Wochen sind wir nun stolze Eltern einer Erstklässlerin. Der Start in die Schule ist für Elise gut verlaufen. Ganz wie es sich gehört, konnten sie und ihre Mitschüler bei der Einschulungsfeier die schweren Zuckertüten kaum halten. Dabei hatten wir erst zu wenig drin! Aber das ist zum Glück noch rechtzeitig aufgefallen. Ich bekam nämlich den Tipp, dass die nette Verkäuferin im Bastelladen im nächsten Ort nicht nur hübsche Bänder und Schleifen verkauft, mit denen Mutti die Zuckertüte zubinden und dekorieren kann, sondern das Verpacken und Dekorieren für gestresste und wenig kreative Muttis auch gleich mit übernimmt. Top, dachte ich, und lieferte Elises Zuckertüte samt Inhalt bei dieser netten Dame ab. Sie schaute auf die Tüte, die randvoll mit Naschis und Spielzeug war, runzelte die Stirn und fragte, ob das alles sei. Etwas betreten bejahte ich. Das reicht aber nicht, meinte sie, selbst wenn sie es nochmal neu arrangiere und luftig-locker einschlichte, würde dadurch kein Berg entstehen. Und das sähe doch traurig aus. Ich versprach Nachschub und kam am nächsten Tag mit dem Rest der Naschis angefahren, die wir vom Bestücken der Geschwister- und Besucherzuckertüten noch übrig hatten. Damit entstand dann der gewünschte Berg auf der Tüte, wurde liebevoll in Form gebracht und mit Bändern und Schleifen und dem Wunsch-Kuscheltier dekoriert.
Elise zum SchulanfangUnser frischgebackenes Schulkind fand seine Zuckertüte so schön, dass es sich vornahm, sie gar nicht zu öffnen. Doch nach den obligatorischen Fotos unter wolkenverhangenem Himmel bei 12 Grad - der Nebel hatte sich zum Glück gegen Mittag gelichtet - war dann doch kein Halten mehr. Und so entstanden beim Auspacken zwei Berge. Einer mit den Naschis und einer mit den Geschenken. Elise empörte sich, da sei ein eklatantes Missverhältnis. Woraufhin wir ihr die Bedeutung des Wortes "Zuckertüte" erklärten. Sie schimpfte, ihr sei an dem Naschkram nichts gelegen und sie würde ihn gar nicht anrühren. Das hielt sie ungefähr fünf Minuten lang aus. Kurz und gut, es wurde eine fröhliche Party, bei der am späten Nachmittag sogar die Sonne herauskam, die Erwachsenen beim Sackhüpfen über die Wiese kugelten, Onkel Frank uns mit seinem legendären Mutzbraten verwöhnte, die Nachbarn und Freunde mit Geschenken vorbeikamen, bis Elise abwinkte ("och nööö, nicht schon wieder") und wir Erwachsenen noch bis weit in die Nacht bibbernd, aber warm ums Herz im Festzelt saßen und uns Geschichten von früher erzählten. Es war ein schöner Tag.

noch keine Kommentare