Ulrike Pârvu ist seit 2003 bei Outback Africa und wurde schon bald zum Botswana-Liebhaber und -Spezialisten. Ob Campingtour oder Luxus-Flugsafari, Ulrike berät ausführlich und kompetent, und ihre Begeisterung ist ansteckend. Von eigenen Reisen kennt sie außerdem Simbabwe, Südafrika, Namibia, Sambia, Malawi, Mosambik, Tansania und Mauritius. Auch für Safaris mit Kindern hat Ulrike so manchen Tipp.
UlrikeNach der Mittagspause fahren wir zur Gibb's Farm. Wie auch das Ngorongoro Farm House befindet sich die Lodge mitten auf einem Farmbetrieb. Die Kunden können beim Frühstückzubereiten helfen oder morgens die Milch für den Kaffee selber melken. Kinder sind hier gern gesehene Gäste und werden liebevoll betreut. Die Gibb’s Farm wurde von Deutschen gegründet, leider ist aber heute kein deutscher Ansprechpartner mehr da. Man spürt noch die koloniale Vergangenheit. Die Zimmer der Lodge verteilen sich in verschiedenen Gebäuden auf dem Gelände. Sie sind unterschiedlich groß und alle sehr hübsch ausgestattet - Altes und Neues harmonieren hier sehr gut miteinander. Mittlerweile sind auch die neuen Speiseräume fertig, der bei Svenjas Besuch gerade im Bau waren. Es ist hell und freundlich, die großen Glasfenster erlauben einen herrlichen Blick in den Garten, der riesig und sehr gepflegt ist. Natürlich gibt es wieder Kaffee und natürlich sind wir höflich und trinken zusammen mit dem Manager ein „Schälschn Heeßen“, wie die Kaffeesachsen sagen. Die Führung durch das Gelände ist auch sehr interessant. Neben den Produkten für die Küche wird sogar das Mobiliar selbst produziert.
Der nahen Tloma Lodge statten wir nur eine kurze Stippvisite ab. Auch Martha, die Managerin, bietet uns liebenswürdigerweise eine Tasse Kaffee an. Das müssen wir aber ablehnen, weil wir im Laufe des Tages schon unzählige Tassen Kaffee getrunken haben. Im Vergleich zu den zuvor besichtigten Lodges wirkt die Tloma Lodge wesentlich schlichter, aber die Zimmer sind sauber, das Personal ist nett und es gibt einen großen Pool, in den ich am liebsten hineingesprungen wäre. Die Zimmer sind in Bungalowes auf dem Gelände verteilt. Dazwischen sind Büsche und Bäume angepflanzt, so dass man etwas Privatsphäre auf der Terrasse hat. Die Zimmer sind zweckmäßig, auch einen Fernseher und einen Fön gibt es, aber es fehlt so ein bisschen das spezielle Flair, das eine Lodge unverwechselbar und einzigartig macht. Wir hätten gern auch die neu eröffnete Kitela Lodge besucht, die wie die Tloma Lodge zur Firma Tanganyika Wilderness Camps gehört, aber dafür reicht die Zeit leider nicht mehr aus.
AngelikaLodge Nummer sechs ist gleichzeitig unser Quartier für diese Nacht. Von der Plantation Lodge hatten wir schon durch Marcos, Svenjas und Doreens Besuche viel Gutes gehört. Die Lodge beeindruckt auch uns. An den vielen liebevollen und auch praktischen Details in den Zimmern merkt man gleich, dass die Lodge in deutscher Hand ist. Es wurde an vieles gedacht, auch einen Fön hat jedes Zimmer. Hier haben Ulrike und ich das erste Mal auf unserer Reise jeder ein eigenes Zimmer. Die Plantation Lodge hat einen schönen und vor allem sehr gepflegten Garten. Der Rasen ist akkurat getrimmt und es ist alles fast schon ein bisschen zu perfekt – deutsch eben. Trotzdem bewundern wir die tolle Anlage und können uns nun sicher sein, dass unsere Kunden hier in wirklich guten Händen sind.
In der Lodge gibt es auch mal wieder die Möglichkeit, einen kurzen Gruß ans Büro und die Lieben daheim zu senden. Es gibt zwei Computer für die Gäste, allerdings ist auch hier die Verbindung sehr langsam. Nach dem leckeren Abendessen sitzen wir noch gemütlich im Kaminzimmer bei einem Glas Wein zusammen. Renate, die Managerin, gesellt sich kurz zu uns.
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