Ngorongorogebiet Teil 1 - Exploreans, Farm House und The Manor (5/12)

von Ulrike Pârvu

04.06.2012 AngelikaHeute haben wir volles Programme - wir wollen uns sechs Lodges im Ngorongorogebiet anschauen. Die Fahrt geht vom Lake Manyara Nationalpark weiter in die Ngorongoro Conservation Area. Auf einer gut ausgebauten Straße erreichen wir unser erstes Ziel, die Exploreans Ngorongoro Lodge. Es regnet, aber trotzdem sind wir sehr beeindruckt, wie schön und großzügig hier alles gestaltet wurde. Im Werbefilm der Lodge, der Anfang des Jahres gedreht worden ist, sind die Bepflanzungen der gepflegten Gartenanlage noch ganz klein, ein halbes Jahr später sind die Büsche und Bäume schon mächtig gewachsen. Sicher wird es hier in ein bis zwei weiteren Jahren alles richtig zugewachsen sein, der Rasen ist auf jeden Fall jetzt schon sensationell grün. Ein großer, gepflegter Pool befindet sich ebenso auf dem Gelände wie ein Spa-Bereich, in dem sich die gestressten Safariurlauber eine entspannende Massage gönnen können.Die Häuser der Lodge sind in zwei Reihen angeordnet, wobei die vordere Reihe einen schöneren Blick in das Tal hat. Jedes der Häuser ist geschmackvoll in einem Stil eingerichtet worden, den man „modern afrikanisch“ bezeichnen würde. Das dunkle Holz der Möbel und die Holzfußböden werden durch helle Stoffe ergänzt, an den Wänden finden sich neben den traditionellen Massai-Schnitzereien auch moderne Gemälde von lokalen Künstlern, die sehr gut mit dem Ambiente harmonieren, ohne kitschig zu wirken.Es gibt einen Schlafbereich und einen Wohnbereich, bis zu vier Personen können bequem untergebracht werden. Kinder sind hier willkommen. Wie in fast allen Lodges der Gegend ist der Wohnbereich mit einem Kamin ausgestattet, denn es kann empfindlich kalt werden. Schön ist auch das geräumige Bad mit den modernen Armaturen und Waschbecken. Auf der großen Terrasse stehen nochmals ein Sofa und ein Tisch mit Stühlen. Ein sehr schöner Ort zum Verweilen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die zweite Lodge heute ist das Ngorongoro Farm House. Es ist eine weitläufige Anlage mit einem sehr gepflegten Garten. Hier wird Kaffee angebaut und es ist interessant, einmal die Kaffeekirschen am Strauch zu sehen, die wir sonst nur geröstet und gemahlen in der Packung haben. Das Thema Kaffee spielt hier eine große Rolle. In einem Nebengebäude gibt es eine eigene Kaffeerösterei, wo auch Vorführungen gemacht werden. Wir bekommen natürlich einen Kaffee angeboten, der zwar nicht stärker gebrüht ist als der durchschnittliche deutsche, aber voll Koffein steckt.Die Farm hat auch eine eigene Bäckerei. Auch Obst und Gemüse wird für die Lodgeküche angebaut. Die einzelnen Zimmer, von denen sich jeweils zwei in einem Bungalow befinden, sind zwar sehr groß, aber für unseren Geschmack etwas zu spartanisch eingerichtet. Den Eindruck hatte auch Svenja, als sie 2011 auf ihrer Reise hier war. Es fehlen einfach Dekoration und Bilder. Im Hauptbereich gibt es mittlerweile W-LAN. Lohnend ist eine Farmtour für fünf US-Dollar, denn das Gelände ist riesig und es gibt neben Kaffee noch eine Menge anderer Nutzpflanzen zu entdecken, die wir nur mit Preisschild aus dem Supermarkt kennen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch eine dritte Lodge sehen wir an diesem Vormittag: das "The Manor at Ngorongoro". Die Anfahrt ist nicht so ganz einfach, aber die Mühe lohnt sich. Die Gästezimmer befinden sich in den Hauptgebäuden, weißen Herrenhäusern im kapholländischen Stil. Das Gebäude steht auf einer Anhöhe und man genießt einen herrlichen Blick auf die umliegenden Kaffeeplantagen. Es ist leicht, sich wie ein Plantagenbesitzer zu fühlen, und die Einrichtung tut ihr Übriges. Die Zimmer sind großzügig und luxuriös ausgestattet, für unseren Geschmack vielleicht ein bisschen zu „britisch“. Ob wirklich einmal jemand in der verschnörkelten Badewanne ein ausgiebiges Bad nimmt? Mit viel Liebe zum Detail wurde die Dekoration arrangiert - von Gemälden bis zum Grammophon atmet alles den Geist des vergangenen Glanzes und ist stimmig zu dem, was man sich unter einem "Manor", also einem Herrenhaus, vorstellt. Es ist relativ teuer, aber vor allem bei Amerikanern sehr beliebt, die offenbar genau dieses Ambiente suchen. In den Nebengebäuden gibt es auch einen großen Wellness- und Spa-Bereich, wo man sich nach einem anstrengenden Tag auf Pirschfahrt verwöhnen lassen kann. Die Lodge verfügt über eigene Pirschfahrzeuge. Der Garten ist sehr gepflegt, es werden auch Reitstunden angeboten. Wir nehmen hier hochherrschaftlich unser Mittagessen im Garten der Lodge ein und erfreuen uns an der reich gefüllten Lunchbox, bevor es am Nachmittag weitergeht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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