Fünf Fragen an - Marco Penzel

von Susanne Schlesinger

In unserer Rubrik ”Fünf Fragen an…” stellen wir die Mitarbeiter aus dem Outback Africa Büro vor. Heute ist Geschäftsführer Marco Penzel an der Reihe.Du hast viele der schönen Bilder auf der Website gemacht, wann hat deine Fotoleidenschaft angefangen?Als ich als kleiner Knirps meine erste Kamera geschenkt bekam. Sie hieß Pouva Start, war aus Bakelit-Kunststoff und hatte zwei Einstellmöglichkeiten: ”Sonne” oder ”trüb”. Richtig gezündet hat es dann, als ich die alten Entwicklungsgeräte meines Vaters aus dem Keller kramte und ihn überredete, mir zu zeigen, wie man in der Dunkelkammer selbst Schwarzweiß-Aufnahmen herstellt. Etwas später hatten mein bester Kumpel René und ich ein kleines Geschäft daraus gemacht, sind mit dem Moped zu Klassentreffen und Hochzeitsfeiern gefahren, haben fotografiert, entwickelt und den Leuten am selben Abend noch die Bilder verkauft. Damit besserten wir unser Taschengeld auf und finanzierten schließlich unsere erste Fotoreise in die Hohe Tatra.Was sind deine nächsten Afrika-Pläne?Nächste Woche geht es nach Botswana. Dort werde ich mir viele neue Lodges ansehen. Am meisten freue ich mich aber auf zwei Tage Zelten in Moremi. Wir probieren das neue, komfortable Camping-Konzept aus, wie es bei der Reise Botswanas Tierparadiese eingesetzt wird. Endlich wieder ein knisterndes Lagerfeuer und nachts im Zelt liegen, durch die Moskitonetz-Fenster in den Sternenhimmel schauen und draußen die Hyänen heulen hören. Das kann ich kaum erwarten.Du hast schon so viel von Afrika gesehen - träumst du nachts manchmal davon?Zumindest kann ich mich an keinen solchen Traum erinnern. Das meiste vergesse ich. Und wenn ich mich mal an einen Traum erinnere, dann spielt der eher im Zeitungsalltag im Stress kurz vor Redaktionsschluss. Ein Gruß aus meinem früheren Leben sozusagen.Vermisst du manchmal die Zeitungsredaktion?Nicht wirklich, obwohl es eine spannende Zeit war beim Vogtland-Anzeiger und der Frankenpost. Wir waren in den 90er Jahren mit viel Enthusiasmus dabei, eine neue, demokratische Zeitung im äußersten Südwesten Sachsens aufzubauen. Diese einmaligen Gründerzeiten sind inzwischen Geschichte. Aber ein bisschen von der Erfahrung beim Zeitungmachen kann ich ja auch heute noch nutzen. Wenn es um ein neues Reiseprogramm geht, gehört auch eine gute Überschrift drüber, schöne Bilder müssen dazu und der Text soll passen.Hast du schon mal etwas total Verrücktes gemacht?Ich doch nicht! Naja, vielleicht beim Rafting auf den Stromschnellen des Sambesi unterhalb der Victoria-Fälle. Das ist schon eine halsbrecherische Sache, aber der Adrenalinrausch ist auch saustark. Und 2002, als ich ohne jegliche Allrad-Erfahrung in die Kalahari-Wüste aufgebrochen bin, allein mit einer Frau, die ich gerade einmal drei Monate kannte. Ohne sie wäre mein Leben bis heute sicherlich etwas weniger verrückt...

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