iSimangaliso Wetland Park, Südafrika: Nashorn geht in die Luft

von Marco Penzel

Ein Hubschrauber hat in Südafrika zwei Nashörner in eine neue Heimat transportiert. Auftraggeber für die ungewöhnliche Luftfracht war die Verwaltung des iSimangaliso Wetland Park im Nordosten Südafrikas. Im Rahmen eines WWF Projektes soll der Lebensraum des bedrohten Spitzmaulnashorns (Black Rhino) ausgedehnt werden. Dazu werden die Tiere in geeigneten staatlichen und privaten Reservaten im Großraum iSimangaliso wieder angesiedelt.Nashorn-Lufttransport im iSimangaliso Wetland Park, Südafrika © Fotos: Ezemvelo KZN Wildlife Die Gegend von iSimangaliso, in der die beiden Nashörner eingefangen wurden, ist für Fahrzeuge nicht zugänglich. Deshalb mußte der „Super Huey“ Helikopter eingesetzt werden, erklärte die Parkverwaltung. Die Tiere wurden dabei in einem großen Netz transportiert, das der Hubschrauber nach oben hievte. Ein Teil der Flugstrecke führte über den Indischen Ozean, weil es dort kühler war als über dem Festland. Strandbesucher in Cape Vidal staunten nicht schlecht, als sie das Nashorn über den Wellen des Ozeans entdeckten – nicht weit davon waren zuvor Wale gesichtet worden.Der iSimangaliso Wetland Park – seit 1999 Unesco-Weltnaturerbe – wirbt damit, das einzige Schutzgebiet zu sein, in dem man am gleichen Tag einerseits Wale, Meeresschildkröten, Flußpferde und Krokodile und auf der anderen Seite Elefanten, Büffel und Nashörner sehen kann – letztere normalerweise an Land. Nelson Mandela hatte einmal festgestellt, daß der Park das einzige Ökosystem der Erde ist, in dem das älteste Land-Säugetier (Nashorn), das größte Land-Säugetier (Elefant), der älteste Fisch (Quastenflosser) und das größte Säugetier überhaupt (Wal) gemeinsam vorkommen.Safaris in Südafrika und zum iSimangaliso Wetland Park gibt es bei Outback Afrika Erlebnisreisen.

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