Extrem viel Wasser für das Okawango-Delta in Botswana

von Marco Penzel

Für Safarifreunde verspricht 2009 also ein spannendes Jahr zu werden im Norden Botswanas, im Caprivi-Streifen oder im Sambesi-Tal. Nachdem der seit Jahrzehnten ausgetrocknete Savuti-Kanal in Botswana 2008 zum ersten Mal wieder Wasser führte – und zwar auf einer Länge von bis zu 20 Kilometern – könnte es sogar sein, daß der Savuti nun noch weiter fließt. Sollte er die Savuti Marsh – eine seit vielen Jahren ausgetrocknete Grasebene – wieder erreichen, hätte Botswana eine Attraktion mehr.Des einen Freud ist des anderen Leid. Während sich die Safari-Industrie über den großen Zulauf ins Okavango-Delta freut, haben die ergiebigen Regenfälle im Norden Namibias zu schweren Überschwemmungen geführt. In dieser Woche hat Namibias Präsident Pohamba den Notstand für die Region Caprivi ausgerufen. Allein über 200 Schulen mußten geschlossen werden. Ärzte und Krankenschwestern werden mit Hubschraubern in Gegenden geflogen, die auf dem Landweg nicht mehr zu erreichen sind. Gerade Aids-Kranke brauchen täglich lebenswichtige Medikamente. Laut einem Bericht der Allgemeinen Zeitung aus Windhoek hat der Sambesi an der Grenze des Caprivi-Streifens nun einen Pegel von 7,10 Meter erreicht nach 5,37 Metern beim ebenfalls schon ungewöhnlich starken Hochwasser 2008.

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