Neues von Maxwell im David Sheldrick Wildlife Trust

von Susanne Schlesinger

Maxwell © Foto: David Sheldrick Wildlife TrusVor ein paar Tagen haben wir die Patenschaft für unsere Büropatenkinder LimaLima und Maxwell beim Sheldrick Wildlife Trust in Kenia verlängert. Während LimaLima wächst und gedeiht und ein braves kleines Elefantenmädchen ist, sorgt der Nashornbulle Maxwell gern für ein wenig Aufruhr im Elefantenwaisenhaus in Nairobi.Maxwell kam 2007 als kleines Nashornbaby ins Waisenhaus, nachdem er von seiner Mutter verstoßen wurde und hilflos im Nairobi Nationalpark umherirrte. Es wurde festgestellt, dass Max blind ist. In freier Wildbahn ist dies das Todesurteil für ein Nashorn. Nashörner können zwar generell nicht sonderlich gut sehen, aber ohne Orientierung sind sie Raubkatzen schutzlos ausgeliefert.Also blieb Maxwell als Dauergast im Sheldrick Trust und ist mittlerweile ein stattlicher Nashornbulle. Er genießt sein Leben in einem Gehege, wo er von Besuchern und Pflegern mit Leckerlis verwöhnt wird. Seine Nashornfreundin Solio, ebenfalls ein Waisenkind, ist mittlerweile groß und in den Nationalpark hinaus gezogen. Sie kehrt nur noch ab und zu ins Waisenhaus zurück. Max freut sich immer sehr, wenn sie kommt.Neben dem Fressen von süßem Obst hat Max zwei weitere Leidenschaften: Verirren sich Warzenschweine in sein Gehege, dann geht es rund - Max jagt sie mit größtem Vergnügen und legt dabei eine erstaunliche Geschicklichkeit an den Tag. Sein zweites Hobby ist, ab und zu einmal aus dem Gehege auszubrechen und die Umgebung unsicher zu machen. Vor drei Tagen war ihm einmal wieder danach. Beim Schärfen seines Horns bekam er am frühen Morgen das Tor auf und nutzte die Gelegenheit zu einem Freigang. Solios Duftmarken führten ihn vor der Terrasse von Angela Sheldricks Haus direkt ins Schlammbad. Da er die Gegend nicht kannte, irrte er hilflos herum.Die herbeigerufenen Pfleger gaben sich alle Mühe und wendeten jeden erdenklichen Trick an, um ihn wieder ins Gehege zu bekommen. Während sich die kleinen Elefanten gut lenken lassen und den Pflegern meist zutraulich folgen, ist bei Maxwell Vorsicht geboten - sein Horn ist eine gefährliche Waffe und Nashörner sollte man generell lieber nicht reizen. Also kam moderne Technik zum Einsatz - eine Drohne und mehrere Autos sollten ihn die richtige Richtung lenken. Trotzdem kostete es vier Stunden und jede Menge schmackhafte Überzeugung in Form von Elefantenmilch, Obst und Heu, bis Max wieder in seinem Gehege war - gerade noch rechtzeitig vor der öffentlichen Besuchszeit um 11.00 Uhr.Die Aktion wurde auf Video festgehalten:Maxwell bekommt in diesem Jahr gleich zweimal Besuch von seinen Patentanten: Svenja wird ihn im April auf einer Keniatour besuchen und ich schaue Ende Juni vorbei. Und natürlich bekommt er von uns auch ein paar Leckerlis. Wer ihn oder eins der niedlichen Elefantenkinder ebenfalls besuchen möchte, findet bei unseren Keniaangeboten sicher die passende Reise. Und wenn nicht, dann machen wir eine individuelle Reise einfach passend nach Ihren Wünschen (inklusive Patenkind natürlich). Weitere interessante Fakten zu Nashörnern gibt es hier in unserer Serie "Auf Pirschfahrt-Nashörner".

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