Jens Döring gehört seit 2007 zum Outback Africa Team. Er reiste durch Südafrika, Namibia, Botswana und Tansania und berät kompetent zu diesen Safari-Zielen. Sein Lieblingsland Südafrika besucht er fast jedes Jahr und kennt neben den klassischen Höhepunkten auch viele Geheimtipps. Er ist unser Spezialist für individuelle Reisen und Selbstfahrerprogramme in Südafrika.
Nach Wolwedans im Namib Rand Naturreservat (12/16)
29.11.2012Gegen 8:30 Uhr brechen wir in Swakopmund auf und machen uns auf den Weg nach Wolwedans. Wir fahren zunächst ein Stück die Küste entlang bis wir Walvis Bay erreichen und biegen dann ab in Richtung Osten. Die Landschaft ist hier weitaus unspektakulärer, gleicht eher einer Mondlandschaft. Nur der Vogelfederberg, ein vom Wind glattgeschliffener Felsen, bringt da etwas Abwechslung ins Spiel. Nach etwa zwei Stunden erreichen wir den spektakulären Kuiseb Pass, benannt nach dem gleichnamigen Canyon. Die Bergwelt wird regelrecht durch mehrere Trockenflüsse durchschnitten. In dieser Gegend haben sich auch die beiden deutschen Geologen Henno Martin und Hermann Korn im Zweiten Weltkrieg in einer Höhle versteckt, um der drohenden Internierung zu entgehen. Von ihnen stammt auch das wohl bekannteste Buch über Namibia „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“.Kurz hinter dem Kuiseb Pass wartet die nächste Herausforderung: Der Gaub-Pass. Wir fahren zwischen 1100 Meter hohen Bergen. Kurz dahinter überqueren wir den südlichen Wendekreis, wo wir den üblichen Fotostopp einlegen. Nun ist es nicht mehr weit bis Solitaire. Die kleine Farmsiedlung erlangte durch die ortsansässige Bäckerei Berühmtheit, denn hier gibt es wohl den leckersten Apfelkuchen in der südlichen Hemisphäre, der heute auch unser Mittagessen darstellt.
Die Reise führt uns weiter entlang des Namib Naukluft Nationalparks Richtung Süden. Wir passieren auch den Eingang zum Park, von dem aus man den Sossusvlei erreicht. Unser Tagesziel ist aber heute das Namib Rand Naturreservat, Afrikas größtes privates Naturschutzgebiet. Dominiert wird das Reservat vom 1976 Meter hohen Losberg. Wolwedans Village liegt von der C27 kommend, die das Naturreservat von Nord nach Süd durchschneidet, genau auf der anderen Seite des Berges. Nach einer halben Stunde Fahrt auf einer roten Sand-Piste erreichen wir schließlich Wolwedans Village. Das Dorf, in dem die Mitarbeiter der verschiedenen Camps untergebracht sind, ist die Schaltzentrale und das Herz des Reservates. Dazu aber später mehr. Hier liegt auch der Airstrip, auf dem die Flugsafari-Gäste ankommen und dann im offenen Allradwagen in eines der drei Camps gebracht werden.
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