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Ausflüge von Fundu Lagoon
Etwa 20 Minuten dauert die Fahrt im Schnellboot zu der kleinen, unbewohnten Insel Misali. Im Tauchcenter von Fundu Lagoon werden wir zuvor ausgestattet mit Flossen, Schnorchel und Maske, die Taucher unter uns erhalten dazu noch Wetsuits und Tarierwesten. Das französische Pärchen, das das Tauchcenter betreut, ist sympathisch und geduldig. Das Wetter spielt heute mit, es ist kein Regen in Sicht. In zwei Booten nähern wir uns Misali - eins für die Schnorchler und eins für die Taucher.Am Ufer sind Sonnenschirme aus Palmblättern zu erkennen, Liegen stehen im Schatten bereit. Die Boote gleiten ans Ufer, wir steigen aus. Es ist paradiesisch. Weißer Sand voller Muscheln, genug Vegetation für natürlichen Schatten, Sonnenliegen mit Handtüchern, eine große Kisten mit kühlen Getränken... Die Taucher machen sich fertig und legen mit ihrem Schiff bald wieder ab, um zu einem nahen Riff zu fahren. Wir Schnorchler entspannen erstmal eine Runde. Ich verliere mich in Tagträume und bin wohl sogar kurz eingeschlafen, dann geht es auch für uns los. Vor unseren Augen putzt der Bootsmann die Masken und Schnorchel mit Zahnbürste und Zahnpasta sauber, was für ein Service!
Dann rein in die Flossen, Maske über die Nase und Schnorchel in den Mund, ins flache Wasser und in die Waagerechte. Zunächst ist nur Sand zu sehen. Aber nicht lange. Schon bald tauchen unter uns Korallen und bunte Fische auf. Was für ein Anblick! Nur wenige Meter vom Ufer liegt hier in zwei bis drei Metern Tiefe ein herrlicher intakter Korallengarten, über den man dahingleitet, hin und wieder innehält und Fische beobachtet, die zum Greifen nah scheinen, kleine und große, blaue und gelbe, türkise und orange, schillernde und gestreifte, wie ein Traum. Auch die Korallen haben die verschiedensten Farben und Formen.
Eine ganze Weile schnorcheln wir so dahin und können gar nicht genug bekommen. Das Wasser hat um die 26 Grad, an der Oberfläche noch mehr. Schließlich wandern wir am Strand zurück, ich sammle noch die eine oder andere Muschelschale, dann wärmen wir uns auf den Liegen wieder auf. Zum Glück hatte ich beim Schnorcheln ein T-Shirt an, so sind mir nur die Beine etwas verbrannt, trotz Faktor 30. Octavia ist abends rot wie ein Hummer. Sie war aber auch leichtsinnig und hat nur Faktor 15 aufgetragen. Die Schnorcheltour ist mit 40 US-Dollar sicherlich ihren Preis wert, zumal ein Teil davon für den Schutz des Marine-Nationalparks verwendet wird. Ich bin auch froh, dass ich mich für Schnorcheln und nicht für Tauchen entschieden habe, denn erstens liegt mein Padi-Tauchkurs schon viele Jahre zurück und es fehlt die Erfahrung, und zweitens haben die Taucher unter uns auch nicht viel mehr gesehen als wir.
Sunset Cruise
Wir treffen uns um 17 Uhr an der Jetty-Bar zum Vorglühen. So langsam trudeln alle ein, die auf der Dhow mitsegeln wollen. Gegen halb sechs wandern wir ans andere Ende der Seebrücke, wo unsere Dhow schon auf uns wartet. Nachdem jeder seinen Platz gefunden hat, startet der Kapitän den Motor und fährt ein Stück hinaus aufs Meer, wo das große Dreieckssegel gehisst wird. Es geht ein leichter Wind, das Segel bläht sich, der Motor wird abgestellt und das Schiff gleitet nun ruhig die Küste entlang. Wir trinken einen Weißwein und knabbern Cashewnüsse und Cassava-Chips, die mindestens so lecker sind wie Kartoffelchips. Immer wieder macht die Schüssel die Runde. Auch unsere Weingläser werden immer wieder vollgeschenkt.
Urs, der sich zu den Bootsleuten gesellt hat und mit ihnen ins Gespräch gekommen ist, hat Lust zu steuern. Er darf. Die nächste halbe Stunde hat er das Ruder in der Hand, und er macht seine Sache gut. Malerisch und viel zu schnell geht die Sonne unter. Der Himmel wird erst rot und dann allmählich dunkel. Ich mag diese Zeit, in der das Wasser heller ist als der Himmel. Im letzten Licht erreichen wir wieder die Landungsbrücke und steigen beschwingt und ein bisschen melancholisch aus. Das war eine sehr schöne Tour. Fundu bietet sie täglich gegen geringe Gebühr an.
Dolphin Tour
Ein letztes Mal besteigen wir das Schnellboot, das uns diesmal noch weiter aufs Meer hinaus bringen wird. Wir wollen Delfine sehen. Dafür sind die frühen Morgenstunden und Windstille am besten geeignet. Beides ist gegeben. Noch vor dem Frühstück brechen wir auf, es ist sehr heiß, das Meer liegt ruhig und glatt da, am Horizont verschmelzen Wasser und Himmel zu einem einfarbigen Blau. Nach einer guten halben Stunde Fahrt, weit hinter Misali Island, entdecken wir sie dann. Eine große Gruppe dieser anmutigen grauen Tiere, die das Boot begleiten, vor und neben ihm aus dem Wasser auftauchen und manchmal ganze Sprünge und Drehungen in der Luft vollführen.
Urs, Ruth und ich sitzen vorn am Bug und haben die Füße im Wasser. Die Delphine sind zum Greifen nahe. Wir fotografieren, filmen und schauen begeistert zu. Das Boot dreht weite Runden, nähert sich den Tieren erneut und das Spiel geht wieder von vorne los. Irgendwann haben die Delphine genug und tauchen ab. Das ist auch für uns das Zeichen zur Rückfahrt. Wir sind dankbar und glücklich, diese schönen Tiere aus der Nähe gesehen zu haben.












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