Ulrike Pârvu ist seit 2003 bei Outback Africa und wurde schon bald zum Botswana-Liebhaber und -Spezialisten. Ob Campingtour oder Luxus-Flugsafari, Ulrike berät ausführlich und kompetent, und ihre Begeisterung ist ansteckend. Von eigenen Reisen kennt sie außerdem Simbabwe, Südafrika, Namibia, Sambia, Malawi, Mosambik, Tansania und Mauritius. Auch für Safaris mit Kindern hat Ulrike so manchen Tipp.
Zurück nach Arusha - Ngurdoto Lodge und Hatari Lodge (12/12)
09.06.13AngelikaRückflug nach Arusha. Nach dem Frühstück werden wir zum Kogatende Airstrip gebracht, wo auch bald eine Maschine landet, nur leider nicht unsere. Unser Flieger kommt und kommt nicht. Ulrike, die etwas unter Flugangst leidet, wird immer nervöser und nimmt zur Sicherheit mal eine Reisetablette mehr. Endlich landet die Cessna, nachdem sie einen zweiten Anlauf brauchte – Zebras haben hier auch ohne Zebrastreifen Vorfahrt. Schnell noch ein letztes Gruppenfoto - in Arusha trennen sich die Wege unserer Gruppe. Wir fliegen heute Abend zurück nach Deutschland, die anderen weiter nach Sansibar.
Unser Pilot gehört eindeutig in die Kategorie „Tollkühne Männer in ihren fliegenden Kisten“. Mit seiner schief sitzenden Mütze und der verspiegelten Pilotenbrille sieht er verwegen aus. Wir setzen uns in die erste Reihe. Ulrike ist dank der Medikamente gut drauf, und so wird auch die Zwischenlandung am Lake Manyara, wo der Airstrip an der Abbruchkante endet und das Flugzeug eigentlich einfach nur weiterfährt statt richtig abzuheben, zum lustigen Abenteuer, bevor wir sicher in Arusha eintreffen. Wir wollen die Zeit bis zum Rückflug noch nutzen, um zwei weitere Lodges zu besichtigen. Die Ngurdoto Lodge haben wir schon länger im Programm. Sie steht unter deutscher Leitung. Es ist gemütlich und einladend hier. Jetzt am Vormittag ist die Anlage eher verlassen, denn die Gäste sind abgereist oder unterwegs. Am Nachmittag und Abend, wenn alles schön beleuchtet ist und die Tische gedeckt sind, sieht es bestimmt noch sehr viel schöner aus. Die Zimmer der Lodge verteilen sich auf das Haupthaus und auf freistehende Rundhäuser im Garten. Mir persönlich haben die Zimmer im Haupthaus besser gefallen, weil sie wegen der größeren Fenster heller und zudem moderner eingerichtet sind. Alles ist hier einladend und gemütlich, vielleicht ein wenig zu plüschig.
Letzter Programmpunkt dieser Reise ist die Hatari Lodge, die früher das Wohnhaus von Hardy Krüger war, der in der Nähe auf Momella Farm den Oscar-prämierten Film „Hatari“ drehte und sich so in das Anwesen verliebte, dass er einen Teil davon erwarb. Genauso bunt wie das Leben eines Schauspielers ist auch die Einrichtung der Lodge, die eine Mischung aus Siebziger Jahre Flower Power und einem Jagdhaus darstellt. Jedes der neun Zimmer ist individuell eingerichtet, es dominieren bunte Farben wie pink, rot und lila. Die Wanddekoration besteht aus (künstlichen) Tiertrophäen und Retro-Designerbildern, Tierfelle liegen neben bunten Flickenteppichen. Erstaunlicherweise harmonieren diese Gegensätze irgendwie miteinander und verleihen den Räumen ein extravagantes Flair mit ein bisschen Hollywood. Die Lodge selbst liegt schön eingewachsen am Rand des Arusha Nationalparks. Bis zum Flughafen ist es eine Stunde Fahrzeit. Wer hierher kommt, sollte deshalb nicht gleich weiterreisen, sondern eventuell einen Zwischentag einlegen und dann auch noch einen Abstecher in den Nationalpark unternehmen.
Nun heißt es Abschied nehmen von Tansania. Eine schöne und interessante, aber auch anstrengende Reise geht zu Ende. Auf dem Heimflug landen wir in Dar es Salaam, wo überraschenderweise eine Putzkolonne durch das Flugzeug streift. In Amsterdam angekommen sind wir ziemlich müde und wollen eigentlich nur weiter und auf dem Flug nach Nürnberg noch ein paar Minuten Augenpflege betreiben. Das sehen leider unsere Sitznachbarn nicht so ganz ein – sie haben tolle Tage in Amsterdam hinter sich und wollen uns unbedingt davon berichten. Endlich landet der Flieger in Nürnberg – jetzt nur noch zwei Stunden auf der Autobahn und wir haben es geschafft. Müde, glücklich und voller neuer Eindrücke kommen wir wieder zu Hause an.
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