Nordserengeti - Nomad Lamai und Sayari Camp (11/12)

von Ulrike Pârvu

08.06.2012Am Morgen inspizieren wir das Camp. In der Nacht hat es ein bisschen geregnet. Extra für unsere Besichtigungstour wird noch ein Zelt hergerichtet. Olakira gehört zur Asilia-Lodgegruppe und ist am ehesten mit dem Dunia-Camp zu vergleichen. Aber es ist ein Stückchen einfacher als Dunia. Wir stellen erstaunt fest, dass es keine Frauen unter dem Personal gibt. Ein bisschen merkt man das schon. Hier eine schief geknöpfte Uniform, da ein Löchlein in der Tischdecke, das sich ganz einfach hätte stopfen lassen. Trotzdem geben die Jungs alles, um einen guten Eindruck bei uns zu hinterlassen, und ich muss ein wenig schmunzeln, wie dienstbeflissen an den Bettdecken herumgezupft wird, bis alles gerade liegt.

Olakira Camp, Speisezelt © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Olakira Camp, Frühstücksbüffet © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Olakira Camp © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Serengeti Bushtops, Lounge © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Olakira Camp, Blick zum Marafluss © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Olakira Camp, Zelt © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Olakira Camp, Badezimmer © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Olakira Camp, Zelteinrichtung © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Olakira Camp, Gummistiefel stehen bereit © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Nachdem wir nun ausgiebig fotografiert haben, geht es schon weiter. Auf dem Weg zum Sayari Camp schauen wir noch bei Nomad Lamai vorbei. Natürlich bleiben wir auf dem Weg dahin wieder einmal stecken. Aber so langsam kehrt Routine ein. Wir vertrauen auf Stanford und auf die anderen Safarifahrer, die uns zu Hilfe kommen. Hier gilt: "Jeder hilft jedem", denn 20 Meter weiter könnte ein anderes Fahrzeug stecken bleiben. Eine Herde Gazellen und eine Kuhantilope beäugen die Aktion aus sicherer Entfernung und wir vertreten uns die Beine. Nach dem spektakulären Abschleppmanöver gestern hat die Situation ihren Reiz verloren und wir schauen uns lieber die Landschaft an.

Impalas in der Serengeti © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Kuhantilope in der Serengeti © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Wir sind entspannt, Stanford kümmert sich um das Auto © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Tamlyn, die englische Managerin des Nomad Lamai Camps, empfängt uns professionell. Mir gefällt das Camp sehr - vor allem die Zelte bzw. Chalets, die sich wunderbar in die steinige Landschaft am Hang einfügen. Für Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderte ist das aber leider nichts, denn um zum Zimmer zu gelangen, muss man einige Treppen steigen. Die Zimmer selbst sind sehr hell und freundlich eingerichtet, fast ein bisschen spartanisch. Das aber nur auf den ersten Blick, denn es gibt alles, was man braucht. Lamai gefällt mir gut, aber nach Bushtops gibt es wohl kaum ein Camp, das meine Eindrücke von dort toppen könnte.

Nomad Lamai, Lounge auf dem Hügel © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Nomad Lamai, Pool © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Nomad Lamai, Esstisch © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Nomad Lamai, Chalet © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Nomad Lamai, Terrasse mit Aussicht © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Nomad Lamai, Zeltchalet © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Nomad Lamai, Waschtisch © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Nomad Lamai, Blick in die Serengeti © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Sayari Camp © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Nun fahren wir nach Sayari, dem letzten Camp, in dem wir auf unserer kurzen Erkundungstour übernachten. Ich bin schon riesig gespannt, weil meine Kollegen mir so viel von Sayari vorgeschwärmt haben.AngelikaDas letzte Camp, das wir uns in der Serengeti anschauen und wo wir auch übernachten, ist das Sayari Camp. Nach einer sehr holprigen Anreise werden wir herzlich von Clare, der Managerin, empfangen. In Sayari waren schon vor uns Marco und Svenja, bei beiden hat es geregnet oder es war zumindest sehr bewölkt. Wir haben Glück und bekommen einige Bilder mit blauem Himmel. Sayari ist ein Luxuscamp und dementsprechend teuer, trotzdem muss man sagen, dass es das viele Geld auf jeden Fall wert ist. Hier stimmt einfach alles – der Stil, der aufmerksame Service, die vielen kleinen Details. Hier merkt man, dass dies das Reich einer Frau ist. Clare ist ständig in Bewegung, um ihren Gästen alles schön zu gestalten.

Sayari Camp © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Sayari Camp © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Sayari Camp © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Sayari Camp © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Sayari Camp © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Sayari Camp © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Sayari Camp © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Sayari Camp, Sonnenuntergang am Mara-Fluss © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreise

Hippo im Marafluss © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Sayari liegt unweit des Mara-Flusses zwischen großen Felsen eingebettet. Zum Camp gehört auch ein großer Swimmingpool. Der Empfangsbereich, die Lounge, ist elegant und gemütlich, und die Aussicht von der Terrasse in die Weite der Serengeti ist atemberaubend. Die Zelte sind eigentlich richtige Zimmer auf erhöhten Holzplattformen, bei denen nur die Außenwände aus Zeltwand noch an Zelte erinnern. Innen gibt es richtige Trennwände und Türen. Die Einrichtung lässt sich am besten mit afrikanisch-asiatischem Stil beschreiben, denn neben den klassischen afrikanischen Elementen wie dunklem Holz und geflochtenen Sitzkissen und Vasen bilden die asiatischen Trennwände und die reduzierte Eleganz einen schönen Kontrast. Ergänzt wird das Ganze durch liebevolle kleine Details, zum Beispiel den türkisfarbenen Glasgefäßen im Bad. Das absolute Highlight ist die ovale freistehende Wanne mit tollem Ausblick, entweder durch die geschlossene Glasfront oder, für das Open Air-Erlebnis, mit offenen Schiebetüren. Leider bleibt uns keine Zeit für ein ausgiebiges Bad, denn Stanford möchte uns vor dem Abendessen den Sonnenuntergang am Mara-Fluss zeigen. Und es ist wirklich atemberaubend schön. Wir zählen über 20 Hippos im Fluss, die auch noch ein paar letzte Sonnenstrahlen erhaschen wollen. Als die Sonne untergegangen ist, drängt uns Stanford zum Aufbruch, denn mit Beginn der Dämmerung kommen die Flusspferde aus dem Wasser - und so friedlich und knuddelig, wie sie aussehen, sind sie leider nicht.

Sayari Camp, Sonnenuntergang am Mara-Fluss © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

Sayari Camp, Sonnenuntergang am Mara-Fluss © Foto: Ulrike Pârvu | Outback Africa Erlebnisreisen

Ulrike und Angelika am Mara Fluss

Stanford drängt zum Aufbruch © Foto: Angelika Krüger | Outback Africa Erlebnisreisen

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